Soeben teilte game, der Verband der Deutschen Games-Branche, in einer Presseerklärung mit, dass sich das Gros der deutschen Unternehmen, die im Bereich Gaming tätig sind, aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Für gut 80 Prozent der deutschen Games-Unternehmen ist dieses Thema überaus wichtig. Das ergab eine kürzlich durchgeführte Befragung, die der Verband in Auftrag gegeben hatte. Darüber hinaus wurde in der soeben veröffentlichten Pressemeldung darauf hingewiesen, dass die Geschäftsstelle des game-Verbands klimaneutral arbeitet und dass der Verband selbst Associate Member der Playing for the Planet Alliance wird.

Umwelt- und Klimaschutz ist der Games-Branche sehr wichtig

game_Deutsche Game-Branche

Nach den jüngsten Umwelt-Katastrophen durch Überflutungen, von denen insbesondere die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sehr hart betroffen waren, ist es doch eine überaus erfreuliche Nachricht, dass sich die Games-Branche in Deutschland aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzt. Dies ging aus einer aktuellen Befragung hervor, die game – Verband der deutschen Games-Branche durchführen ließ und deren Ergebnisse nun erstmals im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung präsentiert wurden. Es bleibt spannend abzuwarten, ob der Verband auch bald die inzwischen legalen deutschen Online Casinos als Mitglieder zulässt. Bisher sperrt sich game noch gegen Online Glücksspiel-Anbieter. Etwas mehr als 80 Prozent der befragten Games-Unternehmen gaben an, dass ihnen der Umwelt- und Klimaschutz enorm wichtig ist. Bei diesen befragten Unternehmen handelt es sich vorwiegend um Spieleentwickler und Publisher, aber auch um andere Firmen, die in der Games-Branche tätig sind, wie beispielsweise Dienstleister, Bildungseinrichtungen und Esport-Veranstalter. Um ein nachhaltiges Wirtschaften zu gewährleisten, engagieren sich bereits heute 76 Prozent der im Verband zusammengeschlossenen Unternehmen mit entsprechenden Projekten. Zu diesen Projekten gehören unter anderem auch Sparmaßnahmen, die sowohl Heizung wie Strom betreffen, oder Abfalltrennung, auch die Ökostrom-Nutzung ist bei vielen ein weiterer Bestandteil dieser Maßnahmen. Ihr jeweiliges Engagement organisieren die verschiedenen Unternehmen in diesen Bereichen sehr unterschiedlich. Bei manchen gestaltet dieses Thema die Geschäftsführung.

In anderen Firmen wurden kleine interne „Green-Teams“ zusammengestellt, die an der Entwicklung und Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen arbeiten, die dem Umwelt- und Klimaschutz dienen sollen. Felix Falk, der Geschäftsführer von game, sagt: „Als Games-Branche sind wir uns der enormen gesellschaftlichen Herausforderung durch den Klimawandel bewusst und arbeiten auf verschiedenen Wegen daran, unseren Beitrag zu leisten. Das reicht von einem nachhaltigeren Wirtschaften bei der Games-Entwicklung, geht über umweltfreundliche Verpackungskonzepte bis hin zur Thematisierung von Umwelt- und Klimaschutz in den Spielen selbst, um hierfür zu sensibilisieren.“ Ergänzend fügt er hinzu: „Auch uns als game-Verband ist der Umwelt- und Klimaschutz ein besonderes Anliegen. Darum haben wir unsere Arbeitsprozesse durchleuchtet und optimiert, sodass wir in der Geschäftsstelle selbst mittlerweile klimaneutral arbeiten. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind entscheidende gesamtgesellschaftliche Themen, bei denen es uns als Games-Branche wichtig ist, auch in Zukunft mit weiteren Projekten und Ideen unseren Teil beizutragen.“

Game –Verband setzt ein weiteres Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz

Um ein zusätzliches Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen ist der game Verband als Associate Member der Playing for the Planet Alliance beigetreten. Game verpflichtet sich in einem sogenannten Letter of Commitment unter anderem dazu, jährlich seine jeweiligen Umweltauswirkungen zu messen sowie „Maßnahmen zur vollständigen Klimaneutralität 2021“ umzusetzen, was laut Pressemitteilung bereits erreicht wurde. Darüber hinaus verpflichtet sich der game-Verband, seinen Mitgliedern und alle anderen Games-Unternehmen Informationen darüber zukommen zu lassen, „... wie sie ihre Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren können“.

Im Rahmen des Climate Summit der UN wurde die Playing for the Planet Alliance bereits im September 2019 von einer Reihe der weltweit größten und bedeutendsten Games-Unternehmen ins Leben gerufen. Ermöglicht wurde diese Initiative durch das UN Environment Programme. Für die Mitgliedschaft in dieser internationalen Allianz müssen sich die Mitglieder zu diversen Initiativen verpflichten. Dazu gehört beispielsweise die CO2-Reduzierung, das Vermeiden von Kunststoffen aller Art sowie die Beteiligung an Projekten der Aufforstung.

Der game-Verband hat seinen Mitgliedern einen Link zur Verfügung gestellt, über den sie sich detaillierte Informationen zur Playing for the Planet Alliance einholen können. Darüber hinaus steht sämtlichen Mitgliedern ein weiterer Link zur Verfügung, über den sie eine Übersicht sowie regelmäßig neue Informationen zur klimaneutralen Arbeitsweise von game erhalten. Aktuell zählt game mehr als 330 Mitglieder aus den Bereichen Spielentwicklung, Publishing, Dienstleistung, Bildungseinrichtungen und Esport-Veranstalter. Wann und ob auch Online Sportwetten-Veranstalter und Online Spielbanken dazu zählen, steht derzeit noch in den Sternen. Für das regelmäßige Branchenbarometer befragt der Verband einzig und allein seine Mitglieder.

Game – Verband der deutschen Games-Branche verantwortet in seiner Eigenschaft als Mitveranstalter die weltweit größte Computer- und Videospielmesse Gamescom in Köln. Außerdem sieht sich der Verband als zentralen Ansprechpartner für Gesellschaft, Politik und Medien bei allen Fragen rund um die Marktentwicklung, die Medienkompetenz und die Spielekultur. Dabei folgt er der Mission: „Deutschland zum besten Games-Standort“ zu machen.