Für Bet-at-home ist Deutschland in den letzten Monaten ein schwieriger Markt. Die Übergangsregelung macht es dem renommierten Glücksspielanbieter nicht leicht, gute Umsätze zu erzielen. Auch in Polen und Österreich musste Bet-at-home zuletzt Federn lassen. Zumindest in Deutschland gibt es aber die berechtigte Hoffnung, dass sich die Situation mit den Lizenzen für Online-Glücksspielanbieter verbessern wird. Es ist ein großes Problem, dass viele Glücksspielanbieter auf dem deutschen Markt durch die Übergangsregelung benachteiligt werden. Bei Bet-at-home wird man sich genau anschauen, wie sich der deutsche Markt in Zukunft entwickeln wird. Aber im Moment hat man bei Bet-at-home keine andere Wahl, als die mäßigen Zahlen in Deutschland zu akzeptieren.

Bet-at-home leidet unter Übergangsregelung in Deutschland

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Die neue Glücksspielregulierung verändert den deutschen Online-Glücksspielmarkt. Das bemerkt im Moment auch der renommierte Glücksspielanbieter Bet-at-home. Der Gewinn vor Steuern (EBITDA) fällt deutlich niedriger aus als prognostiziert. Ursprünglich wollte Bet-at-home zwischen 18 und 22 Millionen Euro erzielen. Nun hat Bet-at-home bekannt gegeben, dass das Ergebnis zwischen 8 und 10 Millionen liegen wird. Das ist eine schlechte Nachricht für die Investoren. Die Übergangsregelung in Deutschland, die es den Glücksspielanbietern ermöglicht, auf dem Markt zu bleiben, während das deutsche Lizenzierungssystem etabliert wird, hinterlässt Spuren. In Deutschland hat Bet-at-home deutlich weniger verdient als in den Vorjahren. Das dürfte vor allem daran liegen, dass sich die seriösen Glücksspielanbieter bereits vorab an die Regeln der neuen Glücksspielregulierung halten müssen, um ohne Probleme zur deutschen Lizenz zu gelangen. Die Glücksspielanbieter, die sich nicht an die Übergangsregelung halten, haben in der Praxis einen erheblichen Vorteil. Beispielsweise hält sich Bet-at-home an das vorgegebene Einzahlungslimit von 1.000 Euro. Glücksspiel-Fans, die mehr einzahlen wollen, wählen während der Übergangsregelung vielleicht einen Glücksspielanbieter, der kein Einzahlungslimit hat.

Die seriösen Glücksspielanbieter haben in Deutschland im Moment das Problem, dass die Angebote insgesamt nicht so attraktiv sind wie die Angebote der Konkurrenz auf dem Schwarzmarkt. Das ist ein riesiges Problem, für das die zuständige Glücksspielaufsicht in Sachsen-Anhalt bislang keine Lösung präsentiert hat. Es dürfte auch schwer sein, eine Lösung zu präsentieren, denn bislang fehlt der Behörde die nötige personelle Ausstattung, um wirkungsvoll gegen die Anbieter vorzugehen, die sich nicht an die Übergangsregelung halten. Dabei war ursprünglich einmal versprochen worden, dass mit restriktiven Maßnahmen dafür gesorgt werden solle, dass die Glücksspielanbieter, die sich nicht an die Regeln halten, vom deutschen Markt verdrängt werden. Bislang ist jedoch in dieser Hinsicht nichts passiert. Es bleibt zu hoffen, dass sich das ändern wird, sobald die ersten deutschen Lizenzen für Online Casinos und andere Glücksspielanbieter verfügbar sind. Im Moment laufen die ersten Lizenzverfahren. Aber die Lizenz alleine wird nichts daran ändern, dass es auch in Zukunft einen Schwarzmarkt gibt, der mit deutlich attraktiveren Angeboten locken kann als der regulierte Glücksspielmarkt. In Deutschland hat man sich zu einer sehr strengen Glücksspielregulierung entschieden. Das Ergebnis lässt sich nun begutachten. Wer glaubt, dass die Nachfrage nach Glücksspiel zurückgegangen ist, durch die neue Glücksspielregulierung, hat in den letzten Jahren nicht richtig aufgepasst.

Kanalisierung in Deutschland in Gefahr?

Wenn von Kanalisierung gesprochen wird, geht es nicht um Tiefbau. Glücksspielexperten meinen mit dem Begriff Kanalisierung, dass die Nachfrage nach Glücksspiel zu den regulierten Anbietern geleitet wird. Wenn die Glücksspiel-Fans in Deutschland ausschließlich in den zugelassen Online Casinos aktiv wären, läge die Kanalisierung bei 100 Prozent. Das ist ein Ziel, das in der Praxis kaum zu erreichen ist. Aber eine Kanalisierung von über 90 Prozent wäre nötig, um einen gut funktioniert regulierten Glücksspielmarkt zu haben. Im Moment gibt es keine offiziellen Zahlen zur Kanalisierung. Welche Anbieter halten sich an die Übergangsregelung? Wie viele Anbieter gibt es in Deutschland, die sich nicht an die Übergangsregelung halten? Wie hoch sind die Umsätze bei den seriösen Glücksspielanbietern? Wie hoch sind die Umsätze auf dem Schwarzmarkt? Das aktuelle Problem, für das Bet-at-home sinnbildlich steht, ist von allen vielen Glücksspielexperten vorhergesagt worden. Bedauerlicherweise sind aber nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet worden. Den Preis müssen am Ende die Glücksspiel-Fans bezahlen, denn ein schlecht regulierter Glücksspielmarkt ist auch beim Spielerschutz problematisch aufgestellt.

Bet-at-home hat sehr attraktive Produkte für die in Deutschland zugelassene Glücksspiele-Palette. Bei Bet-at-home ist auch der Spielerschutz schon seit Jahren auf einem hohen Niveau. Ähnliches gilt für viele andere seriöse Glücksspielanbieter, die in den letzten Jahren in Deutschland erfolgreich waren. Doch zunehmend entdecken die Glücksspiel-Fans, dass durch die Übergangsregelung und die künftige Glücksspielregulierung unter der deutschen Lizenz die Angebote nicht mehr so attraktiv sind wie früher. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro ist für High Roller ein echtes Problem. Auch das Einsatzlimit von 1 Euro stört viele Glücksspiel-Fans. Im Moment gibt es bedauerlicherweise die Möglichkeit, bei Glücksspielanbietern zu spielen, die sich nicht an die Vorgaben halten. Das ist keine Überraschung, denn nach wie vor gibt es kein schlüssiges Konzept für die Eindämmung des Schwarzmarkts in Glücksspielbereich. Bet-at-home und andere seriöse Glücksspielanbieter könnten sich problemlos gegen die Schwarzmarkt-Anbieter durchsetzen, wenn es möglich wäre, deutlich attraktivere Angebote zu erstellen. Eine restriktive Glücksspielregulierung kann nur dann erfolgreich sein, wenn der Staat repressive Maßnahmen gegen nicht zugelassene Anbieter umsetzt.