Der Bundesverband Automatenunternehmer (BA) schult regelmäßig Behördenmitarbeiterinnen und Behördenmitarbeiter. Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher deutscher Behörden nehmen an den Veranstaltungen teil, die der renommierte Verband veranstaltet. Dabei geht es um das gewerbliche Glücksspiel, insbesondere um die Geldspielgeräte. Bislang hat der BA nach eigenen Angaben bereits über 600 Behördenmitarbeiterinnen und Behördenmitarbeiter geschult. Besondere Nachfrage besteht in den Ordnungsämtern, die zuständig für die Überwachung des landbasierten Glücksspiels sind. Die Fachleute vom Bundesverband Automatenunternehmer können den Teilnehmern der Seminare und Informationsveranstaltungen nützliches Wissen und wichtige Tipps vermitteln.

Behörden werden durch Bundesverband Automatenunternehmer geschult

Spielhalle

Es ist völlig normal, dass sich Behörden Fachleute holen, um Wissenslücken zu schließen. Gerade im Bereich der Geldspielgeräte ist es notwendig und sinnvoll, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den zahlreichen Behörden, die zuständig sind für die Glücksspielregulierung, über das nötige Fachwissen verfügen. Doch wo soll dieses Fachwissen herkommen? Im Bundesverband Automatenunternehmer ist das nötige Fachwissen vorhanden. Deswegen liegt es nahe, dass der Verband Veranstaltungen durchführt, bei denen die Teilnehmer sensibilisiert werden für die zahlreichen Probleme, die es bei der Regulierung der Geldspielgeräte geben kann.

Ein großes Thema bei allen Veranstaltungen sind die illegalen Geldspielgeräte. Woran erkennt man einen Spielautomaten, der nicht ordnungsgemäß funktioniert? Welche Methoden wenden die Glücksspielanbieter auf dem Schwarzmarkt an, um nicht entdeckt zu werden? Der Bundesverband Automatenunternehmer hat ein großes Interesse daran, dass die zuständigen Behörden konsequent gegen das illegale Glücksspiel vorgehen. Jeder Glücksspielanbieter ohne Konzession ist eine Konkurrenz für den legalen Glücksspielmarkt. Deswegen ist der Bundesverband Automatenunternehmer auf der Seite der Behörden, wenn es darum geht, illegale Glücksspielanbieter aufzuspüren und aus dem Verkehr zu ziehen. Allerdings erweist sich nicht selten, dass die Ordnungsämter mit dieser Aufgabe überfordert sind.

Automatenunternehmer sehen Handlungsbedarf

Mit den Schulungen, die der Bundesverband Automatenunternehmer durchführt, soll den Behörden in Deutschland ein wenig auf die Sprünge geholfen werden. Die legalen Glücksspielanbieter haben in Deutschland in den letzten Jahren erfahren, dass sie keine große Lobby haben. In zahlreichen Bundesländern sind die Regeln erheblich verschärft worden. Das legale Glücksspielangebot hat dadurch erheblich an Attraktivität eingebüßt. Die einfache (Milchmädchen-)Rechnung vieler Politikerinnen und Politiker lautet: Wenn es weniger Angebote gibt, wird auch weniger gespielt. Doch in der Praxis stellt sich die Situation völlig anders dar. Die Spielerinnen und Spieler werden von illegalen Glücksspielanbietern verführt, die sich nicht an Recht und Ordnung halten, dafür aber wesentlich attraktivere Spiele zur Verfügung stellen. So sieht es zumindest oft für die Spieler aus.

In Wahrheit werden viele Spiele auf dem Schwarzmarkt allerdings manipuliert, sodass die Spielerinnen und Spieler keine realistische Chance haben, einen Gewinn zu erzielen. Eine weitverbreitete Methode der illegalen Glücksspielanbieter besteht darin, manipulierte Automaten in einem legalen Umfeld aufzubauen. Oder aber es wird ein vermeintlich legales Umfeld geschaffen, etwa ein gastronomischer Betrieb ohne Konzession in irgendeinem Hinterzimmer. Der Bedarf nach Glücksspiel ist riesig und deswegen gibt es immer ein Publikum für derartige Angebote. Die Politik wäre gut beraten, die Glücksspielregulierung so zu gestalten, dass die Konkurrenz auf dem Schwarzmarkt keine Freude mehr hat.

Attraktives legales Angebot gegen Schwarzmarkt

Auch wenn es grundsätzlich begrüßenswert ist, dass die Ordnungsämter sich zunehmend professionalisieren im Kampf gegen illegale Glücksspielanbieter, bleibt das Grundproblem doch, dass das Geschäft für die Anbieter auf dem Schwarzmarkt viel zu attraktiv ist. Wenn in einer legalen Spielhalle nur wenige Spielautomaten stehen dürfen und der Einsatz stark begrenzt ist, ist das für viele Spielerinnen und Spieler bereits ein Grund, nach Alternativen zu schauen. Ohne ein attraktives legales Angebot wird es schwierig werden, den Schwarzmarkt wirkungsvoll zu bekämpfen.

Dieses Problem stellt sich aktuell auch beim Online-Glücksspiel. Die legalen Online-Casinos müssen sich an eine strenge Regulierung halten. Gleichzeitig gibt es unzählige Glücksspielanbieter ohne Lizenz auf dem Markt, die mit großer Freude jeden deutschen Kunden akzeptieren. Das ist ein riesiges Problem für die legalen Glücksspielanbieter, die zudem ausschließlich Online-Spielautomaten zur Verfügung stellen dürfen. Die Regulierung des Online-Glücksspiels hat in Deutschland bislang nur dazu geführt, dass der Schwarzmarkt gewachsen ist. Ob das wirklich im Sinne der Politikerinnen und Politiker ist, die seit Jahren gegen das legale Glücksspiel kämpfen? Zweifel sind erlaubt.