Die Online Casinos in der Schweiz sind in der Krise erheblich ausgebaut worden. Der Umsatzrückgang bei den stationären Glücksspielanbietern war währenddessen im Jahr 2020 erheblich. Die Spielbanken, die zusätzlich noch ein Online Casino vorweisen konnten, sind wesentlich besser durch die Gesundheitskrise gekommen als die rein landbasierten Anbieter. Das hat Folgen. Mittlerweile bauen auch die Spielbanken, die zu Beginn der Krise noch kein Online Casino hatten, mit Hochdruck die Online-Sparte aus. In der Krise hat sich gezeigt, dass die schweizerischen Glücksspiel-Fans gerne im Internet spielen, wenn attraktive Angebote verfügbar sind. Noch einmal wollen sich die Betreiber der schweizerischen Spielbanken nicht von einer Krise im stationären Geschäft überraschen lassen.

Interessante Umsatzzahlen der Schweizer Casinos im Jahr 2020

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Der Umsatz der landbasierten Schweizer Casinos ist im Jahr 2020 um 39,1 Prozent zurückgegangen. Immerhin konnten die stationären Glücksspielanbieter 452 Millionen Franken Umsatz erwirtschaften. Allerdings ist das keine gute Nachricht, denn in der Geschichte der schweizerischen Casinos hat es noch nie einen derart niedrigen Jahresumsatz gegeben. Allerdings ist bemerkenswert, dass die Online Casinos sehr gut gelaufen sind. In den Online Casinos wurde ein Umsatz von 186,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Somit konnten die Spielbanken insgesamt einen Umsatz von 638,8 Millionen Franken erzielen. Ohne das Online-Glücksspiel wäre die Glücksspielbranche noch heftiger unter die Räder gekommen. Der Anstieg beim Online-Glücksspiel ist bemerkenswert, denn im Jahr 2019 lag der Umsatz bei beschaulichen 23,5 Millionen Franken. Die Steigerung im Jahr 2020 dürfte maßgeblich damit zusammenhängen, dass die Gesundheitskrise dafür gesorgt hat, dass die landbasierten Spielbanken für viele Glücksspiel-Fans nicht attraktiv waren. Teilweise waren auch die Schweizer Spielbanken komplett geschlossen. Gute Einnahmen hatten in der Krise nur die Spielbanken, die auch ein Online Casino anbieten konnten. Somit hat nicht die ganze Branche um von den Online-Glücksspielen profitieren können.

In der Schweiz können nur die Betreiber der Spielbanken eine Konzession für ein Online Casino bekommen. Im Jahr 2019, als die neue Glücksspielregulierung eingeführt wurde, gab es nur wenige Spielbanken-Betreiber mit einem Online Casino. Die Qualität der Online Casinos in der Schweiz war im Jahr 2019 bestenfalls mäßig. Im letzten Jahr hat sich das jedoch ein Stück weit geändert, auch weil es einigen Spielbanken gelungen ist, namhafte Spielehersteller davon überzeugen, in der Schweiz aktiv zu werden. Unter anderem können die schweizerischen Glücksspiel-Fans auch die Novoline Spielautomaten von Novomatic spielen. Somit ist nicht nur die Nachfrage nach Online-Glücksspiel deutlich gestiegen. Auch die Qualität des Angebotes ist in den meisten Online-Spielbanken deutlich nach oben gegangen. Somit waren die Voraussetzungen gut für die Spielbanken, die ein starkes Online Casino in der Schweiz im letzten Jahr hatten. Dahingegen mussten die Glücksspielanbieter ohne Online-Sparte in die Röhre schauen. Das Ergebnis ist, dass nun fast alle Spielbanken-Betreiber, die noch kein Online Casino hatten oder nur ein mäßiges Angebot zur Verfügung stellen konnten, viel Geld investieren, um den Rückstand aufzuholen.

Mit Online Casinos besser durch die nächste Krise

In der Schweiz gibt es eine besondere Situation, weil nur die Betreiber der Spielbanken Online Casinos betreiben dürfen. Zwar gibt es auch einen Schwarzmarkt, aber in der Krise hat sich gezeigt, dass viele schweizerische Glücksspiel-Fans dann doch die legalen Glücksspielangebote bevorzugen. Eine interessante Frage wird sein, wie sich der Online-Glücksspielmarkt weiter entwickeln wird. Werden die Glücksspiel-Fans in Zukunft wieder überwiegend oder sogar ausschließlich in die Spielbanken gehen? Oder sind viele schweizerische Casino-Fans auf den Geschmack gekommen und spielen in Zukunft mehr oder ausschließlich online? Ähnliche Fragen stellen sich in vielen anderen Ländern. Aber in der Schweiz können die Spielbanken davon profitieren, dass die Auswahl an Online Casinos auch bei einem optimalen Ausbau relativ klein bleibt. Zudem sind gerade die Spielbanken qualitativ auf einem hohen Niveau und bieten eine Atmosphäre, die es im Internet nicht geben kann.

Die Glücksspielanbieter, die frühzeitig auf Online-Glücksspiele gesetzt haben, sind nicht nur gut durch die Krise gekommen. Einige Anbieter konnten auch ihren den Marktanteil deutlich ausbauen. Den Casinos in Davos, Interlaken, Pfefferkorn, Baden und Luzern ist sogar das Grundstück gelungen, über das Online-Angebot die Ausfälle aus dem stationären Geschäft zu übertreffen. Ob das auch gelungen wäre, wenn alle Spielbanken ein Online Casino in hoher Qualität zur Verfügung hätten stellen können, sei einmal dahingestellt. Aber völlig klar ist, dass kein Spielbanken-Betreiber in der Schweiz bei einer ähnlichen Krise noch einmal dadurch auffallen möchte, dass es kein gutes Online-Glücksspielangebot gibt. Auch in vielen anderen Ländern waren die Online-Glücksspielanbieter die Gewinner der Krise. Das landbasierte Glücksspiel erholt sich langsam wieder, auch weil die Nachfrage nach Spielhallen und Spielbanken nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland hoch ist. Aber in der Gesundheitskrise ist deutlich geworden, dass die Online-Konkurrenz auch auf einem hohen Niveau unterwegs ist. Auch in Deutschland werden viele Glücksspielanbieter überlegen müssen, ob sie nicht neben den stationären Angeboten auch das Online-Glücksspiel ausbauen. In Deutschland dürfte das einfacher sein als in der Schweiz, da jedes seriöse Unternehmen eine Lizenz für ein Online Casino bekommen kann.