Im Saarland hat eine Großrazzia stattgefunden, bei der zahlreiche Anbieter von illegalen Glücksspielen unangenehm aufgefallen sind. Insgesamt wurden 41 Immobilien bei der riesigen Aktion unter die Lupe genommen. Am Ende kam es zu drei Festnahmen und viele illegale Spielautomaten wurden von der Polizei beschlagnahmt. Nach Auskunft der Polizei geht es nicht nur um illegales Glücksspiel, sondern auch um gewerbsmäßigen und planmäßigen Betrug. Die Polizei hat ein Aufgebot von insgesamt 400 Beamten für die Großrazzia zusammengetrommelt. Neben Polizisten waren auch Steuerfahnder und Spezialkräfte beteiligt. An der Großrazzia im Saarland wird wieder einmal deutlich, dass das illegale Glücksspiel auch im landbasierten Geschäft energisch bekämpft werden muss.

Großrazzia im Saarland gegen illegale Glücksspielanbieter

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Es ist kaum zu glauben, aber die Polizei im Saarland hat in einer riesigen Aktion an 41 Standorten Betreiber von illegalen Glücksspielangeboten bei einer Razzia in Angst und Schrecken versetzt. Doch Mitleid mit den Anbietern der nicht zugelassenen Glücksspiele wäre unangebracht. Wenn sich die Vorwürfe der Polizei und der Staatsanwaltschaft bestätigen, handelt es sich um Kriminalität im großen Stil. Vieles spricht dafür, dass die Spielautomaten und andere Glücksspiele manipuliert waren. Es wird eine Weile dauern, bis alle Spielautomaten, Smartphones und Dokumente, die bei der Großrazzia sichergestellt werden konnten, ausgewertet worden sind. Da es sich eine lange vorbereitete Aktion handelt, die in Perl, Neunkirchen, Großrosseln-Naßweiler und Völklingen zeitgleich stattfand, dürfte es vor allem darum gegangen sein, Beweismaterial sicherzustellen für künftige Verfahren. Überraschend ist allenfalls, dass es nur zu drei Festnahmen gekommen ist bei der Razzia. Für den saarländischen Innenminister Klaus Bouillon war die Großrazzia ein voller Erfolg. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, werden am Ende die Gerichte entscheiden. Aber es ist bemerkenswert, mit wie viel Aufwand das Saarland gegen illegale Glücksspielanbieter bei der Razzia vorgegangen ist. Neben zahlreichen Einsatzkräften aus dem Saarland wurden auch viele Polizisten aus Baden-Württemberg für die Aktion abgestellt.

Die drei Männer, die bei der Razzia festgenommen worden sind, sollen die Drahtzieher sein. Angeblich soll es sich um Betreiber von Casinos und einen Automatenaufsteller handeln. Ob diese Information des Saarländischen Rundfunks richtig ist, bleibt abzuwarten. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, dürfte aber kein Weg an langjährigen Haftstrafen vorbeiführen. Immerhin geht es um Betrug im großen Stil. Illegales Glücksspiel ist in Deutschland streng verboten. Genau genommen ist sogar eine Pokerrunde mit Geldeinsätzen im privaten Wohnzimmer nicht zulässig. Wenn aber ein illegaler Glücksspielanbieter zahlreiche Kunden um das hart verdiente Geld bringt, ist das eine ganz andere Größenordnung. Am Ende wird es wie immer bei solchen Straftaten darum gehen, was die Behörden beweisen können. Es dürfte schon länger bekannt sein, dass es die illegalen Glücksspielangebote der drei Tatverdächtigen gibt. Wie könnte es auch anders sein? Auch illegale Glücksspielanbieter brauchen Kunden und diese Kunden verlieren meistens. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein illegaler Glücksspielring durch Hinweise enttäuschter Kunden bei der Polizei auffällt. Besonders nachhaltig ist das Geschäft mit illegalem Glücksspiel wohl nicht. Aber es ist möglich, innerhalb kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen, sodass es immer wieder Menschen gibt, die das Risiko eingehen, mit der Justiz in Konflikt zu kommen.

Spielautomaten mit manipulierter Software?

Seriöse Online Casinos müssen viel Aufwand betreiben, um den zuständigen Glücksspielbehörden Nachweise zu liefern, dass die Spiele korrekt und fair ablaufen. Auch die Betreiber von Spielhallen und Spielbanken müssen Zertifizierungen vorlegen, wenn sie Glücksspiele anbieten. Bei den illegalen Glücksspielanbietern im Saarland war die Sache jedoch ganz anders. Die Geräte hatten nicht nur keine gültigen Zertifizierungen. Alles deutet im Moment darauf hin, dass die Spielautomaten auch mit einer manipulierten Software ausgestattet waren. Diese Software sorgt dafür, dass die Spieler um ihre Einsätze gebracht wurden. Bei Glücksspielen ist es normal, dass die Bank einen Vorteil hat. Aber wenn die Spiele so manipuliert werden, dass der Vorteil der Bank wesentlich höher ist als gesetzlich zulässig, ist das ein Fall für die Gerichte. Es wird spannend sein zu sehen, wie die zuständigen Richter am Ende den Sachverhalt bewerten. Auch korrekt laufende Spielautomaten sind illegal, wenn keine Lizenz vorhanden ist. Aber wenn die Geräte zusätzlich manipuliert sind, sollte sich das auf die Höhe der Strafe auswirken.

Erste Hinweise auf illegale Glücksspielangebote hatte es bereits bei früheren Razzien in Großrosseln-Naßweiler gegeben. Die unmittelbare Nähe zu Frankreich könnte dazu geführt haben, dass die illegalen Anbieter das Glücksspiel besonders gut vermarkten konnten. Besonders unangenehm für die saarländische Polizei ist, dass eine Polizistin aus Völklingen am illegalen Glücksspiel beteiligt gewesen sein soll. Die genauen Hintergründe sind aber noch unklar. Es ist nicht sicher, ob sich die Höhe des Schadens, der mit dem illegalen Glücksspiel eingerichtet worden ist im Saarland, am Ende finanziell genau messen lässt. Vieles wird davon abhängen, welche Ergebnisse die Auswertungen der Spielgeräte bringen. Von früheren Verfahren, bei denen es ebenfalls um manipulierte Spielautomaten ging, lässt sich allerdings ableiten, dass sich am Ende zumindest gut abschätzen lassen dürfte, wie hoch der finanzielle Schaden für die Kundschaft war.