Die Spielbank Bad Neuenahr ist Opfer eines dreisten Diebstahls geworden. Mitten in der Hochwasser-Katastrophe haben sich mutmaßlich drei Personen im Alter zwischen 22 und 23 Jahren dazu entschlossen, Jetons aus der Spielbank zu entwenden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen türkischen, einen italienischen und einen deutschen Staatsbürger. Das Verbrechen konnte relativ schnell aufgeklärt werden, weil die Täter dumm genug waren, den Umtausch der Jetons ohne große Verzögerung zu versuchen. Doch die Spielbank-Mitarbeiter im Ring Casino am Nürburgring wurden sofort stutzig, als Jetons mit hohem Wert eingelöst werden sollten. Die Person, die den Umtausch versuchte, waren vorher nicht im Ring Casino aktiv. Nachdem die Polizei gerufen wurde, stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen der mutmaßlich drei Täter handelte, die Jetons im Wert von 125.500 Euro aus der Spielbank Bad Neuenahr entwendet hatten.

Dreiste Diebe räumen Spielbank Bad Neuenahr während Hochwasser aus

Bad Neuenahr Spielbank

Im Moment trauern viele Glücksspiel-Fans, die in den letzten Jahren regelmäßig oder vielleicht auch nur gelegentlich die Spielbank Bad Neuenahr besucht haben. Die Spielbank ist ein Opfer der Fluten geworden. Das Hochwasser hat immense Schäden verursacht. Teilweise musste das Gebäude sogar schon abgerissen werden. Eine Wiederherstellung würde wahrscheinlich mehr als 10 Millionen Euro kosten. Die entscheidende Frage dürfte aber für den Betreiber der Spielbank sein, ob es sich überhaupt lohnen wird, an gleicher Stelle noch einmal eine Spielbank zu bauen. Wenn einmal eine spektakuläre Hochwasser-Katastrophe passieren kann, gibt es keinen Grund zu glauben, dass dies nicht auch noch einmal geschehen könnte. Im Moment gehen deswegen viele Beobachter davon aus, dass die Spielbank Bad Neuenahr nach über 70 erfolgreichen Jahren nicht mehr öffnen wird. Für die Diebe, die sich mitten in der Katastrophe bereichern wollten, spielt jedoch das historische Drama, das sich in der Spielbank zum gleichen Zeitpunkt abspielte, keine Rolle. Den Dieben ging es nur darum, sich persönlich am Schaden anderer zu bereichern. Das ist moralisch verwerflich und in jeder Hinsicht widerwärtig. Während der Flutkatastrophe haben viele Menschen ihr Leben verloren. Viele andere Menschen müssen in der Folge um ihre Existenz kämpfen.

Haftbefehle hat es im ersten Durchgang nur für zwei der drei Tatverdächtigen gegeben. Bei einem Tatverdächtigen fehlen derzeit wohl noch die Beweise, um eine Untersuchungshaft anzuordnen. Aber das könnte sich sehr schnell ändern, denn im Raum stehen Strafen wegen schweren Diebstahls. Bei diesem Vorwurf geht es dann nicht mehr um eine Geldstrafe, sondern um langjährige Haftstrafen. Zudem müssen die Täter befürchten, dass das zuständige Gericht es als besonders nachteilig bewerten könnte, dass die Täter während der Hochwasserkatastrophe aktiv waren. Nicht nur im betroffenen Gebiet dürfte den Bürgern dafür wohl jedes Verständnis fehlen. Die genauen Umstände und Hintergründe der Tat sind nicht öffentlich. Die Polizei möchte nicht zuletzt verhindern, dass es in ähnlichen Situationen zu Nachahmungstaten kommt. Aber Haftbefehle sind nur dann möglich, wenn es mehr als nur ein paar einfache Indizien gibt. Die drei Täter werden wahrscheinlich bereits bereuen, dass sie auf eine derart dämliche Idee gekommen sind. Auch wenn es sich um junge Menschen handelt, gibt es wohl keinen Grund für Nachsicht. Wer mitten in einer Hochwasserkatastrophe auf die Idee kommt, eine Spielbank auszurauben, sollte mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Nicht zuletzt sollte die Strafe auch mit Hinblick auf die abschreckende Wirkung bemessen werden.

Spielbanken und Spielhallen immer Ziel von Kriminellen

Es kommt erschreckend oft vor, dass Kriminelle versuchen, Spielhallen und Spielbanken zu überfallen. Die einfache Rechnung lautet dabei: In Spielhallen und Spielbanken wird viel Geld umgesetzt. Deswegen sollte es doch möglich sein, eine fette Beute zu erzielen. Die Realität ist aber oft anders. In Spielhallen und Spielbanken gibt es in der Regel Vorkehrungen, die dafür sorgen, dass vergleichsweise kleine Beträge verfügbar sind. In einer Spielhalle sollte es beispielsweise nicht möglich sein, mehr als einen vierstelligen Betrag zu erzielen. Wer das Risiko eingeht, wegen eines Raubüberfalls für mehrere Jahre in den Knast zu gehen, sollte vielleicht noch einmal über grundsätzliche Lebensentscheidungen nachdenken.

Auch Spielbanken, die zum Teil deutlich höhere Umsätze machen als Spielhallen, sorgen dafür, dass nicht ständig Bargeld in großen Mengen verfügbar ist. Deswegen schauen Diebe oft in die Röhre. Die Idee, eine Spielbank auszurauben, ist schon aufgrund der erheblichen Sicherheitsvorkehrungen meist zum Scheitern verurteilt. Selbst wenn ein Raub gelingen sollte, kommt die Polizei den Tätern meist sehr schnell auf die Schliche. Besondere Sicherheitsvorkehrungen konnte die Spielbank Bad Neuenahr mitten in der Hochwasser-Katastrophe selbstverständlich nicht umsetzen. Aber es spricht auch nicht gerade für die Intelligenz der Tatverdächtigen, dass sie geglaubt haben, mit dem Diebstahl von Jetons durchzukommen. Bei Bargeld wäre die Sache vielleicht anders ausgegangen. Aber angesichts der Dreistigkeit, mit der die Täter versucht haben, die Jetons zu Geld zu machen, wären sie wahrscheinlich auch mit einer Bargeld-Beute schnell aufgeflogen. Nicht nur, wenn es um Raubüberfälle geht, sind seriöse Online Casinos mittlerweile deutlich angenehmer für die Kunden als Spielhallen und Spielbanken. Beim Besuch in einem Online Casino kann der Spieler zu Hause auf dem Sofa sitzenbleiben.