MontanaBlack hat in einem aktuellen Interview mit dem Youtuber Staiy einige interessante Aussagen gemacht. Insbesondere ging es um das Videospiel FIFA, Online-Glücksspiele und die Streaming-Plattform Twitch. Wie hängt das alles zusammen? MontanaBlack findet es nicht fair, dass ein Spiel wie FIFA anders bewertet wird von Twitch und vielen Experten als Online-Glücksspiele. Allerdings ist das ein heikles Feld, denn MontanaBlack hat in der Vergangenheit sehr viel Geld damit verdient, seine Aktivitäten in Online Casinos zu streamen. Allerdings hätte MontanaBlack gerne einen Vertrag mit Twitch und das ist aktuell wohl nicht möglich, weil die Streaming-Plattform keine Verträge mit Glücksspiel-Streamern macht.

MontanaBlack: Unterschied zwischen FIFA und Online-Glücksspielen nicht groß´

Montana Black Online Streams

FIFA ist eines der beliebtesten Videospiele weltweit. Gerade auf den Streaming-Plattformen ist FIFA eine große Nummer. Allerdings gibt es in vielen Videospielen sogenannte Lootboxen, bei denen es einen sehr hohen Glücksfaktor gibt. Darauf spielt MontanaBlack wohl an, wenn er im aktuellen Interview behauptet, dass FIFA und Online-Glücksspiele am Ende gar nicht so weit auseinander seien. Allerdings betont MontanaBlack auch, dass er nicht behaupten möchte, FIFA sei ein Online-Glücksspiel. Aber ein Stück weit spricht wohl der Frust aus dem bekannten Streamer, denn Twitch macht im Moment keine exklusiven Deals mit Streamern, die in Glücksspielbereich unterwegs sind. MontanaBlack versteht nur nicht, warum dann Videospiele mit Lootboxen ganz anders gesehen und behandelt werden, übrigens nicht nur bei Twitch.

Das Thema Lootboxen kommt immer wieder einmal hoch. In den meisten Jurisdiktionen fallen die Lootboxen wohl nicht unter die Glücksspielgesetze. Aber für Nicht-Juristen ist es schwer zu erkennen, warum das so ist. Für eine Lootbox muss der Spieler etwas bezahlen und hat keinen Einfluss darauf, was er bekommt. Vielmehr entscheidet das Glück darüber, was am Ende in der Lootbox ist. In manchen Spielen sind die Lootboxen nur ein hübsches Zusatzfeature. Aber es gibt auch Videospiele, in denen es ohne Lootboxen nicht oder nur schwer möglich ist, das Spielziel zu erreichen. Ein wichtiger Unterschied zu den Online-Glücksspielen ist allerdings, dass Videospiele eine deutlich jüngere Zielgruppe haben. Das gilt insbesondere auch für ein Spiel wie FIFA.

Glücksspiel-Streamer bewegen sich auf dünnem Boden

Für Glücksspiel-Streamer wie MontanaBlack hat es in den letzten Jahren viele Möglichkeiten gegeben, gutes Geld zu verdienen. Teilweise sind die Summen öffentlich geworden, die mit Streams auf Twitch verdient werden konnten. Kurz zusammengefasst: MontanaBlack konnte beim Online-Glücksspiel nicht einmal ansatzweise so viel verlieren, wie er mit seinen Streams verdient hat. Aber es spricht für den Ehrgeiz von MontanaBlack, dass er gerne noch mehr verdienen würde mit einem exklusiven Vertrag mit Twitch. Dieser Wunsch wird sich jedoch nicht erfüllen, wenn Twitch nichts an der Unternehmenspolitik verändert. Zudem wird man bei Twitch auch genau hinschauen, wie sich die deutschen Glücksspielgesetze entwickeln. Insbesondere die Werberichtlinien könnten wesentlich mitbestimmen, ob und in welchem Umfang es in Zukunft Glücksspiel-Streamer auf Twitch in Deutschland geben wird.

Auch die größten Kritiker der Lootboxen würden wohl nicht behaupten, dass ein Spiel wie FIFA oder andere Videospiele mit Lootboxen mit Online-Glücksspielen gleichzusetzen wären. Der Charakter eines typischen Videospiels ist dann insgesamt doch anders als der Charakter eines Online-Spielautomaten oder anderer Casino-Spiele. Aber MontanaBlack hat einen Punkt, wenn er darauf hinweist, dass Spielerschutz nicht nur bei Online-Glücksspielen ein wichtiges Thema ist. Vielleicht wäre es aber nicht der richtige Ansatz, Glücksspiel-Streamer genauso zu fördern wie Videospiel-Streamer. Eventuell müsste es genau umgekehrt sein und eine stärkere Beschränkung für beide Varianten eingeführt werden.

Online-Werbung für Glücksspiele nicht ausreichend geregelt

Der neue Glücksspielstaatsvertrag gilt in Deutschland zwar bereits seit dem 1. Juli 2020. Aber bisher sind keine Lizenzen vergeben worden und auch die neuen Werberichtlinien stehen noch nicht fest. Es ist völlig unklar, in welche Richtung sich die Werberichtlinien beim Online-Glücksspiel entwickelt werden. Auch das trägt dazu bei, dass Plattformen wie Twitch eher vorsichtig agieren, wenn es um das Thema Glücksspiele in Deutschland geht. Um MontanaBlack muss man sich dennoch keine Sorgen machen, denn der mittlerweile legendäre Streamer ist vielseitig beschäftigt und kann auch ohne Glücksspiele gutes Geld verdienen. Aber wer würde schon gerne freiwillig auf eine wichtige Einnahmequelle verzichten? Vielleicht hat MontanaBlack Glück und die neuen Werberichtlinien für Online-Glücksspiele werden liberaler gestaltet als aktuell viele Experten vermuten.