Hölle Games ist ein deutscher Spielehersteller, der auf dem neu regulierten deutschen Glücksspielmarkt durchstarten möchte. Wir hatten die Gelegenheit, mit Robert Lenzhofer, dem CEO und Mitgründer von Hölle Games zu sprechen. Besonders spannend sind die Ausführungen von Robert zum Bonus Spin, einem exklusiven Feature von Hölle Games. Mit dem Bonus Spin will Hölle Games die negativen Folgen der umstrittenen Glücksspielsteuer für die Casino-Kunden und die Casino-Betreiber ausbremsen. Klingt spannend? Finden wir auch! Hier ist unser Gespräch mit Robert Lenzhofer: 

Hölle Games

CB360: Hallo Robert, du bist einer der Gründer von Hölle Games, einem innovativen jungen deutschen Spielehersteller. Wir freuen uns sehr, dass du in deinem eng getakteten Terminplan Zeit für uns gefunden hast. Die neue Glücksspielregulierung in Deutschland verändert einiges, aber gerade für deutsche Unternehmen gibt es attraktive neue Chancen. Im Moment ist neben einer Aufbruchstimmung in der Branche auch viel Hektik zu spüren, da die Casinos und die Spielehersteller sich an den neuen Markt anpassen müssen. Hast du viel Schlaf bekommen seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags

Robert: Es waren und sind definitiv turbulente Zeiten im Moment! Ich denke, wir hatten es doch um einiges einfacher als andere, da Hölle Games ein neues Studio ist. Wir mussten uns nicht damit befassen, wie wir alte Spiele „retten“ oder „umbauen“, um mit der deutschen Regulierung konform zu sein. Wir haben alle unsere Spiele neu entwickelt mit der deutschen Regulierung im Blick.

CB360: Wir beobachten schon seit einer Weile Hölle Games mit großem Interesse und freuen uns, dass wir auf dem neu regulierten Glücksspielmarkt mit euch zusammenarbeiten können. Wie seid ihr auf CasinoBonus360.de aufmerksam geworden und welche Erfahrungen habt ihr bisher mit unserer Seite gemacht?

Robert: Vielen Dank für die netten Worte. Wir sind einfach froh, wenn wir in der deutschen Glücksspielbranche, in welcher Weise auch immer, einen positiven Beitrag leisten können. Mir wurde CasinoBonus360.de aus meinem vertrauten Netzwerk vor Kurzem empfohlen und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit CasinoBonus360.de! 

Hölle Games ist moderne All-Remote-Firma 

CB360: Dann fangen wir doch einfach mal mit den Fakten an. Wann ist Hölle Games gegründet worden? Wer hat Hölle Games gegründet? Wo ist der Firmensitz? Wie viele Angestellte habt ihr?

Robert: Hölle Games wurde erst vor kurzem gegründet, im September 2020. Wir sind fünf Gründer und sind als Team komplett aufgestellt: Rafael Razim ist verantwortlich für die Plattform, David Dunnings für die Games-Entwicklung, Alexandru Goran für Artwork & UI/UX, Rowan Jenkins für Product & Operations und ich bin der CEO der Firma und kümmere mich aktuell vor allem um Sales und Marketing, aber auch um Legal und Finance.

Wir haben formal unseren Sitz in Berlin, allerdings sind wir eine All-Remote-Firma, das heißt wir haben kein Büro und werden auch aller Wahrscheinlichkeit nach nie ein Büro haben. Jeder kann von überall arbeiten, sei es von zu Hause, in einem Co-Working-Space oder sonst wo. Wir sind große Verfechter dieser Arbeitsweise und dies nicht nur wegen der Pandemie, sondern wir haben uns schon vor der Pandemie viel mit diesem Thema auseinandergesetzt. Im Ausgleich, und damit sich alle doch in gewisser Regelmäßigkeit sehen können, planen wir, dass die Firma rund alle drei Monate ein Company-Event über mehrere Tage oder eine ganze Arbeitswoche macht. 

Hölle Games soll organisch wachsen – Spiele mit Deutschland-Bezug

Holla die Waldfee Hölle Games

CB360: Wie schnell soll euer Portfolio wachsen? Wie viele Spiele werdet ihr 2021 und 2022 herausbringen? 

Robert: Wir haben vor in weiterer Folge rund ein Spiel alle 8 bis 10 Wochen herauszubringen. Aber wir wollen uns da auch nicht ganz so festlegen da wir noch sehr jung sind und unser Team noch sehr kompakt.

CB360: Wie sieht eure Philosophie beim Entwickeln von Spielen aus? Wie kommt ihr von der Idee zum fertigen Produkt? Habt ihr einen Portfolio-Plan für die nächsten Monate/Jahre? 

Robert: Wir wollen mit unseren Spielen als deutsches Studio wahrgenommen werden. Das heißt, alle Spiele, die wir aktuell produzieren haben in gewisser Art und Weise einen Deutschland-Bezug. Dies passiert einerseits, indem wir sehr populäre Themen und Spielmechaniken, die es bereits im Markt gibt, neu interpretieren. Ein gutes Beispiel ist ein klassisch angehauchter Spielautomat wie „Fruits XL“, der gut zu den Gewohnheiten und Vorlieben vieler deutscher Spieler passt. 

Auf der anderen Seite haben wir uns gefragt, welche Spiele auf dem deutschen Markt fehlen. Hierfür kommt vor allem unsere Premium-Serie zum Zug. Deutsche Kunden mögen deutsche Produktnamen. Das sieht man zum Beispiel auch sehr stark im E-Commerce. Deswegen haben wir uns gute Namen überlegt, die zum Thema Glücksspiel und zu unseren Spielideen passen. Diese Namen haben wir namensrechtlich schützen zu lassen, damit wir einen exklusiven Vorteil haben. Der nächste Titel in unserem Premium-Segment ist zum Beispiel „Holla die Waldfee“. Bereits in Arbeit sind die Spielautomaten „Siegfried der Drachentöter“, „Frau Holle“ und „Himmel und Hölle“. Für all diese Titel haben wir europäischen Namensschutz erhalten. Spiele mit diesen Titeln wird es deswegen nur von Hölle Games geben.

Hölle Games bald in vielen Online Casinos mit deutscher Lizenz

CB360: Mit welchen Casinos arbeitet ihr denn schon zusammen? Wo können die Casino-Fans die Hölle Games finden?

Robert: Wir sind ein junges Studio und deshalb geht es erst jetzt Zug um Zug los bei uns. Wir haben viele Partner, die im Juli und im August live gehen werden. Im deutschen Markt ist der bekannteste Partner, den wir haben, Löwen Play Online (Löwen Entertainment). Im neuen Online Casino von Löwen Play können die Kunden alle Slots von Hölle Games spielen.

Deutsche Glücksspielsteuer hat Glücksspielbranche geschockt

CB360: Die neue Glücksspielsteuer steht seit der Einführung am 1. Juli 2021 in der Kritik. Von jedem Spieleinsatz muss der Glücksspielanbieter eine Steuer in Höhe von 5,3 Prozent abführen. Bei den üblichen Auszahlungsquoten von 94-97 Prozent ist das ein großes Problem für die Casino-Betreiber. Wie siehst du die neue Glücksspielsteuer und welche Lösung bietet ihr euren Kunden an?

Robert: Ja, das war schon ein Schock für die Branche.

Für die Leser, die das Thema noch nicht oder nicht gut kennen, ganz kurz erklärt. In den EU-Ländern und auch in den meisten anderen Ländern der Welt ist die GGR-Besteuerung der Standard beim Glücksspiel. GGR ist der Gross Gaming Revenue oder, auf Deutsch, der Bruttospielertrag. Das sind die Einnahmen des Betreibers durch die Spieleraktivität. Die Rechnung ist ganz einfach: Vom Spieleinsatz wird der Gewinn des Spielers abgezogen, um den Bruttospielertrag zu erhalten. Die neue Glücksspielsteuer in Deutschland führt dazu, dass eine Steuer von rund 125 Prozent auf den Bruttospielertrag anfällt, jedenfalls wenn man die bisher üblichen Auszahlungsquoten als Basis nimmt. Der Gesetzgeber besteuert nicht die Einnahmen, sondern den Spieleinsatz, und zwar so hoch, dass bei den im Markt üblichen Spielautomaten die Einnahmen des Betreibers bei jeder Wette negativ sind. Der Glücksspielanbieter verliert also Geld in der Kombination alte Auszahlungsquoten und neue Glücksspielsteuer.

Deswegen müssen die Spielehersteller und die Casino-Betreiber eine Lösung finden. Die bisher vorherrschende Antwort auf dieses Thema lautet: Die Auszahlungsquote der Spielautomaten muss gesenkt werden, und zwar so weit runter, dass der Betreiber profitabel arbeiten kann. Zudem muss aber gewährleistet werden, dass den Kunden auch in Zukunft das gewohnte Spielerlebnis geboten wird, da sich ansonsten eine Abwanderung in den Schwarzmarkt kaum verhindern lässt. Die Anbieter auf dem Schwarzmarkt zahlen die Glücksspielsteuer nicht und können deswegen die alten Auszahlungsquoten beibehalten. Dadurch entsteht ein struktureller Vorteil für den Schwarzmarkt. Genau das ist der Kern der Kritik an der neuen Glücksspielsteuer, die übrigens auch von vielen Experten außerhalb der Glücksspielbranche geteilt wird.

Genialer Bonus Spin von Hölle Games – Wunderwaffe gegen Glücksspielsteuer?

Aber es gibt einen Ausweg! Wir bei Hölle Games haben eine mit den deutschen Regeln konforme Lösung gefunden, die das Steuerproblem elegant löst. Zuerst ist wichtig zu verstehen, dass der Spieleinsatz in jeder einzelnen Spielrunde besteuert wird. Wir haben uns gefragt: Wie können wir das Spielerlebnis und die erlebte Auszahlungsquote auf dem gewohnten Niveau halten, aber gleichzeitig steuerschonend agieren? 

Wir wissen, dass Gewinne, die der Einsatzhöhe entsprechen, fast immer sofort wieder eingesetzt werden. Ein einfaches Beispiel: Ein Casino-Kunde spielt einen Slot mit 1 Euro Einsatz und gewinnt 1 Euro. Dieser 1 EUR wird in der Regel nochmal eingesetzt, auch weil das Auszahlungslimit in den Online Casinos bei mindestens 10 Euro liegt. Wir haben auf der Basis dieser Grundannahme eine Spielmechanik entwickelt, die wir „Bonus Spin“ nennen. Bei einem Bonus Spin werden die Kleingewinne in Form von Bonus Spins ausgezahlt und bleiben dadurch in der gleichen Spielrunde. Somit findet keine Besteuerung statt, denn der Gewinn landet nicht auf dem Spielkonto.

Durch diesen besonderen Kniff gibt es eine niedrige mathematische Auszahlungsquote, aber eine hohe erlebte Auszahlungsquote. Wir sprechen vom xRTP-Wert (Experienced Return to Player). Der Clou dabei ist: Der Bonus Spin erhält das gewohnte Spielerlebnis, erlaubt dem Casino-Betreiber aber zugleich, trotz der neuen Glücksspielsteuer profitabel zu arbeiten.

Ein praktisches Beispiel, damit es nicht zu kompliziert wird:  Wir erreichen durch den Bonus Spin mit unserem Spiel „Bells XL“ eine mathematische Auszahlungsquote von 88 Prozent und eine erlebte Auszahlungsquote (xRTP) von 94 Prozent. Besonders wichtig: Unsere Spiele sind regelkonform und erfüllen alle Vorgaben aus dem Glücksspielstaatsvertrag. Das ist selbstverständlich auch für die Casino-Betreiber wichtig, die unsere Spielautomaten in ihrem Portfolio haben.

Der Bonus Spin ist so in unsere Spiele eingebaut, dass der gesamte Ablauf selbsterklärend ist. Auch Casino-Anfänger, die vielleicht aufgrund der neuen Glücksspielregulierung zum ersten Mal in einem Online Casino spielen, müssen keine Bedenken haben. Wichtig ist für den Spieler vor allem: Die Slots von Hölle Games bieten ein herausragendes Spielerlebnis, das nicht durch die Glücksspielsteuer beeinträchtigt wird. Wir sind davon überzeugt, dass wir dadurch einen echten Vorteil auf dem deutschen Glücksspielmarkt haben.

CB360: Habt ihr Angst, dass die Konkurrenz euren Bonus Spin kopiert? 

Robert: Wir denken und hoffen sogar, dass der Bonus Spin von vielen anderen Anbietern kopiert wird. Letztlich profitieren alle Marktteilnehmer, also die Casino-Betreiber, die Spielehersteller, aber vor allem auch die Glücksspiel-Fans in Deutschland, wenn ein attraktiver Glücksspielmarkt mit vielen hochwertigen Angeboten entsteht. Eines ist sicher: Alle Spielehersteller müssen sich etwas für den deutschen Markt und Ihre Spielautomaten einfallen lassen, denn die neue Glücksspielsteuer wird nicht so schnell verschwinden.

Wir sind davon überzeugt, dass wir eine Top-Lösung mit dem Bonus Spin haben. Deswegen wäre es eine Überraschung, wenn andere Spielehersteller diese Lösung nicht kopieren würden. Einfach nur die Auszahlungsquote zu senken oder eine Gebühr einzuführen, um die Steuer auf den Kunden abzuwälzen, kommt für uns nicht in Frage. Wir glauben, dass die Spiele attraktiv bleiben müssen, denn sonst werden viele Casino-Spieler den Schwarzmarkt bevorzugen.

Mit dem brillanten Bonus Spin kann Hölle Games in Deutschland durchstarten

CB360: Der Bonus Spin könnte sich zu einem echten Vorteil gegenüber anderen Spieleherstellern entwickeln, zumindest für eine ganze Weile. Gibt es diese innovative Spielmechanik in allen Slots von Hölle Games?

Robert: Ja, aktuell gibt es diese innovative Spielmechanik in allen Spielautomaten von Hölle Games. Wir sind aber erst seit dem 1. Juli online mit unseren Bonus Spin Slots und wollen uns genau ansehen wie die Spielmechanik von Casino-Kunden und den Casino-Betreibern angenommen wird. Ich kann schon so viel verraten: Die Zahlen der ersten Tage seit dem Start der neuen Glücksspielregulierung sehen sehr gut aus. Wir sind sehr optimistisch, dass die Slots von Hölle Games sehr gut von den Kunden angenommen werden.

Kartenrisiko und Risikoleiter – Hölle Games hat auch Risikospiele

CB360: Der Bonus Spin ist ein Feature, das als Reaktion auf die neue Glücksspielregulierung entstanden ist. Habt ihr auch schon andere Features, die es exklusiv bei Hölle Games geben wird. Oder gibt es schon konkrete Pläne für solche Features? In Deutschland sind zum Beispiel Risikospiele wie das Kartenrisiko und die Risikoleiter sehr beliebt. Wird es so etwas auch bei Hölle Games geben?

Robert: Ja, genau, wir haben den Bonus Spin speziell für den deutschen Markt entwickelt. Es wird im Markt wohl einige verschiedene Lösungen geben und wir sind bereit für den Wettbewerb. Aber wir sind auch selbstbewusst genug, um zu sagen: Wir haben mit dem Bonus Spin die beste Lösung im Hinblick auf die Glücksspielsteuer für den neuen deutschen Glücksspielmarkt entwickelt.

Zu den Risikospielen: Wir bieten in allen unseren Spielen die beliebten Risikospiele an. Das Kartenrisiko und die Risikoleiter gibt es also bei uns auch. Wir haben die Risikoleiter allerdings etwas anders gestaltet als unsere Mitbewerber. Bei unserer Variante gibt es drei Leben, so wie bei vielen Videospielen. Dadurch wird der Ablauf bei der Risikoleiter etwas einfacher, gerade auch für die vielen Glücksspiel-Fans, die nicht in den letzten Jahrzehnten die Risikoleiter in allen Varianten bereits gespielt haben. Für die erfahrenen Casino-Spieler ist unsere neue Risikoleiter eine schöne Abwechslung. 

Seriös aufgestellt mit anerkannten Zertifizierungen

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CB360: Gibt es für Hölle Games als Spielehersteller bereits konkrete Anforderungen durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag, zum Beispiel in Form von Zertifizierungen? Wisst ihr schon konkret, was die zuständigen Behörden von euch erwarten?

Robert: Die wesentlichen Regelungen, welche die Spielehersteller betreffen, entnehmen wir aktuell dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, dem Umlaufbeschluss vom September 2020 und dem neuen Rennwett- und Lotteriegesetz, mit dem die Glücksspielsteuer eingeführt worden ist.

Es ist im Moment tatsächlich unklar, wie ein Spiel für den deutschen Glücksspielmarkt zertifiziert werden muss. Die meisten Betreiber lassen ihre Spiele allerdings ohnehin von einer unabhängigen Stelle zertifizieren, sodass eine gute Basis vorhanden ist. Es ist aber noch nicht bekannt, welche Zertifizierungen von den deutschen Behörden anerkannt werden. Das einzig Neue, was ich in den letzten Wochen wahrgenommen habe, ist, dass bestehende Spiele-Zertifikate von einem zertifizierten Übersetzer auf Deutsch übersetzt werden müssen. Wir haben das bereits getan und geben diese Übersetzungen an unsere Partner weiter.

CB360: Welcher Zertifizierungen und Lizenzen habt ihr schon? Und gibt es Pläne, weitere Zertifizierungen und Lizenzen zu beantragen?

Robert: Wir haben eine Zertifizierung nach ISO 27001, auf die wir sehr stolz sind. Diese ISO-Zertifizierung ist notwendig, um in den Schweizer Markt einzusteigen. Zudem haben wir kurz vor unserem Gespräch die MGA-Lizenz (Malta Gaming Authority) erhalten. Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Wir wollen vor allem in Kontinentaleuropa wachsen und blicken daher in Richtung aller regulierten Märkte in dieser Region.

EU-Lizenz der Malta Gaming Authority – wichtig auch für deutschen Markt

CB360: Wir gratulieren euch zur Lizenz der Malta Gaming Authority. Viele deutsche Glücksspiel-Fans wissen, dass diese EU-Lizenz auch von zahlreichen Online Casinos in Deutschland seit Jahren genutzt wird. Kannst du uns etwas über das Lizenzverfahren erzählen? 

Robert: Danke! Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die Lizenz der MGA (Malta Gaming Authority) erhalten haben. Ich habe fast den vollständigen Lizenzierungsprozess selbst erledigt und es war sehr spannend, hautnah mitzuerleben, was alles hinter so einem Verfahren steckt. Die Insel Malta hat einen guten Ruf bei Urlaubern, ist aber auch als wichtiger EU-Standort für Glücksspielanbieter und Unternehmen, die von niedrigen Steuern profitieren vollen, bekannt. 

Ich bin beeindruckt, wie professionell, transparent und sauber die MGA arbeitet. Das konnte ich bei unserem Lizenzverfahren direkt erleben. Es ist schade, dass viele Malta-Kritiker nicht wissen, wie hochwertig und anspruchsvoll der Lizenzierungsprozess der Malta Gaming Authority ist. Wir müssen sehr hohe Standards bei der Information Security einhalten (im Prinzip die gleichen hohen Anforderungen wie bei der ISO 27001 Zertifizierung). 

Alle fünf Gründer von Hölle Games wurden als Anteilseigner von der maltesischen Glücksspielbehörde gründlich durchleuchtet. Die notariell beglaubigte Passkopie war dabei noch die einfachste Anforderung. Wir mussten finanzielle Details aller Anteilseigner zur Verfügung stellen. Darüber hinaus mussten wir sogar die Namen von Familienmitgliedern angeben, denn die MGA macht Criminal Probity Checks nicht nur bei den Anteilseignern, sondern bei allen Personen, die potenziell profitieren könnten von den Geschäften des Lizenznehmers.

Schließlich wurden unsere technischen Systeme von einer unabhängigen Stelle im Detail geprüft. Die Lage und die genauen Spezifikationen unseres Rechenzentrums wurden detailliert ermittelt. Die MGA wollte sogar wissen, wir die Daten-Replikation bei den Transaktionsdaten exakt abläuft, wenn die Daten zwischen zwei physisch getrennten Rechenzentren transferiert werden. Wir mussten das sogar in einer Live-Demonstration belegen!  

Viele Glücksspielanbieter in Europa haben eine Lizenz der Malta Gaming Authority. Aber nur wenige Glücksspiel-Fans und Journalisten wissen, wie streng und seriös diese Glücksspielbehörde vorgeht. Nach unserem aufwendigen Lizenzierungsverfahren kann ich aus eigener Hand berichten, dass viel Arbeit erforderlich ist, um diese Lizenz zu bekommen. Nur ein seriös aufgestelltes Unternehmen hat überhaupt eine Chance, die MGA-Lizenz zu erhalten.

Wir sind stolz darauf, dass wir diese wichtige Compliance-Hürde genommen haben. Gerade für einen jungen Spielehersteller wie Hölle Games ist das Lizenzverfahren mit einigen Herausforderungen verbunden. Unsere großen Konkurrenten haben für Lizenzanträge eigene Abteilungen. Bei Hölle Games fällt diese Aufgabe mir als CEO zu. Und was soll ich sagen? Ich bin sehr stolz, dass ich für unser Unternehmen das Lizenzverfahren der MAG erfolgreich abwickeln konnte.

CB360: Warum habt ihr die Malta-Lizenz beantragt? Welche Bedeutung hat die MGA-Lizenz für Hölle Games?

Im Moment gibt es noch keine deutschen Lizenzen. Es ist auch noch unklar, welche Compliance-Anforderungen für Spielehersteller auf dem deutschen Markt gelten werden. Deswegen hilft uns die EU-Lizenz vor allem während der Übergangsregelung in Deutschland sehr. Wenn wir mit Casino-Betreibern verhandeln, ist es wichtig, dass wir eine anerkannte EU-Lizenz haben. Wie sich die Situation durch die deutschen Lizenzen verändert, werden wir genau beobachten. Hölle Games ist auf den deutschen Markt ausgerichtet und wir werden alle Anforderungen erfüllen, die von den zuständigen Behörden an Spielehersteller gestellt werden.

Eine interessante Randbemerkung noch. Die maltesische Glücksspielbehörde hat erst kürzlich den Mindest-RTP (Return to Player) auf 85 Prozent gesenkt. Nicht jeder hat verstanden, warum das nötig war. Doch ich bin davon überzeugt, dass dieser Schritt der MGA erfolgt ist, weil man dadurch den Lizenznehmern die Möglichkeit gibt, die Spiele für den deutschen Markt anzupassen. Offiziell wurde die Änderung aber damit begründet, dass der Mindest-RTP für Online-Slots an den Mindest-RTP für Offline-Slots angepasst werden sollte. Wie wir schon besprochen haben, führt die Glücksspielsteuer dazu, dass die Auszahlungsquote bei den Spielautomaten gesenkt werden muss. Mit dem alten Mindest-RTP wäre es nicht möglich, auf dem deutschen Markt Spielautomaten mit einer MGA-Lizenz während der Übergangsregelung mit angepassten Auszahlungsquoten anzubieten.

Wie viele andere Unternehmen in der Glückspielbranche wissen wir auch nicht, wie sich der deutsche Markt entwickeln wird. Aber wir sind sicher, dass die MGA-Lizenz relevant bleiben wir in vielen europäischen Märkten. Wir dokumentieren mit der Malta-Lizenz, dass wir uns an die geltenden Regeln halten und dazu in der Lage sind, anspruchsvolle Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Dass wir ganz nebenbei mit den Bonus Spins auch noch eine hervorragende Anpassung an die deutsche Glücksspielregulierung entwickelt haben, komplettiert für uns das Bild. Die Kombination aus unseren innovativen Bonus Spins und der renommierten MGA-Lizenz kann im Moment kein anderer Spielehersteller auf dem deutschen Markt bieten. 

Innovativer Spielehersteller in Deutschland – starke Gründungsidee!

CB360: Wie kommt man denn auf die Idee in Deutschland ein Unternehmen zu gründen, das Spiele für Online-Casinos entwickelt? Und welche Rolle hat der Glücksspielstaatsvertrag, der Online-Casinos mit deutscher Lizenz erstmals möglich macht, bei eurer Firmengründung gespielt?

Robert: Ich bin ursprünglich aus Österreich und habe 2001 als Produktmanager bei bwin in Wien gearbeitet. Damals schon war Deutschland ein Thema für bwin. Allerdings gab es im deutschen Markt immer große rechtlichen Hürden. In den letzten zwei Jahrzehnten gab es ein ständiges Hin und Her zwischen europäischem Recht, nationalem Recht und, speziell in Deutschland, auch noch regionalen Unterschieden (Bundesländer). Ich kann mich erinnern daran, dass im Jahr 2006 in Deutschland eine Privatperson (für ein paar Stunden) festgenommen wurde, weil sie ein T-Shirt von bwin trug. Dabei handelte es sich um einen Merchandise-Artikel von einer Sportveranstaltung. Nicht nur Kunden, sondern auch Behörden und Exekutive waren damals immer wieder aufs Neue verwirrt von den verschiedenen Signalen, die von der Politik kamen. Was ist nun erlaubt und was nicht? So richtig klar war das lange nicht.

Es gab speziell im Jahr 2006 eine sehr negative Berichterstattung in Deutschland über Sportwetten und speziell auch über den damaligen Marktführer bwin. Das Angebot von bwin und vielen anderen im Markt wurde von den meisten deutschen Medien immer sehr klar als „illegal“ dargestellt. Allerdings war die Wahrheit natürlich komplexer, da EU-Recht ja über deutschem Recht steht und diese Anbieter mit einer EU-Lizenz in Deutschland aufgetreten sind. 

Als im März 2020 der neue Glücksspielstaatsvertrag veröffentlicht wurde, war das für mich persönlich schon mal sehr interessant, weil ich diese Spannung zwischen privaten Anbietern und dem deutschen Markt so lange miterlebt hatte. Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist ein extrem spannender Meilenstein, da wir durch dieses Gesetzeswerk seit dem 1. Juli 2021 in Deutschland erstmals einen klar definierten rechtlichen Rahmen haben, um Online-Sportwetten, Online-Poker und Online-Glücksspiele anzubieten. 

Nach 20 Jahren in der Branche war dann tatsächlich der neue Glücksspielstaatsvertrag der Anlass, darüber nachzudenken, etwas eigenes und Neues im deutschen Markt zu machen. Es gibt viel Negatives über den Glücksspielstaatsvertrag zu sagen, aber es gibt auch eine positive Seite: Weil nun endlich Rechtssicherheit vorhanden ist, gibt es für die deutschen Medien keine journalistische Möglichkeit mehr, das ganze Thema als illegal zu deklarieren. Dadurch wird sich auch die Wahrnehmung der Kunden und der potenziellen Kunden verändern. 

Allerdings ist es so, dass die neue deutsche Glücksspielregulierung sehr restriktiv ist. Mit den Regeln, die eingeführt worden sind, ist der deutsche Online-Glücksspielmarkt der strengste in ganz Europa. Wenn es die zuständigen Behörden schaffen, die illegalen Anbieter wirkungsvoll vom Markt zu verdrängen, haben wir in Deutschland einen legalen Glücksspielmarkt mit guten Chancen für seriöse Unternehmen wie Hölle Games. Auch wichtig: Wenn die Schwarzmarkt-Bekämpfung gut gelingt, wird der Spielerschutz in Deutschland auf europäischem Top-Niveau sein. Allerdings sind wir an dieser Stelle noch skeptisch, denn es nicht einfach, illegale Glücksspielanbieter, zum Beispiel Offshore-Casinos, effektiv zu bekämpfen. In jedem Fall haben die zuständigen Behörden noch viel Arbeit vor sich.

Ich habe die Hoffnung, dass die Umsatzverluste, die durch die neue Regulierung wohl unweigerlich entstehen werden, durch eine wachsende Spielerbasis kompensiert werden. So mancher Glücksspiel-Fan wird wohl demnächst zum ersten Mal überhaupt im Internet spielen, wenn es Online Casinos mit deutscher Lizenz gibt. Besonders schön wäre es für uns natürlich, wenn die ersten Erfahrungen dann mit den Spielautomaten von Hölle Games stattfinden.

CB360: Robert, wir danken dir für die sehr ausführlichen und erhellenden Ausführungen. Dir und deinen Mitgründern wünschen wir viel Erfolg mit Hölle Games. Wir von CasinoBonus360.de freuen uns sehr, dass es einen jungen Spielehersteller gibt, der mit innovativen Ideen und viel Elan den neuen Glücksspielmarkt erobern will.