Gamstop hat einen British Data Award 2022 gewonnen für eine besonders vorbildliche Initiative. Über Gamstop können sich Spieler in Großbritannien selbst vom Online-Glücksspiel ausschließen. Alle lizenzierten Online-Glücksspielanbietern Großbritannien unterstützen Gamstop. Es handelt sich um ein kostenloses Programm, das von dem Unternehmen The National Online Self-Exclusion Scheme Limited zur Verfügung gestellt wird. Entscheidend für die aktuelle Auszeichnung war, dass mittlerweile über 280.000 Bürger in Großbritannien das System zum Selbstschutz nutzen. Die Auszeichnung mit einem British Data Award wurde damit begründet, dass die verwendeten Daten sinnvoll und zum Wohle der Nutzer eingesetzt werden.

Gamstop wird mit renommiertem Preis ausgezeichnet

British Data Awards

In Deutschland ist Gamstop dem Namen nach wahrscheinlich vielen Glücksspiel-Fans bekannt, da viele britische Glücksspielanbieter das Logo von Gamstop auf ihrer Webseite haben. Aber was steckt hinter Gamstop? Es handelt sich um ein freiwilliges Spielersperrsystem. Die Glücksspielanbieter mit einer Lizenz der UK Gambling Commission sperren die Spieler, die auf der Liste von Gamstop stehen, vom Spielbetrieb aus. Das ist sehr wichtig, denn es handelt sich um einen Selbstausschluss. Spieler, die sich nicht unter Kontrolle haben, können über Gamstop bewirken, dass zumindest die illegalen Glücksspielanbieter die Angebote verweigern. Viele Experten befürworten den Selbstausschluss als wichtige Spielerschutz-Maßnahme. Verantwortungsbewusstes Spielen ist enorm wichtig und dazu gehört auch, sich nicht selbst zu schaden. Doch es gibt Menschen, die das Glücksspiel nicht gut unter Kontrolle haben. Für diese Spieler ist Gamstop eine enorme Hilfe. Deswegen ist es wichtig, dass dieses Spielersperrsystem populär wird.

Nur wenn alle Spieler wissen, dass sie die Möglichkeit haben, sich auf sehr effektive Weise selbst zu schützen, kann Gamstop erfolgreich sein. Die aktuellen Zahlen zeigen allerdings, dass es wohl die meisten gefährdeten Spieler bereits auf der Liste stehen. Aber durch veränderte Lebensumstände und andere Faktoren kann ein zuvor ungefährdeter Spieler in eine schwierige Situation gekommen. Deswegen ist es wichtig, dass es jederzeit möglich ist, einen Selbstausschluss über Gamstop durchzuführen.

Gamstop funktioniert in der Praxis denkbar einfach

Wenn ein britischer Spieler bemerkt, dass er zu viel Geld verliert oder sich in ungünstige Situationen bringt, kann er sich bei Gamstop kostenlos anmelden. Die persönlichen Daten müssen angegeben werden, um eine Identifizierung zu ermöglichen. Die Identifizierung ist nötig, weil die seriösen Online-Casinos sind andere Glücksspielanbieter den Kunden ausschließen müssen. Das funktioniert nur über eine Überprüfung der Kundendaten. Nach der Registrierung bei Gamstop haben die Spieler die Möglichkeit, sich für sechs Monate, zwölf Monate oder fünf Jahre selbst auszuschließen. Wenn die Frist abläuft, wird allerdings nicht automatisch eine Freischaltung durchgeführt.

Vielmehr müssen die Spieler aktiv die Sperre aufheben lassen, wenn die Frist abgelaufen ist. Vor Ablauf der selbst eingestellten Frist ist es in keinem Fall möglich, den Selbstausschluss zu beenden. Das ist sinnvoll im Sinne des Spielerschutzes. Deswegen gibt es wohl auch keine lebenslange Selbstsperre bei Gamstop. Vermutlich gibt es auch rechtliche Gründe, diesen Schritt nicht zu gehen. Es ist aber sehr leicht, den Selbstausschluss immer wieder zu verlängern. Zudem sollte es innerhalb von fünf Jahren möglich sein, ein Problem mit Glücksspiel zumindest so weit zu lösen, dass kein Rückfall geschieht.

Auch Deutschland hat Spielersperrsystem

Gamstop ist ein freiwilliges System für den Selbstausschluss beim Online-Glücksspiel. In Deutschland gibt es mit dem Spielersperrsystem OASIS eine Lösung, die deutlich weiter geht. In Deutschland müssen alle Glücksspielanbieter, die online oder offline aktiv sind, das Spielersperrsystem beachten. Auch in Deutschland kann sich jeder Spieler selbst sperren. Die Prozedur ist ähnlich wie bei Gamstop, sodass gefährdete Glücksspiel-Fans sich sehr leicht selbst schützen können. Die Wirkung dürfte in Deutschland deutlich höher sein, da auch die Spielhallen und Spielbanken berücksichtigt werden. In Großbritannien können die Spieler, die auf Gamstop registriert sind, trotzdem noch in Spielhallen und Casinos spielen. Das ist keine optimale Lösung.

Grundsätzlich gibt es bei allen Spielersperrsystemen aber das Problem, dass nur der legale Markt erfasst wird. Wenn ein Spieler sich für den legalen Markt sperren lässt, gibt es immer noch zahlreiche Angebote auf dem illegalen Glücksspielmarkt, sowohl online als auch offline. Dieses Problem lässt sich nur durch eine wirkungsvolle Bekämpfung des Schwarzmarkts in den Griff bekommen.