Die maltesische Glücksspielbehörde hat bekannt gegeben, dass zwei Lizenznehmer ihre Glücksspiel-Lizenzen verloren haben. Betroffen sind die Unternehmen Cyberslotz und CZ Trading. Beide Anbieter hätten ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllt. Der Lizenzentzug liege bereits einige Wochen zurück. Für die Glücksspiel-Fans im deutschsprachigen Raum ist der Lizenzentzug überhaupt kein Problem, da beide Anbieter nicht in Deutschland oder Österreich aktiv waren. Zudem spielt in Deutschland die maltesische Lizenz schon bald keine maßgebliche Rolle mehr. In Deutschland gibt es in Kürze deutsche Glücksspiel-Lizenzen für Online-Casinos. Nicht nur die besten Online Casinos, sondern alle seriösen Glücksspielanbieter können bereits jetzt in Deutschland eine Lizenz beantragen.

Maltesische Glücksspielbehörde greift durch

Malta Gaming Authority

Es ist eine gute Nachricht, dass die maltesische Glücksspielbehörde zwei Lizenzen entzogen hat. Für die betroffenen Unternehmen ist das selbstverständlich keine gute Sache. Aber für Glücksspiel-Fans, die den Anspruch haben, ausschließlich in seriösen Online Casinos zu spielen, ist es wichtig zu wissen, dass die zuständige Lizenzbehörde bei Verstößen hart durchgreift. Die Malta Gaming Authority hat in den letzten Jahren diverse Lizenzen entzogen, allerdings waren die Begründungen zum Teil sehr unterschiedlich. Manchmal ging es darum, dass die Lizenznehmer ihre Lizenzgebühren nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt haben. Deutlich problematischer sind Verstöße gegen Geldwäsche-Regeln oder Spielerschutz-Regeln. Ein Entzug der Lizenz ist immer die letzte Maßnahme. Bei der maltesischen Glücksspielbehörde gibt es eine vorgegebene Prozedur, nach der schrittweise bei Verstößen vorgegangen wird. Im Kern geht es darum, mit Geldbußen und anderen Sanktion dafür zu sorgen, dass die Verstöße möglichst schnell eingestellt werden. Wenn das nicht der Fall ist, ist am Ende der Lizenzentzug die einzige Option. Zudem hat die maltesische Glücksspielbehörde ein Interesse daran zu erfahren, was der Grund für die Verstöße ist. Wenn ein Lizenznehmer beispielsweise Gebühren nicht rechtzeitig bezahlt, muss das nicht unbedingt an schlechten Absichten liegen. Auch schlechtes Management könnte ein Grund sein. In diesem Fall hilft dann manchmal die direkte Kommunikation mit dem Lizenznehmer, um ähnliche Probleme in Zukunft zu vermeiden.

Die beiden betroffenen Unternehmen dürfen keine Glücksspiele mehr unter maltesische Lizenz anbieten. Sollte das doch geschehen, würde die Malta Gaming Authority mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen. Auch das ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit einer Lizenzbehörde. Es ist nicht nur wichtig, darauf zu achten, dass sich die Lizenznehmer korrekt verhalten. Auch die unbefugte Nutzung von Lizenz-Siegeln und ähnliche rechtlich relevante Verstöße müssen von einer Lizenzbehörde hart verfolgt werden. Die maltesische Glücksspielbehörde hat sich im Laufe des letzten Jahrzehnts einen sehr guten Ruf erarbeitet. Mittlerweile gibt es einen sehr seriösen Glücksspielmarkt im Internet in der Europäischen Union. Das hat auch viel damit zu tun, dass die Malta Gaming Authority schon früh die passenden Lizenzen für Glücksspielanbieter in der EU zur Verfügung gestellt hat. Die Malta-Lizenz hat als EU-Lizenz viel dazu beigetragen, dass ein Online-Glücksspielmarkt auf einem hohen Niveau entstehen konnte. Im Laufe der Jahre gab es auch immer wieder Kritik an der Malta Gaming Authority und am Glücksspielstandort Malta. Aber die neue deutsche Glücksspielbehörde, die ab 2023 für die Online-Casinos in Deutschland zuständig sein soll, muss erst noch nachweisen, dass sie die Glücksspielregulierung besser hinbekommt.

Malta Gaming Authority kümmert sich um betroffene Kunden

Bei der Bekanntgabe der beiden Lizenzentzüge hat die maltesische Glücksspielbehörde klargestellt, dass die beiden betroffenen Unternehmen nicht nur die Lizenzgebühren bezahlen müssen. Auch die betroffenen Spieler der ehemaligen Lizenzinhaber müssen sämtliche Gelder zurückhalten, die noch auf den Konten sind. Für dieses Verfahren hat die Malta Gaming Authority eine Prozedur, die letztlich dafür sorgt, dass am Ende die Kunden das Geld bekommen, auch wenn es vielleicht nicht die sofort gelingt, die Kunden ausfindig zu machen. Es kann auch einmal passieren, dass ein Gelegenheitsspieler monatelang nicht nachschaut, was mit seinem Geld in einem Online-Casino passiert. Wenn ein Casino-Betreiber das Angebot einstellen und das Geld zurückzahlen muss, gibt es deswegen bei allen seriösen Lizenzbehörden Regeln und Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Kunden am Ende das Geld nicht bekommen und der Casino-Betreiber die offenen Beträge kassiert. In der Regel läuft dies so ab, dass die Glücksspielbehörde das Geld verwaltet und dafür Sorge trägt, dass die Kunden ihr Geld zurückbekommen.

Bislang ist nicht bekannt, wie in Deutschland ein Lizenzentzug gehandhabt würde. Im Moment ist das auch kein Thema, da es noch keine Online-Casinos mit Lizenzen gibt. Die zuständige Behörde in Sachsen-Anhalt, die übergangsweise die Regulierung der Online-Casinos in Deutschland übernimmt, ist aktuell dabei, die ersten Lizenzanträge zu prüfen. Aber eines ist wohl sicher: Auch in Deutschland wird es irgendwann einmal Unternehmen geben, die Gebühren nicht bezahlen oder aufgrund anderer Verstöße mit einem Lizenzentzug bestraft werden. In jeder Branche gibt es schwarze Schafe. Warum sollte das in der Glücksspielbranche anders sein? Entscheidend ist am Ende immer, wie die zuständigen Regulierungsbehörden mit Problemen umgehen. Deutschland hat den Anspruch, eine besonders gute und strenge Glücksspielregulierung zu schaffen. Vielleicht trägt das auch dazu bei, dass am Ende weniger Lizenzentzüge nötig sind als bei anderen Glücksspielbehörden. Die Grundidee sollte schon sein, ausschließlich Unternehmen Lizenzen zu geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährleisten können, dass es nicht zu schweren Verstößen kommt.