Für den Glücksspielanbieter 888 gibt es eine gute Nachricht. Die Advertising Standards Authority (ASA) hat in einem aktuellen Fall zwei Beschwerden abgewiesen. Angeblich habe 888 gegen die Werberegeln in Großbritannien verstoßen. Doch die zuständige Behörde ASA hat entschieden, dass die Vorwürfe nicht gerechtfertigt sein. In den Beschwerden ging es um YouTube-Videos von Callum Airey. Der Youtuber hatte die 888poker App beworben und das war einigen Beobachtern ein Dorn im Auge. Dabei ging es vor allem um den Jugendschutz, der angeblich nicht eingehalten worden sein soll. Bei den Beschwerden ging es vornehmlich um das junge Publikum von Callum Airey. Doch bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Vorwürfe nicht stimmten.

YouTuber macht bezahlte Werbung für 888

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Callum Airey hat nicht einfach im Internet Poker gespielt und dabei die 888poker App besonders gut gefunden. Vielmehr handelte es sich bei den beiden Videos, um die es bei den aktuellen Beschwerden ging, um bezahlte Werbung. Bekannt ist dabei, dass ein Video nicht als Werbung gekennzeichnet war. Das könnte sogar ein Verstoß gegen die YouTube-Richtlinien gewesen sein. In jedem Fall war es ein unschönes Versäumnis sowohl von Callum Airey als auch von 888poker. Laut 888 sind mehr als drei Viertel der Zuschauer vor Callum Airey volljährig. Diese Zuschauergruppe kann somit völlig problemlos auch Werbung für Poker schauen. Zudem konnte Callum Airey anhand statistischer Auswertungen belegen, dass bei den infrage stehenden Videos der Anteil der volljährigen Zuschauer deutlich höher war als im Durchschnitt. Der YouTuber Callum Airey ist über 25 Jahre alt. Das ist im britischen Glücksspielrecht eine wichtige Schwelle. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass Callum Airey in beiden Videos sowohl auf verantwortungsbewusstes Spielen als auch auf die Notwendigkeit der Volljährigkeit (18+) hingewiesen hat. Angesichts der Fakten ist es schwer nachvollziehbar, warum es überhaupt zu den Beschwerden und zur Vorladung von 888-Mitarbeitern gekommen ist.

Aber eine Sache ist sicher: Werbung für Glücksspiel in sozialen Medien ist alles andere als unkompliziert. Es gibt viele Details zu beachten. Callum Airey hat sich regelkonform verhalten, aber die Grenzen sind fließend. Für YouTuber ist Werbung für Glücksspiele deswegen nicht ganz unproblematisch. Diese Erfahrung konnten auch schon einige deutsche YouTuber machen.

Werbung für Glücksspiele ist heißes Eisen

Nicht nur Großbritannien gibt es immer wieder Beschwerden über Werbung für Glücksspiele. Nimmt man auch noch die Sportwetten hinzu, ergibt sich eine riesige Bandbreite für Glücksspielgegner, aber auch für ganz normale besorgte Bürger. Ein grundlegendes Problem in Deutschland ist aktuell, dass die Werberichtlinien für das neu regulierte Online-Glücksspiel noch nicht fertiggestellt sind. Deswegen ist an vielen Stellen unklar, was überhaupt geht und was nicht geht. In den letzten Jahren hat es allerdings diverse YouTuber gegeben, die Stress bekommen haben wegen Werbung für Glücksspiele. Allen voran durfte sich der berühmt-berüchtigte Montana Black immer wieder über Schlagzeilen wegen problematischer Glücksspielwerbung freuen.

Auch der nicht ganz so berühmt-berüchtigte „Knossi“ hat in den letzten Jahren viel Werbung für Glücksspiele gemacht und dem Vernehmen nach auch entsprechend viel Geld verdient. Die große Kunst besteht bei der Glücksspielwerbung darin, innerhalb der vorgegebenen Regeln zu bleiben. In Deutschland gab es allerdings im Bereich der Werbung für Online-Glücksspiel in den letzten Jahren so etwas wie einen Wilden Westen. Das Online-Glücksspiel fand in einem grauen Markt statt, sodass die Werbung weitgehend außerhalb der Kontrolle der Behörden war. Glücklicherweise wird sich das in Zukunft ändern, denn demnächst wird sich die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder darum kümmern, dass die Werberichtlinien in Deutschland umgesetzt werden.

Seriöse Glücksspielanbieter wollen Regeln einhalten

Es kann kein vernünftiger Zweifel daran bestehen, dass seriöse Glücksspielanbieter wie 888 sich an die Regeln halten möchten. Das Problem ist allerdings, dass die Regeln oft interpretationsfähig sind. Gerade bei der Einführung neuer Regeln zeigt sich oft, dass viel Unklarheit vorhanden ist. Mitunter kommt es dann zu Verstößen, die erst im Nachhinein klar werden. Schon aus Imagegründen ist es für einen renommierten Glücksspielanbieter wie 888 schlecht, wenn eine Werbung beanstandet wird. Die Aufgabe des Gesetzgebers und der Behörden ist es, ein möglichst klares Regelwerk zu schaffen und umzusetzen, damit die seriösen Glücksspielanbieter sich korrekt verhalten können. Demnächst wird sich zeigen, ob dies in Deutschland gelingt.