Marion Roseneder wird im ersten Quartal 2022 die erste Casino-Direktorin im Casino Velden. Nachdem der langjährige Direktor Hermann Weissitsch sich in Kürze in den Ruhestand verabschieden wird, darf sich Marion Roseneder auf eine spannende Aufgabe freuen. Der prestigeträchtige Posten im renommierten Casino Velden ist die eine Sache. Aber noch bemerkenswerter ist, dass Casinos Austria zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte eine Casino-Direktorin beruft. In keinem anderen Casino des österreichischen Glücksspielanbieters gibt es bisher eine weibliche Führungskraft an der Spitze. Auch wenn die Glücksspielbranche insgesamt männlich geprägt ist, lässt sich doch feststellen: Es wird langsam Zeit!

Marion Roseneder übernimmt renommiertes Casino Velden

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Es ist keineswegs so, dass Casinos Austria keine weiblichen Führungskräfte hätte. Ganz in der Spitze steht die Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner, die seit vielen Jahren in der Glücksspielbranche hohe Positionen bekleidet. Aber erstaunlicherweise hat Casinos Austria bislang nie einer Frau die Leitung eines Casinos übertragen. Allerdings hängt dies ein Stück weit auch damit zusammen, dass die Direktorenposten oft über Jahrzehnte bekleidet werden. Der aktuelle Direktor im Casino Velden, Hermann Weissitsch, ist bereits seit 38 Jahren im Amt. Vor 38 Jahren war es wahrscheinlich noch völlig undenkbar, dass eine Frau eine Spitzenposition in einem Casino übernimmt. Die Zeiten haben sich gewandelt und es ist gut, dass man dies auch bei Casinos Austria erkannt hat.

Marion Roseneder ist 38 Jahre alt und somit in einer guten Position, um die nächsten Jahrzehnte des Casino Velden zu leiten. Seit 2005 ist Roseneder in der Glücksspielbranche unterwegs. Die ersten Schritte in dieser interessanten Branche konnte Marion Roseneder als Betreuerin im Eventmanagement im Casino Linz machen. Ab 2007 machte Marion Roseneder in der Zentrale von Casinos Austria Karriere. Das Spezialgebiet der Managerin, die Touristik studiert hat, ist Marketing. Ein Grund dafür, dass Marion Roseneder zur Casino-Direktorin befördert wird, sind die Erfolge in Salzburg in den letzten Jahren. Als Marketingleitung des Betriebs Salzburg konnte die umtriebige Managerin mit gezielten Aktionen eine gut laufende Location für Events etablieren. Die Beförderung zur Casino-Direktorin im Casino Velden ist keine Überraschung, denn schon seit Oktober 2020 ist Marion Roseneder die Vize-Direktorin im Casino Salzburg.

Start unter schwierigen Rahmenbedingungen

Von Anfang an wird Marion Roseneder sich einigen Herausforderungen stellen müssen. Durch die Gesundheitskrise ist das Casino Velden genauso wie die meisten anderen Spielbanken im deutschsprachigen Raum finanziell unter Druck geraten. Casinos Austria ist ein solide aufgestellter Glücksspielanbieter, der auch eine deutlich längere Krise problemlos überstehen kann. Aber für Marion Roseneder wird es nun darum gehen, möglichst schnell wieder die Umsatzzahlen zu erreichen, die vor der Krise üblich waren. Auch wenn sich die Situation zwischenzeitlich etwas entspannt hat, ist das Casino Velden doch nach wie vor durch diverse Vorschriften und Beschränkungen eingeschränkt in den Möglichkeiten.

Das bekannte Casino Velden liegt am Wörthersee und ist damit in einer herausragenden Umgebung eingebettet. Vor allem durch den Tourismus kommen viele Glücksspiel-Fans in das Casino Velden. Nicht alle Glücksspiel-Fans sind zufrieden damit, ausschließlich in Online-Casinos zu spielen. Die Atmosphäre einer echten Spielbank ist für die meisten Glücksspiel-Fans zumindest gelegentlich sehr reizvoll. Das ist in Österreich nicht anders als in Deutschland. Allerdings hat Deutschland den Vorteil, dass es nicht nur konzessionierte Spielbanken, sondern auch zugelassene Online-Casinos gibt, demnächst sogar mit deutscher Lizenz.

Niedriger Frauenanteil in Glücksspielbranche

Die aktuelle Personalie Marion Roseneder ist ein schöner Beleg dafür, dass konsequent geförderte weibliche Führungskräfte auch in einer männlich dominierten Branche Karriere machen können. Warum ist die konsequente Förderung wichtig? Es ist nicht neu, dass männliche Netzwerke oft sehr dominant sind in der Geschäftswelt. Das betrifft nicht nur die Branchen, in denen die Männer so dominant sind wie in der Glücksspielbranche. Deswegen ist es wichtig, dass immer mehr Unternehmen gezielt junge Frauen fördern, um diesen Missstand zu beseitigen. Es gibt jedenfalls keinen inhaltlichen Grund anzunehmen, dass eine Frau weniger gut für die Leitung eines Casinos geeignet wäre als ein Mann.

Aber es ist auch wichtig, dass es weibliche Vorbilder in Spitzenpositionen gibt. Marion Roseneder kann in den nächsten Jahren zeigen, dass sie den Job genauso gut oder sogar noch besser als ihre Vorgänger machen kann. Das ist am Ende dann vielleicht die entscheidende Inspiration für viele andere Frauen, die in der Glücksspielbranche am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Glücksspielbranche muss nicht bis zum Ende aller Tage männlich dominiert bleiben.