Mittlerweile gibt es sechs Spielbanken im kleinen Liechtenstein. Gerade hat erst das Casino Maximus in Schaan Eröffnung gefeiert. Was ist da los in Liechtenstein? Die nächsten beiden Spielbanken sind bereits geplant, sodass die Spielbanken-Dichte bald größer sein könnte als in Las Vegas. Am Ende geht es wahrscheinlich vor allem um den schnöden Mammon. Immerhin konnten die fünf vorhandenen Spielbanken im Jahr 2021 beeindruckende 82 Millionen Franken als Bruttospielertrag einnehmen. Die Staatskasse konnte erheblich profitieren durch eine Spielbankenabgabe in Höhe von 28,2 Millionen Franken. Zusätzlich hat der Staat auch noch 1 Million Franken als Gebühr für die Aufsicht kassiert. Die Zahlen liegen deutlich über die ursprünglichen Prognosen.

Spielbanken in Liechtenstein sind erfolgreich

Spielbank

Wenn eine Spielbank nach der anderen gebaut wird, kann das nur funktionieren, wenn die bestehenden Spielbanken erfolgreich sind. Ansonsten wäre es schwer, die nötigen Investitionen zu organisieren. In Liechtenstein laufen die bisher existierenden Spielbanken hervorragend. Das liegt nicht allein daran, dass die Einwohner Liechtensteins gerne spielen. Ein Schlüssel zum Erfolg dürfte die Grenze zur Schweiz sein. Viele schweizerische Glücksspiel-Fans nutzen die Gelegenheit, um in den Casinos in Grenznähe zu spielen. Aber es kommen auch immer mehr Gäste aus anderen Ländern nach Liechtenstein, um in den Spielbanken aktiv zu werden. Dieser Bereich soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Ursprünglich war Liechtenstein davon ausgegangen, dass ein Bruttospielertrag von 20 Millionen Franken möglich sei. Doch schon in diesem Jahr geht man davon aus, dass mit den vorhandenen Spielbanken ein Bruttospielertrag von 100 Millionen Franken erlöst wird. Das ist ein beeindruckender Wert, der klar und deutlich belegt, dass die Nachfrage nach Glücksspiel in Liechtenstein enorm hoch ist. Wie überall gibt es auch in Liechtenstein Kritiker, die den Ausbau der Spielbanken-Landschaft skeptisch sehen. Aber wenn ein Geschäftsmodell so gut funktioniert wie bei den Spielbanken in Liechtenstein, ist es schwer, mit Kritik durchzudringen. Das wird vor allem daran deutlich, dass schon zwei weitere Spielbanken in Liechtenstein geplant sind.

Glücksspiel-Umsätze können weiter steigen in Liechtenstein

Die Betreiber der Spielbanken gehen davon aus, dass in Liechtenstein ein Bruttospielertrag von bis zu 200 Million Franken erreichbar ist. Das wäre immerhin doppelt so viel wie aktuell. Eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum dürfte allerdings sein, dass die geplanten Casinos in Schaan und Eschen genehmigt werden. Irgendwann erreicht auch Liechtenstein ein Limit bei den Spielbanken. Aber vor ein paar Jahren hätten wohl nur die größten Optimisten gedacht, dass es überhaupt eine sinnvolle Idee sein könnte, acht Spielbanken im kleinen Liechtenstein zu betreiben. Mittlerweile gibt es sogar schon Ideen, noch mehr Spielbanken anzusiedeln.

Ein wenig unheimlich dürfte der Regierung der aktuelle Boom bei den Spielbanken durchaus sein. Deutlich wird dies daran, dass die Regulierung zuletzt etwas verschärft worden ist. Beispielsweise müssen alle Spielbanken mindestens ein klassisches Tischspiel für jeweils 15 Spielautomaten im Programm haben. Tischspiele sind deutlich aufwendiger zu betreiben, sodass die Kosten tendenziell für die Casino-Betreiber steigen. Auch die Abgaben sind vor kurzem etwas erhöht worden. All das wird den aktuellen Casino-Boom aber kaum bremsen. Irgendwann werden die Spielbanken an die Wachstumsgrenze stoßen. Spätestens dann ist Schluss mit dem Casino-Boom.

Online-Casinos auch beliebt in Liechtenstein

In Liechtenstein gibt es keine spezielle Regulierung des Online-Glücksspiels. Aber Liechtenstein gehört zu den wenigen Ländern, die das Online-Glücksspiel auf tolerante Weise zulassen. Es ist gesetzlich festgeschrieben, dass die Bürger Liechtensteins nicht rechtlich belangt werden, wenn sie an Online-Glücksspielen teilnehmen, die nicht in Liechtenstein lizenziert sind. Deswegen können die Glücksspiel-Fans in Liechtenstein völlig unbeschwert die zahlreichen Online-Casinos, die es in der Europäischen Union und darüber hinaus gibt, nutzen. Das ist eine sehr liberale Regelung, die man sich auch in vielen anderen Ländern wünschen würde. Letztlich führt ohnehin kein Weg daran vorbei, dass die Nachfrage nach Glücksspiel auf vernünftige Weise bedient werden muss. In Liechtenstein hat man das nicht nur beim Online-Glücksspiel, sondern auch beim terrestrischen Glücksspiel längst verstanden. Es wird spannend sein zu sehen, wie lange der Bruttospielertrag der Spielbanken in Liechtenstein noch wachsen kann.