Vier Glücksspielanbieter haben in Schweden zusammengeschlossen, um gemeinsam den Spielerschutz stärken. Den Glücksspielanbietern geht es bei diesem Projekt vor allem darum, Fakten zu vermitteln, die für die Glücksspiel-Fans in Schweden wichtig sind. Es ist bemerkenswert, dass sich die viele Glücksspielanbieter dazu berufen fühlen, dieses Projekt zu starten. Normalerweise sollte man erwarten, dass die der Staat dafür sorgt, dass alle Fakten zur Glücksspielregulierung klar und offen kommuniziert werden, da die Glücksspielregulierung eine staatliche Aufgabe ist. In jedem Fall ist es aber ein gutes Zeichen, dass in Schweden einige große Glücksspielanbieter dafür sorgen wollen, dass mehr Fakten in die Debatten um das Online-Glücksspiel kommen.

Glücksspielanbieter wollen Fakten sehen

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Der schwedische Online-Glücksspielverband BOS und vier schwedische Glücksspielanbieter haben sich zusammengetan, um den Spielerschutz in Schweden auf ein neues Niveau zu heben. Bei dem neuen Projekt geht es darum, wissenschaftlich basierte Fakten zugänglich zu machen. Mit der Kampagne „Fakta om spel“ sollen die Glücksspiel-Fans dazu in die Lage versetzt werden, sich selbst eine Meinung zu bilden. Für diesen Zweck ist eigens eine umfassende Webseite entwickelt worden, die viele kleine und große Fakten zur Glücksspielregulierung in Schweden enthält. Nicht nur für die Glücksspiel-Fans könnte die Webseite in Zukunft sehr nützlich sein. Auch die Journalisten, die sich mit dem Online-Glücksspiel näher befassen müssen, können davon profitieren, dass eine große Faktensammlung vorhanden ist und weiter ausgebaut wird. Es spricht für die vier beteiligten Glücksspielanbieter und den BOS, dass sich das Angebot auf nüchterne Fakten beschränkt. Zudem wird bei allen Fakten angegeben, aus welchen Quellen die Information stammen. Auch das ist wichtig, denn die Nutzer sollen die Möglichkeit haben, die Fakten selbst zu überprüfen. Bei der aktuellen Aktion geht es auch darum, das Image der Glücksspielbranche zu verbessern und das Vertrauen in die beteiligten Unternehmen zu stärken.

Die Glücksspielregulierung in Schweden ist für viele Glücksspielanbieter eine große Herausforderung. Seit 2019 ist es in Schweden möglich, Online-Glücksspiele zu vermarkten. Doch die Spielregeln haben sich im letzten Jahr aufgrund der Gesundheitskrise mehrfach verändert. Deswegen sind nicht alle Glücksspielanbieter damit zufrieden, wie die Situation im Moment ist. Aber vieles spricht dafür, dass sich langfristig ein gut funktionierender Glücksspielmarkt im Internet in Schweden etabliert. Die Nachfrage ist riesig. Im Moment besteht das größte Problem darin, die Glücksspiel-Fans in Schweden davon zu überzeugen, ausschließlich die legalen Angebote zu nutzen. Beim Kampf gegen den Schwarzmarkt ist die schwedische Regierung bislang nicht besonders erfolgreich. Allein die Hoffnung, dass es ausreiche, eine schwedische Lizenz zu präsentieren, um Glücksspiel-Fans davon zu überzeugen, dass das Angebot gut ist, hat sich nicht als wahr erwiesen. Viele Glücksspiel-Fans schauen vor allem, ob die Angebote attraktiv sind. In Schweden ist es aber so, dass auf dem Schwarzmarkt zum Teil deutlich attraktivere Angebote verfügbar sind. Beispielsweise gibt es ein Einzahlungslimit in den Online Casinos in Schweden. Bei vielen Anbietern auf dem Schwarzmarkt gibt es jedoch kein Einzahlungslimit in nennenswerter Höhe.

Informationen und Fakten statt Ideologie

Der schwedische Glücksspielmarkt im Internet ist streng reguliert. Die Glücksspielanbieter müssen zahlreiche Vorschriften beachten. Unter anderem gibt es eine nationale Sperrliste, auf der sich jeder schwedische Erwachsene registrieren lassen kann. Wer auf der Sperrliste steht, darf in Online Casinos nicht als Kunde akzeptiert werden. Darüber hinaus gibt es viele andere kleine und große Regelungen, die nicht ganz einfach umzusetzen sind. Aber in der Öffentlichkeit ist kaum bekannt, wie der Glücksspielmarkt im Internet unter der neuen Regulierung funktioniert. Bei den schwedischen Glücksspielanbietern, die sich für das aktuelle Projekt zusammengeschlossen haben, ist man zu der Überzeugung gekommen, dass legal operierende Unternehmen, die ein Angebot zur Verfügung stellen, für das eine große Nachfrage vorhanden ist, eine gute Öffentlichkeitsarbeit brauchen. Mit Fakten an die Öffentlichkeit zu gehen ist generell eine gute Idee. Vor allem haben die Kritiker der Glücksspiele, die sich vielleicht nicht immer im Detail auskennen, die Möglichkeit, ihre eigenen Vorteile und Einschätzungen zu überprüfen.

Am aktuellen Aufklärungsprojekt sind die Glücksspielanbieter William Hill, Betsson, LeoVegas und die Kindred Group federführend beteiligt. Diese Glücksspielanbieter sind auch in Deutschland bekannt und populär. Vielleicht wird es deswegen auch in Deutschland bald eine ähnliche Kampagne geben. Die Glücksspielbranche ist gut beraten, die Aufklärungsarbeit nicht allein den Glücksspielgegnern und den Politikern zu überlassen. Mit Fakten und nüchternen Analysen ist es möglich, die Glücksspielbranche vernünftig und ohne Ideologie darzustellen. Letztlich gibt es eine einfache Wahrheit, die sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder bestätigt hat, nicht nur in Schweden und Deutschland: Die Nachfrage nach Glücksspiel ist riesig. Deswegen ist es wichtig, ein gut kontrolliertes legales Angebot zu schaffen, mit dem die Nachfrage bedient wird. Genau das passiert in Schweden im Moment, auch wenn die Glücksspielbranche über die Details der Regulierung nicht besonders begeistert ist. Auch in Deutschland könnte die Glücksspielbranche davon profitieren, dass mehr Fakten in die Diskussionen kommen. Insbesondere sollte der Mythos, dass der beste Spielerschutz entsteht, wenn die legalen Angebote maximal reduziert werden, bekämpft werden. Das Ergebnis einer derartigen Politik ist praktisch überall, dass der Schwarzmarkt erheblich wächst.