Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat eine eigene Online-Präsenz. Die neue Webseite klärt auf über die Strukturen und Ziele der Behörden. Zudem soll die neue Webseite auch den Kontakt zur neuen Regulierungsbehörde vereinfachen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder befindet sich noch im Aufbau. Ab Mitte 2022 soll die GGL die Bekämpfung des Glücksspiel-Schwarzmarkts im Internet übernehmen. Ab 2023 soll die GGL die gesamte Regulierung und Lizenzierung des Online-Glücksspiels verantworten. Aktuell gibt es noch eine Übergangslösung. Zuständig für die Regulierung des Online-Glücksspiels ist derzeit das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt. Allerdings hat es das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt bislang nicht geschafft, Lizenzen für Online Casinos zu vergeben.

Neue Webseite für wichtige Glücksspielbehörde der Länder

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Die neue Webseite der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder beweist, dass es diese Behörde tatsächlich in den Grundstrukturen schon gibt. Derzeit gibt es vor allem allgemeine Informationen zur Glücksspielregulierung und den Aufgaben der GGL. Doch in Zukunft dürfte es auch aktuelle Nachrichten zu Lizenzvergaben, Sanktionen und anderen Aktivitäten der neuen Glücksspielbehörde geben. Die Aufgaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder umfassen einen großen Teil des Online-Glücksspiels inklusive virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Sportwetten. Ausgenommen sind allerdings die sogenannten Online-Casinospiele, die nach Definition des Glücksspielstaatsvertrags Online-Tischspiele sind. Diese Spiele werden von den Ländern individuell lizenziert und reguliert. Ob das sinnvoll und zielführend ist, muss sich in der Praxis erweisen.

Es ist bemerkenswert, dass die Webseite der GGL mehr als ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags live geschaltet wird. Tatsächlich findet bereits eine Regulierung des Online-Glücksspiels in Deutschland statt. Doch mit dieser Regulierung hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder noch nicht zu tun. Vielmehr übernimmt das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt die Regulierung der Online Casinos. Auch Online-Poker wird in Sachsen-Anhalt verantwortet. Das Regierungspräsidium Darmstadt ist damit befasst, die Online-Sportwetten zu regulieren. Während zahlreiche Wettanbieter in Deutschland bereits mit Online-Lizenzen ausgestattet sind, gibt es derzeit keine einzige Lizenz für ein Online Casinos oder Online-Poker. Allein 49 Antragsteller warten auf eine Lizenz für virtuelle Automatenspiele.

Auf GGL wartet viel Arbeit

Das Landesordnungsamt Sachsen-Anhalt ist dem Vernehmen nach wohl personell nicht gut genug aufgestellt, um die Bearbeitung der Lizenzanträge in annehmbarer Zeit durchzuführen. Es ist bemerkenswert, dass bereits über sieben Monate vergangen sind, seit ersten Lizenzanträge eingereicht worden sind. Derzeit ist nicht klar, wann die ersten Lizenzen für Online Casinos verfügbar sein werden. Auf der neuen Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder gibt es zwar eine Whitelist, auf der die Lizenzinhaber verzeichnet sind. Aber die Listen der Anbieter von virtuellen Automatenspielen und Online-Poker sind leer. Das sollte sich in den nächsten Monaten ändern. Die Übergangsregelung, die aktuell gilt, ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Insbesondere werden die seriösen Glücksspielanbieter, die sich an die Übergangsregelung halten, benachteiligt. Wer sich an die Regeln hält, ist der Dumme? Ein Stück weit gilt das aktuell in Deutschland für Online-Glücksspielanbieter.

Auf der neuen Webseite der GGL gibt es viele interessante Informationen zum Glücksspielstaatsvertrag, zu den Aufgaben und Tätigkeitsbereichen der neuen Behörde und zu den wichtigsten Zielen der Glücksspielregulierung. Auch die Bekämpfung des Schwarzmarkts wird thematisiert. Bedauerlicherweise wird die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder aber erst Mitte 2022 mit der Bekämpfung des Schwarzmarkts beginnen. Dabei wäre es wichtig gewesen, von Anfang an dieses wichtige Ziel möglichst effektiv zu verfolgen. Derzeit profitieren viele Anbieter auf dem Schwarzmarkt davon, dass die seriösen Glücksspielanbieter das neue Einzahlungslimit und das neue Einsatzlimit umsetzen. Viele Glücksspiel-Fans bevorzugen aber die Anbieter ohne diese Limits. Unternommen wird gegen den Schwarzmarkt aktuell nicht viel in Deutschland.

Professioneller Internetauftritt der GGL überzeugt

Die Mitarbeiter der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder können nichts dafür, dass die Behörde noch nicht arbeitsfähig ist. Von Anfang an gab es den Plan, erst ab 2023 der neuen GGL die Regulierung und Lizenzierung des Online-Glücksspiels übertragen. Zumindest die neue Webseite der GGL macht einen guten und professionellen Eindruck. Das schlichte Design passt gut zu einer soliden deutschen Behörde. Die Inhalte, die aktuell verfügbar sind, helfen Journalisten und Glücksspiel-Fans, einen umfassenden Eindruck von den geplanten Tätigkeiten der neuen Glücksspielbehörde zu bekommen. Die Webseite ist ein guter Anfang, aber am Ende muss sich in der Praxis zeigen, wie gut die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder das Online-Glücksspiel reguliert.