Der Sportwettenanbieter Admiral, der zur Novomatic AG gehört, ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Zwischenzeitlich über die Webseite überhaupt nicht erreichbar. Mittlerweile gibt es eine Nachricht von Admiral auf der Webseite, in der darauf hingewiesen wird, dass es einen „Cyberangriff“ gegeben habe. Die Webseite müsse komplett wiederhergestellt werden. Aber vorher gehe es darum, das System zu sichern und dafür zu sorgen, dass nicht erneut ein Angriff zu einem Ausfall der Webseite führen kann. Besonders wichtig für die Kunden: Laut Admiral sind die Kundenguthaben nicht in Gefahr. Ob die Kundendaten ebenfalls gut geschützt waren und sind, wird in der Mitteilung von Admiral allerdings nicht thematisiert.

Schwerer Hackerangriff versenkt Admiral

Admiral Sportwetten

Für die Kunden von Admiral gab es am, Montag einen Schock. Die Webseite war plötzlich nicht mehr erreichbar. Was war passiert? Die Webseite ist Opfer eines Angriffs geworden, bei dem nach Angaben des Sportwettenanbieters die IT-Infrastruktur ins Visier genommen wurde. Das Ergebnis ist, dass Admiral ein schwerwiegendes Problem hat. Die Webseite muss vollständig wiederhergestellt werden. Das sollte für sich genommen kein großes Problem sein, denn es dürfte Backups der Webseite geben. Allerdings hilft es nicht, ein Backup einzuspielen, wenn es eine Sicherheitslücke gibt. Deswegen scheint man nun bei Admiral damit beschäftigt zu sein, die Details des Angriffs zu analysieren, um mögliche Lücken zu schließen. Ob dies schnell möglich ist, hängt davon ab, wie komplex der Angriff war und was genau geschehen ist. Es ist nicht undenkbar, dass es Tage oder sogar Wochen dauert, bis das System wieder sicher läuft. Vielleicht gelingt es den Spezialisten von Admiral aber auch, das Sportwetten-Angebot noch heute wieder an den Start zu bringen. In jedem Fall sollten die aktuellen Vorkommnisse bei Admiral die Branche aufwecken. Wenn es um IT-Sicherheit geht, gibt es nach Einschätzung vieler Fachleute beim Online-Glücksspiel noch einigen Nachholbedarf.

Was genau das Ziel des Hackerangriffs auf Admiral war, lässt sich aktuell nicht abschätzen. Ob es um Geld ging oder darum, der Firma zu schaden, lässt sich von außen nicht beurteilen. Aber sicher ist, dass Admiral neben dem finanziellen Schaden, der durch den Hackerangriff entsteht, auch einen Imageschaden erleidet. Die Kundinnen und Kunden von Admiral werden sich genau anschauen, wie der Sportwettenanbieter die aktuelle Situation meistert.

IT-Sicherheit beim Online-Glücksspiel wichtiges Thema

Online-Buchmacher müssen genauso wie Online-Casinos sicher konstruiert werden. Das oberste Ziel muss es sein, unbefugten Dritten den Zugriff auf sämtliche Daten zu verwehren. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, dieses Ziel zu erreichen, wenn auf der anderen Seite ein hohes Maß an krimineller Energie vorhanden ist. Aber es ist durchaus möglich, eine Webseite für Online-Sportwetten oder Online-Spielautomaten so zu gestalten, dass sich auch die besten Hacker die Zähne ausbeißen. Die spannende Frage für Admiral ist aktuell: Was ist passiert und wie lässt es sich verhindern, dass dieses Problem noch einmal in Zukunft auftritt? Wenn eine Sicherheitslücke vorhanden ist, kann diese jederzeit wieder genutzt werden, um einen Schaden anzurichten.

Zudem muss auch geklärt werden, welcher Schaden entstanden ist. Besonders problematisch bei einem Hackerangriff ist, dass das System kompromittiert wird. Selbst wenn das System wiederhergestellt wird, kann es sein, dass die Hacker weiterhin Zugriff haben. Das dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass es nicht möglich war, die Webseite innerhalb weniger Stunden wieder an den Start zu bringen. Dass die Guthaben der Kunden gesichert sind, ist durchaus glaubwürdig. Selbst wenn die komplette Webseite zerschossen worden sein sollte, dürfte es nicht schwierig sein, die Kundenguthaben auf der Basis der vorhandenen Backups zu ermitteln. Aber wir werden die Situation im Auge behalten und schauen, wie Admiral mit dem folgenschweren Hackerangriff umgeht.

Behörden sollen Admiral helfen

Admiral hat bereits die zuständigen Behörden informiert. Ein Hackerangriff auf ein österreichisches Unternehmen dürfte strafrechtlich relevant sein. Zudem wäre es wichtig, andere Unternehmen vor den Methoden, die bei Admiral angewendet wurden, zu warnen. In den nächsten Wochen dürften noch einige interessante Informationen an die Öffentlichkeit kommen. Eines ist völlig klar: Die IT-Abteilung von Admiral schiebt im Moment Überstunden, denn das Problem muss dringend gelöst werden.