Die Gauselmann-Gruppe hat bekannt gegeben, dass das Portfolio um 35 Spielhallen erweitert wird. Der größte deutsche Glücksspielanbieter übernimmt in Bremen und Niedersachsen neben den 35 Spielhallen auch noch 60 Catering-Standorte von der Bührmann-Gruppe. Für die Gauselmann-Gruppe ist die Übernahme der Spielhallen wichtig, um die Präsenz in Norddeutschland deutlich zu erhöhen. Die Bührmann-Gruppe war im Bremer Raum über Jahrzehnte einer der führenden Glücksspielanbieter. Durch die Gesundheitskrise haben sich die Verhandlungen über die Übernahme insgesamt zwei Jahre hingezogen. Doch nun, da sich die Gesundheitskrise wohl dem Ende nähert, konnte der Deal abgeschlossen worden. Auch in Zukunft will die Gauselmann-Gruppe mit dem stationären Glücksspiel in Deutschland viel Geld verdienen.

Gauselmann-Gruppe vergrößert Fußabdruck in Norddeutschland

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Viele Glücksspiel-Fans kennen die Gauselmann-Gruppe vielleicht nicht unter diesem speziellen Namen. Aber die Merkur-Slots und die Merkur-Spielotheken kennt jeder Glücksspiel-Fan. In einer Zeit, als es fast nur Spielbanken in Deutschland gab, war der Firmengründer Paul Gauselmann bereits damit beschäftigt, ein riesiges Imperium mit unzähligen Spielhallen im gesamten Bundesgebiet aufzubauen. Die Gauselmann-Gruppe ist mittlerweile ein international aktiver Konzern. Neben zahlreichen Spielhallen und Spielbanken gehören zum Glücksspielkonzern auch Online-Casinos. Das stationäre Glücksspiel war und ist das Rückgrat des Glücksspielkonzerns. Deswegen ist es keine große Überraschung, dass die Gauselmann-Gruppe 35 Spielhallen auf einen Schlag kauft. Eine Gelegenheit, die Spielhallen der renommierten Bührmann-Gruppe in Bremen und Niedersachsen zu übernehmen, kommt nicht alle Tage vor. An dem neuen Deal, dessen finanzielle Details nicht veröffentlicht wurden, wird eines deutlich: Die Gauselmann-Gruppe plant auch in Zukunft damit, dass das stationäre Glücksspiel gut laufen wird. Zuletzt hatte die Gauselmann-Gruppe für Aufsehen gerät durch den Kauf der Westspiel-Spielbanken des Landes NRW.

Die Bührmann-Gruppe ist nach wie vor ein Familienunternehmen mit vielen Beteiligungen. Nicht nur beim Glücksspiel war die Bührmann-Gruppe bis zum aktuellen Verkauf sehr gut aufgestellt. Auch in anderen Bereichen hat das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten Spuren hinterlassen in Bremen und Niedersachsen. Mit dem Verkauf endet zumindest vorerst das Glücksspielgeschäft weitgehend für die Bührmann-Gruppe. Die Gauselmann-Gruppe übernimmt große Teile des Glücksspielsegments des Konkurrenten. Die genauen Hintergründe sind nicht öffentlich bekannt. Aber grundsätzlich gilt auch im Glücksspielgeschäft, dass Größe ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Die Gauselmann-Gruppe hat ganz andere Möglichkeiten, Spielhallen effizient zu betreiben. Nicht zuletzt entwickelt die Gauselmann-Gruppe viele Spielautomaten selbst und ist deswegen dazu in der Lage, die eigenen Spielhallen sehr kostengünstig zu betreiben. Aber es könnte auch sein, dass die Bührmann-Gruppe andere Unternehmensbereiche in Zukunft stärker ausbauen möchte und deswegen Kapital benötigt, um Investitionen zu tätigen. Ob sich der Kauf für die Gauselmann-Gruppe rechnen wird, muss die Zeit zeigen. Vieles wird davon abhängen, wie sich die Gesundheitskrise entwickelt.

Investition in stationäres Glücksspiel aktuell sinnvoll?

Lohnt es sich im Moment wirklich, in stationäres Glücksspiel zu investieren? Bei der Gauselmann-Gruppe scheint man keine Zweifel daran zu haben, dass diese Frage positiv beantwortet werden kann. Grundsätzlich gilt, dass das stationäre Glücksspiel für viele Glücksspielanbieter in Europa in den letzten Jahrzehnten das wirtschaftliche Rückgrat war. Gerade auch die Gauselmann-Gruppe hat immer wieder gezeigt, dass trotz diverser Herausforderungen, insbesondere von politischer Seite, stets gute Geschäfte möglich waren. Entscheidend war immer, dass die Nachfrage nach Glücksspiel hoch ist. Dieser wichtige Grundtatbestand hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Deswegen gehen die meisten Glücksspielexperten davon aus, dass sich die Spielbanken und Spielhallen nicht nur in Deutschland wieder komplett erholen werden. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass die Gesundheitskrise ein Ende finden wird. Gleich werden schon in den nächsten Monaten alle Maßnahmen fallen, die im Moment noch die Geschäfte der Spielhallen und Spielbanken ausbremsen. Aber die Gesundheitskrise hat auch gezeigt, dass es Krisen gibt, die dazu führen können, dass die Einnahmen im stationären Glücksspiel komplett wegbrechen. Damit hatte in der Glücksspielbranche vorher niemand ernsthaft gerechnet. Doch es hat sich gezeigt, dass die entscheidende Voraussetzung dafür, dass stationäres Glücksspiel funktioniert, ist, dass die Kunden überhaupt kommen können und wollen.

Das Online-Glücksspiel ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen und wird zunehmend zur Konkurrenz für das stationäre Spiel. Viele Online-Glücksspielanbieter konnten während der Gesundheitskrise davon profitieren, dass die Glücksspiel-Fans nicht in Spielhallen und Spielbanken gehen konnten oder wollten. Deswegen glauben einige Experten, dass es für viele Betreiber von Spielbanken und Spielhallen schwierig wird, die alten Zahlen wieder zu erreichen. Vielleicht haben sich viele Glücksspiel-Fans in der Krise daran gewöhnt, online zu spielen. Zudem gibt es ohnehin den Trend zur Digitalisierung, auch beim Glücksspiel. Gefördert wird die Akzeptanz des Online-Glücksspiels darüber hinaus noch durch die neue Glücksspielregulierung in Deutschland. Schon bald wird es Online-Casinos mit deutscher Lizenz geben. Allerdings ist die Gauselmann-Gruppe insgesamt gut auf alle Entwicklungen vorbereitet, denn auch beim Online-Glücksspiel mischt der deutsche Glücksspielkonzern kräftig mit. Auch in Deutschland hat die Gauselmann-Gruppe die Ambition, einen erheblichen Marktanteil im Internet zu erreichen. Vor allem aufgrund der Strahlkraft der Gauselmann-Marke Merkur dürfte das gelingen. Vielleicht ist die Gauselmann-Gruppe dann bei der nächsten Gesundheitskrise, die zur Schließung von Spielhallen und Spielbanken führt, besser vorbereitet.