In Köln-Kalk hat die Polizei ein illegales Pokerspiel aufgedeckt und beendet. Bei diesem Spiel in einem Café ging es laut Polizei um vierstellige Beträge. Darüber hinaus konnte die Polizei auch noch einen Spielautomaten sicherstellen, der bereits bei einer früheren Aktion von der Polizei versiegelt worden war. Doch die Siegel waren gebrochen und das Spielgerät, das in Deutschland nicht zugelassen ist, konnte wieder benutzt werden. Für die Veranstalter und Teilnehmer des illegalen Pokerspiels wird es unangenehm. Bis zu zwei Jahre Haft sind für illegale Glücksspiele möglich. Unklar ist, ob es Wiederholungstäter im illegalen Pokerspiel gab. In diesem Fall könnten die Strafen eventuell sogar noch höher ausfallen.

Illegales Pokerspiel in Köln-Kalk keine Überraschung

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Köln-Kalk ist seit Jahrzehnten ein Stadtteil, der nicht den besten Ruf hat. In den letzten Jahren hat sich das ein Stück weit geändert, auch weil die Stadt Köln viel investiert hat. Aber nach wie vor gibt es einige berüchtigte Ecken, in denen die Polizei regelmäßig aktiv ist. Zu diesen berichtigten Ecken zählt auch das Café, in dem das illegale Pokerspiel entdeckt wurde. Allerdings hatte die Polizei bei dem Besuch des Cafés noch keine Ahnung, dass dieses illegale Pokerspiel stattfand. Vielmehr ging es um eine Routinekontrolle, bei der von einem der Gäste ein Hinweis auf ein Pokerspiel im Hinterhof gegeben wurde. Die Polizei folgte diesem Hinweis, bekam allerdings keinen Zutritt zu dem Raum, in dem das Pokerspiel stattfand. Der Grund war ganz einfach: Die Teilnehmer des Pokerspiels hatten die Tür verschlossen und reagierten nicht auf das Klopfen und die Rufe der Polizisten.

Somit war ein richterlicher Beschluss erforderlich, um die Tür gewaltsam zu öffnen. Das Ergebnis war, dass die Polizei ein professionelles Pokerset und einen nicht zugelassenen Spielautomaten entdeckte. Darüber hinaus wurde auch ein hoher vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt. Die Personalien der Teilnehmer wurden aufgenommen und Anzeigen geschrieben. Der Zufallsfund zeigt, wie schwierig es für die Polizei ist, illegale Glücksspiele wirksam zu bekämpfen. Ohne den Tippgeber im Café im Köln-Kalk wäre die Polizei wieder abgezogen nach der Routinekontrolle. Das illegale Pokerspiel im Hinterhof hätte weiterhin stattfinden können. Das viel größere Thema für die Polizei in Köln dürfte allerdings sein, dass der Erfolg in Köln-Kalk zwar gut aussieht, aber das Gesamtproblem nicht einmal ansatzweise löst.

Illegales Glücksspiel in Hinterhöfen und Hinterzimmern

Für viele Glücksspiel-Fans sind die Glücksspiele, die in Spielbanken, Spielhallen und seriösen Online Casinos stattfinden, nicht interessant genug. Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein Problem für viele Spieler ist, dass für Spielautomaten ein sehr niedriges Einsatzlimit gibt. In den seriösen Online Casinos gibt es zudem ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat. Was für einen ganz normalen Glücksspiel-Fan mehr als genug ist, stellt einen echten High Roller kaum zufrieden. Deswegen gibt es einen großen Bedarf nach Spielen, in denen es möglich ist, deutlich höhere Summen zu setzen. Darüber hinaus gibt es auch eine vitale Pokerszene im illegalen Bereich. Das Pokerangebot ist in Deutschland relativ klein, da Poker im terrestrischen Bereich ausschließlich in Spielbanken angeboten wird.

Online-Poker ist mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Deutschland komplett legalisiert worden. Aber es gibt erhebliche Einschränkungen, die dazu führen, dass vielen Pokerspielern das legale Angebot nicht genügt. Deswegen haben Anbieter von illegalen Pokerspielen die Möglichkeit, hohe Anreize zu schaffen. Für die Polizei, nicht nur in Köln-Kalk, ist es enorm schwierig, die illegale Anbieter von Glücksspielen zu bekämpfen. Ohne Tippgeber dürfte es nahezu aussichtslos sein, regelmäßig illegale Glücksspiele zu unterbinden und die Veranstalter zur Rechenschaft zu ziehen. Für die Veranstalter sind die Spiele sehr lukrativ, sodass die juristischen Sequenzen nicht abschreckend genug sind.

Legales Glücksspiel sollte attraktiver werden

Wie lässt sich verhindern, dass Glücksspiel-Fans an illegalen Veranstaltungen teilnehmen? Wenn es ein attraktives legales Glücksspielangebot gäbe, hätten die Spieler überhaupt keinen Grund, an illegalen Spielen teilzunehmen. Ein umfassendes Pokerangebot in ganz Deutschland würde beispielsweise dazu führen, dass die illegalen Pokeranbieter keine Argumente auf ihrer Seite hätten. Fakt ist aber, dass die Glücksspielregulierung durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag noch strenger geworden ist. Auf dem Papier ist der Spielerschutz deutlich besser geworden. Aber Polizeieinsätze wegen Köln-Kalk zeigen, dass der Bedarf nach illegalen Glücksspielen ohne Limits und Beschränkungen nach wie vor sehr hoch ist.