Der britische Glücksspielkonzern 888 darf sich über einen Rabatt beim Kauf des Glücksspielanbieters William Hill freuen. Caesars Entertainment hat zugestimmt, den Kaufpreis um 297 Millionen Euro zu reduzieren. Damit sinkt der Kaufpreis von 2,61 Milliarden Euro auf 2,37 Milliarden Euro. Zudem wird die Summe, die in Geldform von 888 an Caesars Entertainment überwiesen wird, auf 701 Millionen Euro reduziert. Erst kürzlich hat 888 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, um den Kauf von William Hill zu finanzieren. Die Reduzierung des Kaufpreises wird damit begründet, dass sich in den letzten Monaten die wirtschaftliche Situation in Großbritannien und Europa sowie die Glücksspielregulierung in den wichtigsten Märkten für William Hill ungünstig verändert haben.

888 und Caesars Entertainment einigen sich

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Der Rabatt für den Kauf von William Hill ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Deal am Ende durchgeht. 888 hat wohl die günstige Ausgangsposition genutzt, um im letzten Moment noch einen ordentlichen Rabatt auszuhandeln. Aber es ist auch eine Option in den Vertrag geschrieben worden, nach der 888 zusätzlich 119 Millionen Euro im Jahr 2024 bezahlen muss, wenn ein bestimmtes Niveau beim Gewinn vor Steuern erreicht wird. Dadurch könnte ein Teil des Rabatts obsolet werden. Aber im Gegenzug wäre auch sichergestellt, dass sich das Geschäft entsprechend gelohnt hätte. Insofern können beide Parteien wohl mit dieser Regelung leben, zumal 888 in jedem Fall einen Rabatt behalten wird im Vergleich zum ursprünglich ausgehandelten Kaufpreis.

Bei 888 ist man nach wie vor davon überzeugt, dass die Übernahme von William Hill Hill (ohne US-Geschäft) eine richtige strategische Entscheidung ist. In erster Linie wird 888 deutlich größer durch den Kauf von William Hill. Vor allem auf dem britischen Markt spielt das eine wichtige Rolle, denn William Hill hat ein großes Filialnetz. Aber auch im Internet kann 888 davon profitieren, dass William Hill seit vielen Jahren eine etablierte Marke ist, nicht nur in Großbritannien, sondern auch in vielen EU-Ländern. Auch viele deutsche Glücksspiel- und Sportwetten-Fans haben in den letzten beiden Jahrzehnten Erfahrungen mit William Hill gesammelt. Allerdings gab es in den letzten Jahren bei William Hill immer wieder einmal negative Schlagzeilen, vor allem über das terrestrische Geschäft.

Synergie-Effekte erwartet durch Kauf von William Hill

Es spricht einiges dafür, dass die Verschmelzung von 888 und William Hill dazu führen wird, dass beide Marken profitieren werden. Gerade im terrestrischen Geschäft dürfte es eine große Rolle spielen, dass der neue Glücksspielanbieter, der beide Marken umfasst, wesentlich größer ist als die beiden einzelnen Marken. Dadurch dürfte es leichter sein, Rabatte mit Lieferanten und Dienstleistern auszuhandeln. Zudem kann der Glücksspielkonzern auch in einigen Abteilungen Personal abbauen oder die personelle Besetzung umstrukturieren. Beispielsweise wird es in Zukunft wohl nur noch eine Marketingabteilung geben, die sich um 888 und William Hill kümmert. Marketingkampagnen können aufeinander abgestimmt werden, sodass eine bessere Effizienz entsteht.

Die Synergie-Effekte werden von 888 auf einen Wert von mindestens 119 Millionen Euro im Jahr 2025 geschätzt. Bis dahin werden die Synergie-Effekte nicht ganz so hoch sein, da die Integration der beiden Unternehmen in einem neu entstehenden Konzern mit viel Aufwand verbunden ist. Aber für 888 geht es darum, das langfristige Geschäft im Auge zu behalten. Wenn demnächst Synergie-Effekte im Wert von 119 Millionen Euro jährlich entstehen, ist das ein riesiger Vorteil, auch im Kampf gegen die Konkurrenz. Zudem dürfte es einfacher sein, gemeinsam zu wachsen. Größe ist auch auf dem Glücksspielmarkt ein wichtiger Faktor, zumal die Anpassung an die vielen kleinen und großen Glücksspielmärkte immer anspruchsvoller wird.

888 setzt auf nachhaltige Strategie

Aktuell muss 888 einen hohen finanziellen Aufwand betreiben, um William Hill zu kaufen und in den Konzern zu integrieren. Aber auf lange Sicht könnte sich das Geschäft erheblich lohnen, denn durch die Fusion wird 888 einer der großen Player auf dem europäischen Glücksspielmarkt. Das dürfte auch eine Rolle spielen, wenn es darum geht, mit den vielen neuen Regulierungen, die in der Europäischen Union, aber auch in Großbritannien anstehen oder bereits umgesetzt worden sind, umzugehen. Ein großer Konzern, und das ist nicht nur der Glücksspielbranche so, hat immer auch eine große Rechtsabteilung.