„Monarch – Der Automatenschreck“ ist eine Spieler-Doku, die jeder Glücksspiel-Fan kennen sollte. Der Film ist auf YouTube kostenlos verfügbar. Aber viele Spieler der neueren Generationen kennen den großen Klassiker nicht. Worum geht es beim „Automatenschreck“? Gezeigt wird ein Spieler, der auf clevere Weise gezielt Automaten überlistet. Diethard Wendlandt, der „Monarch“, ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher kaufmännischer Angestellter. Aber in seiner Freizeit hat Wendlandt entdeckt, dass es Spielgeräte gibt, die sich mit dem nötigen Wissen regelmäßig dazu überreden lassen, Höchstgewinne auszuspucken. Aus diesem Wissen hat Wendlandt ein sehr spannendes Geschäftsmodell entwickelt, das ausführlich im Dokumentarfilm gezeigt wird.

Monarch räumt Spielautomaten aus – völlig legal und steuerfrei

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Bevor wir zu den Aktivitäten von Diethard Wendlandt kommen, ist es wichtig zu verstehen, in welcher Zeit die Dokumentation entstanden ist. Im Jahr 1979 war die Welt noch in Ordnung. Gerade waren die ersten elektronischen Spielgeräte auf den Markt kommen. Unter der Marke „Mint“ hatte der Automatenhersteller NSM (Löwen Entertainment) eine Revolution eingeleitet. Zuvor gab es in Deutschland ausschließlich elektromechanische Spielgeräte. Die entscheidende Neuerung war ein elektronisches Steuergerät, mit dem der gesamte Spielablauf kontrolliert wurde. Auch wenn die Hintergründe nicht völlig klar sind, da der Spielehersteller dieses Thema nie öffentlich diskutiert hat, war es wahrscheinlich so, dass das neue Steuergerät nicht ganz optimal konstruiert war.

Insbesondere fehlte wahrscheinlich der sogenannte Mischer, ein Zufallsgenerator, mit dem sichergestellt wird, dass niemand wissen kann, wann die Walzen zum Stillstand kommen. Bei den ersten Mint-Geräten, die im Jahr 1977 auf den Markt kam und auch bei der Variante „Mint Super“ war das allem Anschein nach möglich. Diethard Wendlandt ist es gelungen, durch ausführliches Studium und erhebliche Investitionen herauszufinden, wie die Geräte funktionieren. Wendlandt hat eine Methode entwickelt, mit der er zielsicher in kürzester Zeit die Mint-Automaten lehren kann. Diethard Wendlandt spricht im Film von „Gurken fegen“, wenn es darum geht, die Spielautomaten zu überlisten. Bemerkenswert ist aber nicht nur die Fähigkeit, diesen Wunschtraum aller Spieler umzusetzen. Auch die professionelle Herangehensweise von Diethard Wendlandt nötigt dem Zuschauer Respekt ab. Ein hübsches Detail am Rande: Die Methode von Diethard Wendlandt war völlig legal und die Gewinne waren steuerfrei!

Diethard Wendlandt ist deutsche Slot-Legende

Im Dokumentarfilm erwähnt Diethard Wendlandt, dass es sich wohl um eine einmalige Chance handele, enorm viel Geld mit Spielautomaten zu verdienen. Nachdem die Schwachstelle ausgebessert wurde und andere Hersteller das Problem ebenfalls auf dem Schirm hatten, gab es keine Möglichkeit mehr, auf ähnliche Weise Spielautomaten zu knacken. Aber für einen kurzen Zeitraum konnte Wendlandt enorm viel Geld verdienen. Im Film ist davon die Rede, dass ein einziger Automat 300 Mark und mehr bringt. Das Geschäft war so lukrativ, dass Diethard Wendlandt Hilfskräfte, sogenannte „Geier“ losschicken konnte, um die Standorte aller Mint-Automaten in einer Stadt zu finden.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die meisten Automaten damals in Gaststätten und Kneipen standen. Aber für Diethard Wendlandt war es wichtig, die richtigen Automaten zu finden. Denn nur dann konnte er seine geniale Methode anwenden. Manchmal handelte sich Diethard Wendlandt Ärger mit den Wirten ein, die prozentual an den Einnahmen der Slots-Maschinen beteiligt waren. Zudem sorgte Diethard Wendlandt immer wieder für Aufsehen, denn wenn ein Automat geknackt wird, sorgt das in einer Gaststätte für Aufmerksamkeit. Deswegen musste Diethard Wendlandt regelmäßig neue Standorte finden. Wie viel Geld der „Monarch“ am Ende zusammen bekommen hat, ist nicht klar. Aber im Spiel wird deutlich, dass sich der geniale Spieler ein Luxusleben gönnen konnte.

Monarch hat einmalige Slots-Geschichte geschrieben

Die legale Manipulation von Spielautomaten zur Gewinnoptimierung war eine einmalige Gelegenheit in der deutschen Geschichte. Diethard Wendlandt hat diese Gelegenheit genutzt und sich selbst ein Denkmal gesetzt mit der Teilnahme an der Dokumentation „Monarch – Der Automatenschreck“. Die Spieler-Doku von Johannes Flütsch und Manfred Stelzer sollte niemand zum Anlass nehmen, ähnliche Methoden auszuprobieren. Die heutigen Spielautomaten sind für derartige Methoden nicht mehr empfänglich. Das gilt ganz besonders auch für die Online Spielautomaten, die auf ausgeklügelter Software basieren. Aber eines hat sich nicht geändert: Genauso wie 1979 gibt es auch im Jahr 2022 sehr viele Menschen, die gerne Spielautomaten zocken. Der wichtigste Unterschied: Mittlerweile gibt es sehr viele Glücksspiel-Fans, die bevorzugt online spielen, unter anderem auch Handy Spielautomaten.

Hier geht`s zum Film : https://www.youtube.com/watch?v=rWc45XPSYo4