Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat sich in einer aktuellen Verlautbarung vorsichtig optimistisch gezeigt. Für die Glücksspielbranche und insbesondere für die Automatenbranche ist das ein gutes Zeichen. Langsam geht es wieder aufwärts im Hotel- und Gaststättengewerbe. Vor allem die Gaststätten sind für die Automatenhersteller und die Automatenaufsteller wichtig, denn in unzähligen Gaststätten stehen Spielautomaten. Wenn weniger Gäste kommen und weniger Umsatz erzielt wird, wirkt sich das auf die Umsätze der Automatenbranche aus. Aktuell ist die Situation noch nicht perfekt, aber es gibt gute Gründe zu glauben, dass sich die Geschäfte in den nächsten Monaten zunehmend positiv entwickeln werden.

Dehoga sieht Optimismus bei Mitgliedern

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Der Dehoga ist ein wichtiges Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Wenn es den Hotels und Gaststätten gut geht, spricht das dafür, dass die Unternehmen und die Privatleute Geld haben und Geld ausgeben. Die letzten Jahre waren von großen Herausforderungen geprägt. Durch in der Gesundheitskrise war es zeitweise unmöglich, Geld zu verdienen. Auch nach der Öffnung erholte sich das Geschäft nur langsam. Immer noch sind die meisten Hotels und Gaststätten von ihren normalen Umsätzen, die es vor der Krise gab, ein Stück weit entfernt. Die aktuelle Situation lässt sich gut in der neuesten Umfrage von Dehoga ablesen.

Demnach sind 12,5 Prozent der Dehoga-Mitglieder aktuell optimistisch. Hinzu kommen 29,6 Prozent, die zuversichtlich auf die nächsten Monate schauen. Auch wenn die Unterscheidung in optimistisch und zuversichtlich ein wenig willkürlich scheint, war in der Umfrage doch deutlich, dass optimistisch deutlich positiver gewertet wird als zuversichtlich. Bedenklich ist, dass 37,9 Prozent der Unternehmen die Entwicklung des Geschäfts als verhalten beurteilen. Ganze 20 Prozent der Dehoga-Mitglieder schauen sogar pessimistisch in die Zukunft. Ein großes Problem, das auch viele Spielhallen-Betreiber haben, sind dabei die hohen Kosten. Weniger Gäste und steigende Kosten: Das ist eine Mischung, die schwer zu ertragen ist.

Kostenproblem dämpft Optimismus im Gastgewerbe

Als die ersten Gäste nach dem Ende der großen Einschränkungen durch die Gesundheitskrise in die Hotels und Gaststätten kamen, sah man bei vielen Unternehmern großen Optimismus. Was sollte noch passieren? Doch dann stiegen die Energiepreise in abenteuerliche Höhen und plötzlich gab es ein neues Problem. Jedes Hotel, jede Gaststätte und jede Kneipe muss Strom und Heizkosten bezahlen. Wenn die Kosten in die Höhe schießen, lässt sich das kaum durch höhere Preise kompensieren, denn wenn die Preise zu hoch sind, bleiben die Gäste aus. Dieses grundlegende Problem haben andere Branchen vielleicht nicht. Aber im Gastgewerbe reagieren die Gäste sensibel auf Preiserhöhungen.

Die Politik hat Hilfe versprochen und davon sollten nicht nur Gaststätten und Hotels, sondern auch die Spielhallen profitieren. Aber die Frage ist, ob die Hilfe ausreicht, um den meisten Anbietern im Gastgewerbe das Überleben zu ermöglichen. Tatsächlich geht es im Moment nicht um neue Rekordgewinne, sondern nur darum, die erneute Krise irgendwie zu meistern. Immerhin steigen die Gäste zahlen. Vor allem in den Spielhallen lässt sich gut beobachten, dass es einen großen Nachholbedarf gibt. Auch die Spielbanken in Deutschland sind wieder gut gefüllt. Für die Automatenbranche ist es aber trotzdem wichtig, dass auch die Gaststätten gut laufen. Das Jahr 2023 wird für die ganze Branche spannend, insbesondere wenn das Energieproblem nicht gelöst wird.

Legale Online-Casinos als neue Einnahmequelle

Das klassische Gastgewerbe hat immense Schwierigkeiten und keine Möglichkeit, neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Glücksspielbranche hat hingegen durch die Legalisierung des Online-Glücksspiels eine Chance, zumindest einen Teil der fehlenden Umsätze im terrestrischen Glücksspiel zu kompensieren. Allerdings gibt es einen Haken: Die legalen Online-Casinos können nicht nur von deutschen Unternehmen betrieben werden. Zahlreiche Lizenzen sind bereits an Unternehmen mit Sitz in Malta gegangen.

Aber es ist kein Naturgesetz, dass deutsche Firmen nicht erfolgreich sein können im Internet. Auch wenn es um Online-Spielautomaten geht, können deutsche Unternehmen durchaus einige vorweisen. Die Gauselmann-Gruppe, Hölle Games und Apparat Gaming sind nur einige Beispiele für deutsche Unternehmen, die zahlreiche Online-Slots im Portfolio haben. Doch in Deutschland ist eines klar: Ohne das terrestrische Glücksspiel wäre es für die gesamte Branche schwierig, auf dem aktuellen Niveau zu überleben. Das hat die Gesundheitskrise eindeutig belegt.