Gamstop leistet einen wichtigen Beitrag zum Spielerschutz in Großbritannien. Das Unternehmen dokumentiert in einem aktuellen Bericht, wie gut der Spielerschutz auf der Basis von individuellen Spielersperren funktioniert. Gamstop ermöglicht es allen Erwachsenen in Großbritannien, eine Selbstsperre vorzunehmen. Die teilnehmenden Online Casinos verpflichten sich, die Spieler, die auf der Liste von Gamstop stehen, nicht als Kunden zu akzeptieren. Das System Gamstop ist enorm erfolgreich. Viele Problemspieler können sich durch die Selbstsperre schützen. Auch in Deutschland wird die Selbstsperre in Zukunft eine wichtige Rolle spielen beim Spielerschutz, denn in Deutschland wird mit der neuen Glücksspielregulierung eine nationale Spielersperrdatei eingerichtet.

Gamstop leistet Hilfe zur Selbsthilfe

Spielerschutz Online Casino

Für viele britische Problemspieler war Gamstop in den letzten Jahren entscheidend, um das Spielproblem in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ungefähr 82 Prozent der Spieler, die bei Gamstop auf der Sperrliste stehen, entweder komplett damit aufhören zu spielen oder aber den Spielkonsum erheblich einschränken. Das ist ein großartiger Erfolg. Doch es ist wichtig zu verstehen, dass sich ein Spieler, der sich zu einer Eigensperre entschließt, bereits einen wichtigen Erkenntnisschritt geschafft hat. Viele Problemspieler gestehen sich nicht ein, dass sie ein Problem haben. Erst wenn klar ist, dass ein Problem vorhanden ist, kann der nächste Schritt stattfinden: der Selbstschutz. Genau an diesem Punkt ist es wichtig, dass es in Großbritannien Gamstop gibt, denn wenn ein Problemspieler selbst erkannt hat, dass Hilfe nötig ist, ist eine Eigensperre eine großartige Sache. Für Problemspieler ist es nicht einfach, der Versuchung zu widerstehen. Es wäre spannend zu sehen, warum bei 18 Prozent die Selbstsperre keine positiven Auswirkungen hatte. Immerhin sollte es auch in Großbritannien durch die Eintragung auf der Liste von Gamstop schwierig sein, Glücksspielanbieter zu besuchen. Allerdings hat auch Großbritannien einen Schwarzmarkt, sodass es für den einen oder anderen Problemspieler wohl keine Hürde ist, auf der Liste von Gamstop zu stehen.

Spielerschutz kann nie perfekt sein, denn es ist nicht möglich, unbegrenzt repressive Maßnahmen umzusetzen. Die Eigensperre ist eine Möglichkeit, verantwortungsbewusst zu handeln. Gamstop betont immer wieder, wie wichtig es ist, dass sich die Glücksspielanbieter in Großbritannien an Gamstop beteiligen. Die aktuellen Zahlen belegen eindeutig, dass Gamstop funktioniert, aber es gibt auch noch Luft für Verbesserungen. Großbritannien hat viel Erfahrung mit der Glücksspielregulierung. Insbesondere die Regulierung des Online-Glücksspiels ist in Großbritannien auf einem sehr hohen Niveau im Vergleich mit vielen anderen Ländern in Europa. Das liegt vor allem daran, dass Großbritannien schon seit über einem Jahrzehnt das Online-Glücksspiel reguliert. Zum Vergleich: Deutschland hat erst seit dem 1. Juli 2021 einen Glücksspielstaatsvertrag, der das Online-Glücksspiel umfasst. Vorher gab es zwar auch schon seriöse Online Casinos in Deutschland. Aber die Regulierung wurde dann von Institution wie der UK Gambling Commission, der Malta Gaming Authority oder der Gibraltar Gambling Commission übernommen.

Kann deutsche Glücksspielbehörde von Gamstop lernen?

In Deutschland wird mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag auch eine Spielersperrdatei eingeführt. Das bereits bestehende System OASIS wird auf die Online Casinos ausgeweitet. Die aktuelle Studie von Gamstop zeigt, dass eine Spielersperrdatei den Spielerschutz erheblich verbessern kann. Insbesondere scheint es wichtig zu sein, den Spielern die Möglichkeit zu geben, sich für einen langen Zeitraum zu sperren. In Großbritannien ist es möglich, eine Sperre von bis zu fünf Jahren einzurichten. In Deutschland wird es die Option geben, eine unbegrenzte Sperre vorzunehmen. Aber auch bei den befristeten Sperren findet keine Aufhebung statt, bevor der Kunde sich nicht aktiv kümmert. Die aktuellen Ergebnisse der Studie von Gamstop zeigen, dass das der richtige Weg ist. Grundsätzlich sollte ein Problemspieler sich vollständig vom Glücksspiel lösen. Es gibt viele Menschen, die das Online-Glücksspiel als harmlose Freizeitbeschäftigung nutzen. Wenn das Online-Glücksspiel aber Probleme verursacht, ist es besser, eine andere Freizeitbeschäftigung zu finden, die nicht zu wirtschaftlichen Problemen führt. Die deutsche Glücksspielbehörde sollte ähnlich wie Gamstop in Zukunft Studien machen, um auf wissenschaftlicher Basis zu untersuchen, wie der Spielerschutz in der Praxis funktioniert. Das wäre eine gute Voraussetzung, um den Spielerschutz kontinuierlich zu optimieren.

Deutschland hat neben der Spielersperrdatei noch andere Spielerschutz-Maßnahmen, sodass insgesamt ein sehr starkes Spielerschutz-Paket vorhanden ist. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro ist vielleicht neben der Spielersperrdatei die wichtigste Maßnahme, um Problemspieler vor sich selbst zu schützen. Auch die Spieler, die sich nicht auf die Sperrliste setzen lassen, können nicht mehr als 1.000 Euro im Monat verlieren. Für Normalverdiener das immer noch viel Geld. Aber für einen Problemspieler geht es oft um deutlich größere Summen. In regulierten Online Casinos in Deutschland wird es jedoch in Zukunft nicht möglich sein, als Problemspieler beliebig viel Geld zu verlieren. Das ist eine gute Sache, auch wenn es nach wie vor das Problem geben wird, dass es einen Schwarzmarkt ohne Einzahlungslimits gibt. Im Moment ist völlig unklar, ob die Kanalisierung in Deutschland funktionieren wird. Werden wirklich die meisten Glücksspiel-Fans in Deutschland die lizenzierten Anbieter nutzen und den Schwarzmarkt ignorieren? Nur wenn das der Fall ist, wird auch der Spielerschutz für die besonders gefährdeten Problemspieler gut funktionieren.