Die Schweiz ist schon seit jeher ein Land mit ganz eigenen Sitten und Gebräuchen. Andere europäische Länder haben längst eine deutliche Haltung zum Glücksspiel eingenommen. Für viele Regierungen stellen Online Casinos mittlerweile einen guten Weg dar, um den Fiskus zu bereichern. In der Schweiz war das Online Glücksspiel lange untersagt. Wie die aktuelle Situation rund um das eidgenössische Glücksspiel aussieht, und wie die Regulierung des Glücksspiels heutzutage gehandhabt wird, wollen wir Ihnen hier erklären.  

Online Casinos sind erst seit 2019 in der Schweiz legal

Schweiz | Online Glücksspiel

In der Schweiz kam es 1921 das erste Mal zu einem Erlass, der jede Form des Glücksspiels untersagte. Damit folgten die Eidgenossen einem internationalen Trend, denn auch in anderen europäischen Staaten hagelte es damals Verbote für diese Art der Freizeitgestaltung. In den darauffolgenden Jahren tat sich die Schweiz jedoch schwerer als ihre Nachbarländer, dieses Verbot wieder aufzuheben. Rund 80 Jahre später begann ein Umdenken. Legal wurden auf einmal Spielbanken, die unbegrenzte Einsätze gewährten. Es gab zwei Kategorien von Spielen: Glücksspiele und Geschicklichkeitsspiele. Zur gleichen Zeit war es plötzlich überall auf der Welt möglich, dem Glücksspiel sogar im Internet nachzugehen, und es begann ein regelrechter Boom. Weltweit suchten auf einmal Glücksspiel-Fans das Netz ab, um den besten Online Casino Bonus ohne Einzahlung zu ergattern. Doch selbst diese enorme Aufmerksamkeit, die dem Online Glücksspiel auf einmal zuteil wurde, ließ die Eidgenossen nicht aufhorchen. Die Regierung ignorierte über einen langen Zeitraum weiterhin das Online Glücksspiel als eine sichere Einnahmequelle für die Staatskassen. Erst vor wenigen Jahren wurden die Gesetze erneut überarbeitet. Der Statistik zufolge war im Jahre 2000 jeder fünfte Schweizer im Glücksspiel aktiv, und 55 Prozent der Bevölkerung erwarb Woche für Woche einen Lottoschein. Mittlerweile existieren in der Schweiz 20 stationäre Casinos und Spielbanken, da pro Kanton (Verwaltungsbezirk) nur maximal eine Spielbank ihren Geschäften nachgehen darf. Insgesamt 26 Kantone gibt es im „Ländle“. Damit ist der legale Betrieb von stationären Casinos schon bald erschöpft.

2019 erlaubten die Schweizer Behörden dann endlich das sehnlich erwartete neue Geldspielgesetz. Dieses Gesetz beinhaltet die Regulierung von Lotto-Annahmestellen, stationären Spielbanken, die Wettbüro-Kontrolle sowie die Kontrolle von Betrieben, die die sogenannten Geschicklichkeitsspiele anbieten. Zusätzlich hoben die Eidgenossen auch endlich die Online Casinos in die Legalität, allerdings mit einer ganzen Reihe von Einschränkungen. Zum einen ist es nur den stationären Glücksspiel-Betreibern gestattet, auch Online Glücksspiele anzubieten. Mit dieser Gesetzgebung hat die Schweiz quasi ein internationales Monopol. Ausländischen Anbietern ist es nicht erlaubt, sich mit einem Online Casino in der Schweiz niederzulassen. Selbst eidgenössische Anbieter werden von den Behörden genau unter die Lupe genommen, bis sie eine der begehrten Online Lizenzen erhalten. Zudem ist es streng verboten, „aufdringliche Werbung für Online Casinos“ zu schalten. Wer sich nicht daran hält, dem drohen hohe Geldstrafen. Eine gute Nachricht nebenbei für die deutschen Fans von exklusiven Online Spielbanken. Das Schweizer Online Casino starvegas.ch ist auch bald in der BRD legal.

Das lange Warten auf eine Überarbeitung des Geldspielgesetzes

Der Bundesglücksspielrat verantwortet den gesamten Glücksspiel-Bereich des Landes. Dieser Aufsichtsbehörde unterliegt somit die Zuständigkeit für sämtliche Spielbanken der Schweiz und all ihre Angebote, wie Spielautomaten, Blackjack, Baccarat, Roulette und Co. Darüber hinaus beaufsichtigt sie die in der Schweiz zugelassenen Online Casinos. Parallel erteilt diese Behörde auch die unterschiedlichen Glücksspiel-Lizenzen – sowohl für Online-, als auch für Offline-Betriebe. Zwei Arten von diesen Konzessionen werden erteilt. Das ist einerseits eine unbegrenzte Lizenz, die die unterschiedlichen Glücksspiel-Formen nicht einschränkt und auch nicht die Jackpots oder die Beträge für die Einzahlungen. Andererseits gibt es sehr eingeschränkte Lizenzen, die sich in erster Linie auf die Anzahl der zugelassenen Spiele beziehen. Sämtliche Konzessionen für eidgenössische Spielbanken werden zunächst für einen Zeitraum von 20 Jahren erteilt, mit einer Option diese zu verlängern. Ausschließlich die Besitzer solcher Konzessionen dürfen seit Sommer 2019 auch zusätzlich Online Glücksspiele anbieten.

Der Markt ist aufgrund der Zahl der Lizenznehmer sowie durch diese besonderen und recht streng gehandhabten Gesetze in der Schweiz ziemlich begrenzt. Dennoch bedeutet die Legalisierung von eidgenössischen Online Spielstätten einen wichtigen Pfeiler in der Glücksspiel-Entwicklung des ganzen europäischen Raums. Experten zufolge hat diese neue Gesetzgebung zu einem deutlichen Anstieg des Interesses der Schweizer Bürgerinnen und Bürger am Online Glücksspiel geführt und war somit ein wichtiger Schritt, selbst wenn ausländische Online Glücksspiel-Anbieter nach wie vor vom Schweizerischen Markt ausgeschlossen sind. Der Popularität der Online Spielbanken und Online Sportwettenanbieter tut dies jedoch keinen Abbruch. Die eidgenössischen Glücksspiel-Fans hoffen weiterhin darauf, dass es zu einer erneuten Überarbeitung des Geldspielgesetzes kommt, so dass in Zukunft auch ausländische Betreiber auf dem heimischen Markt gestattet werden. Aktuell befinden sich die Regulierungsbehörden der Schweiz allerdings noch in einem harten Kampf mit den Anbietern, die ohne eine entsprechende staatliche Lizenz agieren. Nicht unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang bleiben, dass die Glücksspiel-Einnahmen der Schweizer Casinos in den letzten beiden Jahren um 3,5 Prozent gestiegen sind, wobei dem Online Glücksspiel die größte Aufmerksamkeit zuteil wird.