Der Glücksspielanbieter Entain spendet eine Summe von 2 Millionen Pfund für die Spielerschutz-Organisation GambleAware. Schon seit vielen Jahren engagiert sich Entain für die Verbesserung des Spielerschutzes. Der Glücksspielanbieter hat sich klar dazu bekannt, das Geschäft in den regulierten Märkten auszubauen. Auch in Deutschland will Entain langfristig eine gute Rolle spielen. Der wichtigste Wachstumsmarkt für Entain ist allerdings der junge US-Glücksspielmarkt. Eine starke Positionierung beim Spielerschutz ist für die großen Glücksspielanbieter in den USA noch wichtiger als in Europa. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist die großzügige Spende von Entain eine gute Sache.

Entain unterstützt Spielerschutz mit Spende

Entain Gaming

Die Spielerschutz-Organisation GambleAware veröffentlicht regelmäßig die Liste der Spender. Im zweiten Quartal 2021 konnte GambleAware insgesamt Spenden in Höhe von 2,3 Millionen Pfund einsammeln. Der Großteil des Spendenaufkommens kam mit 2 Millionen Pfund von Entain. Für den erfolgreichen Glücksspielkonzern ist eine Summe von 2 Millionen Pfund kein riesiger Betrag. Insbesondere hat Entain in den letzten Monaten hervorragende Geschäfte gemacht. Das Online-Glücksspiel ist in vielen Ländern hervorragend gelaufen, da das stationäre Glücksspiel durch die Gesundheitskrise in Mitleidenschaft gezogen worden ist. GambleAware empfiehlt den britischen Glücksspielanbietern, eine Spende in Höhe von 0,1 Prozent des Bruttospielertrags zu spenden. Aber nicht alle Unternehmen kommt diese Empfehlung nach. In der aktuellen Spenderliste von GambleAware steht zum Beispiel auch Betfred mit einer Spende von gerade einmal 450 Pfund. Auch der österreichische Milliarden-Konzern Novomatic war nicht so großzügig wie Entain. Mit einer Spende von 5.000 Pfund beteiligt sich Novomatic aber immerhin auch an der Förderung des Spielerschutzes in Großbritannien. Grundsätzlich ist es eine gute Sache, dass die Glücksspielanbieter freiwillig dazu beitragen, dass der Spielerschutz verbessert wird. Nicht zuletzt ist es auch wichtig für die Reputation, dass Glücksspielanbieter wie Entain Geld investieren, um den Spielerschutz auf einem hohen Niveau weiter auszubauen.

In Großbritannien gibt es aktuell eine große Debatte um das Glücksspielgesetz. Viele Glücksspielgegner fordern deutlich strengere Regeln. Doch die Glücksspielbranche warnt davor, dass die Kanalisierung des Online-Glücksspiels scheitern könnte, wenn die Regeln zu streng sind. Dann hätten die Glücksspielanbieter ohne Lizenz in Großbritannien deutlich bessere Chancen, Kunden zu gewinnen als im Moment. In den letzten Jahren haben die Glücksspielanbieter in Großbritannien die Anstrengungen im Bereich Spielerschutz erheblich verstärkt, auch weil die Politik immer wieder deutlich gemacht hat, dass bei diesem Thema die Toleranz sinkt. Mittlerweile hat sich in der europäischen Glücksspielbranche insgesamt die Erkenntnis durchgesetzt, dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, seriöse Online Casinos zu betreiben, ohne beim Spielerschutz erstklassig aufgestellt zu sein. Das sollte niemanden überraschen, aber der europäische Online-Glücksspielmarkt ist in einem enormen Tempo in den letzten beiden Jahrzehnten gewachsen. Nicht immer wurden die Regeln vorher festgelegt, sodass einige Länder gerade erst dabei sind, die passenden Gesetze nachzuschieben, um die Glücksspielregulierung auf ein modernes Niveau zu bringen. Nicht zuletzt hat auch Deutschland gerade erst einen Glücksspielstaatsvertrag verabschiedet, der das Online-Glücksspiel reguliert.

Engagement für mehr Spielerschutz alternativlos

Was ist eigentlich mit Spielerschutz genau gemeint? Es ist seit langer Zeit bekannt, dass Glücksspiele für einen kleinen Teil der Kunden von Spielhallen, Spielbanken und Online Casinos zu einem Problem werden können. Es gibt Menschen, die nicht einsehen möchten, dass es keine gute Idee ist, das Glücksspiel als Investition zu sehen. Niemand hat die Möglichkeit, die Auszahlungsquote eines Spielautomaten über 100 Prozent schießen zu lassen. Deswegen gewinnen langfristig immer die Casino-Betreiber. Das ist aber überhaupt kein Problem und ein wichtiger Teil des Glücksspiels. Solange ein Glücksspiel-Fan einen Spielautomaten und andere Glücksspiele in erster Linie als Freizeitunterhaltung ansieht, entsteht kein Problem. Aber in dem Moment, in dem ein Spieler versucht, einen Gewinn zu erzwingen, kann die Sache leicht aus dem Ruder laufen. Die Online-Glücksspielanbieter müssen dafür sorgen, dass Problemspieler oder Spieler, die dabei sind, Probleme zu entwickeln, frühzeitig erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden. In Deutschland wird das in Zukunft sogar noch einfacher sein als in Großbritannien, denn die neue Glücksspielregulierung bringt einige wichtige Neuerungen.

In Deutschland gibt es eine Spielersperrdatei, die für Spielhallen, Spielbanken und Online Casinos mit deutscher Lizenz gilt. Diese Spielersperrdatei, die unter dem schönen Namen OASIS bereits länger im stationären Geschäft genutzt wird, muss von allen Casino-Betreibern, die mit einer deutschen Lizenz unterwegs sind, beachtet werden. Kein Spieler, der sich freiwillig in der Spielersperrdatei erfassen hat lassen, darf als Kunde in einem Online Casino akzeptiert werden. Darüber hinaus gibt es ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro, das vielleicht demnächst einmal in Einzelfällen auf 10.000 Euro oder 30.000 Euro erhöht werden kann. Aber das wird wohl nicht vor dem Jahr 2023 passieren. Auch das Einsatzlimit von 1 Euro für alle Spielautomaten in Online Casinos wird mit dem Spielerschutz begründet. Es ist wichtig, dass Glücksspielanbieter wie Entain und Spielerschutz-Organisationen wie GambleAware daran arbeiten, das Thema nach vorne zu bringen. Aber genauso wichtig ist, dass eine vernünftige Glücksspielregulierung vorhanden ist. Allerdings muss sich noch zeigen, ob die neue Glücksspielregulierung in Deutschland in der Praxis gut umgesetzt wird.