In Nordrhein-Westfalen gibt es eine wichtige Änderung hinsichtlich der Schulungen von Spielhallen-Mitarbeitern. In Zukunft muss jeder Spielhallen-Mitarbeiter nicht nur die normale Personalschulung durchlaufen, sondern zusätzlich noch eine besondere Schulung. Bei der neuen Schulung geht es darum, die Teilnehmer für die besonderen Risiken in Spielhallen mit niedrigem Mindestabstand zu anderen Spielhallen und bestimmten Institutionen sowie Verbundspielhallen zu sensibilisieren. Die Schulung sollte ursprünglich schon vor der Arbeitsaufnahme stattfinden. Doch man hat sich nun darauf geeinigt, neuen Spielhallen-Mitarbeitern eine Frist von drei Monaten nach der Arbeitsaufnahme einzuräumen.

Besondere Personalschulung für besondere Spielhallen in NRW

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In Nordrhein-Westfalen regelt das Landesglücksspielgesetz den Mindestabstand zwischen Spielhallen. In bestimmten Ausnahmefällen es ist jedoch möglich, diesen Mindestabstand zu unterschreiten. Wenn das der Fall ist, müssen die Mitarbeiter in den Spielhallen allerdings eine besondere Schulung durchlaufen, um die zusätzlichen Risiken, die in solchen Spielhallen vorhanden sind, besser zu meistern. Allerdings stellt sich die Frage, welche besonderen Risiken dies sein sollen. Auch in einer Spielhalle, die nahe einer sensiblen Institution angesiedelt ist, dürfen die Spielhallen-Mitarbeiter niemanden einlassen, der das Mindestalter von 18 Jahren unterschreitet. Zudem muss bei jedem Besucher überprüft werden, ob ein Eintrag im Spielersperrsystem OASIS vorliegt. Warum die Spielhallen, die einen niedrigen Mindestabstand haben, anders geschulte Mitarbeiter benötigen, erschließt sich nicht unbedingt.

Etwas anders ist die Situation vielleicht bei den Verbundspielhallen. In einer Verbundspielhalle sind mehrere Glücksspielanbieter unter einem Dach vereint. Vielleicht ist es tatsächlich sinnvoll, die Mitarbeiter von solchen Glücksspielanbietern auf die möglichen zusätzlichen Risiken hin zu schulen. Aber auch in Verbundspielhallen gilt, dass die üblichen Regeln gelten. Es gibt keine besonderen Gesetze für Verbundspielhallen. Aber in der Glücksspielbranche hat man sich längst daran gewöhnt, dass nicht jede Maßnahme, die vom Staat durchgesetzt wird, einen praktischen Sinn hat. Für die Spielhallen-Betreiber ist vorwiegend wichtig, dass die Schulung nicht schon vor der Arbeitsaufnahme erfolgen muss. Wäre es anders, hätte dies erhebliche Nachteile für die Spielhallen-Betreiber und die neuen Spielhallen-Mitarbeiter.

Hochwertiger Spielerschutz in NRW-Spielhallen

Die Spielhallen in NRW sind stark reglementiert. Das wird unter anderem auch an den neu eingeführten Schulungen deutlich. In allen Spielhallen, die unter die neue Verordnung fallen, muss zu jeder Zeit eine geschulte Person anwesend sein. Auch in allen anderen Spielhallen müssen die Mitarbeiter bestimmte Schulungen vorweisen. Letztlich geht es vor allem darum, einen Sachkundenachweis zu erbringen. Die Mitarbeiter in den Spielhallen müssen die Gesetze kennen und wissen, an welcher Stelle sie einschreiten müssen. Grundsätzlich ist es gut, dass durch die staatlich vorgeschriebenen Schulungen ein Mindestniveau in allen Spielhallen gewährleistet wird. In früheren Zeiten waren die Regeln deutlich lockerer. Aber das Thema Spielerschutz ist über die Jahre immer wichtiger geworden. Mittlerweile gibt es nicht nur seitens des Staats erhebliche Bemühungen, die Spielerschutz zu optimieren. Auch in der Branche ist ein hohes Maß an Sensibilität bei diesem Thema entstanden.

Allerdings dürfte es schwierig sein, die Spielerschutz-Schraube noch weiter zu drehen. In den Spielhallen in NRW sind die Regeln bereits enorm streng. Die Anzahl der Spielgeräte ist limitiert. Zudem gibt es einen Höchsteinsatz. Auf der Basis des Spielerschutzes sind die Möglichkeiten der Spielhallen-Betreiber schon jetzt stark eingeschränkt. Während andere Unternehmen in Krisen dazu in der Lage sind, Preise zu erhöhen, gibt es diese Möglichkeit in den Spielhallen NRW praktisch nicht. Die Kosten steigen, aber die Preise bleiben gleich. Das führt unweigerlich dazu, dass der Gewinn sinkt. Auch die Schulungen sind Kostenfaktoren, die letztlich an den Spielhallen-Betreibern hängen bleiben. Die Politik muss aufpassen, dass sie beim Spielerschutz nicht völlig überzieht.

Starke Konkurrenz durch Online-Spielautomaten

Für Glücksspiel-Fans, die in der heutigen Zeit aus irgendwelchen Gründen keine Lust haben, eine Spielhalle oder eine Spielbank zu besuchen, gibt es mit den modernen Online-Casinos erstklassige Alternativen. Die legalen Online-Casinos in Deutschland bieten hochwertige Online-Spielautomaten von renommierten Herstellern wie Merkur und Greentube (Novomatic, Novoline) an. Einen Mindestabstand gibt es im Internet nicht. Zudem gibt es auch das Konzept der Verbundspielhalle online nicht. Aber der nächste Glücksspielanbieter ist immer nur ein paar Klicks entfernt. Bei der Glücksspielregulierung sieht es oft so aus, als hätte die Politik das Internet noch nicht richtig verstanden.