Der Glücksspielanbieter 888 muss in Großbritannien eine unzulässige Werbung einstellen. Die Advertising Standards Authority (ASA) hat einen Verstoß festgestellt. Allerdings ging es nicht um Werbung für die Marke 888, sondern für die Marke 777, die zum Glücksspielkonzern 888 gehört. Bei den Untersuchungen hat sich allerdings herausgestellt, dass 888 die Werbung wohl nicht selbst geschaltet hat. Vielmehr hat ein Drittunternehmen, das mit 888 zusammenarbeitet, die Werbung gestaltet und ohne Rücksprache mit 888 verwendet. Nach Auskunft von 888 sollte das eigentlich nicht passieren, zumal der entstandene Imageschaden nun ausschließlich 888 betrifft.

888 reagiert auf Verstoß gegen Werbevorschriften

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In der Werbeanzeige, die zum Eingreifen der Advertising Standards Authority geführt hat, wird suggeriert, dass es möglich sei, mit Freispielen einen großen Hauptgewinn abzuräumen. Doch das war und ist nach Einschätzung der ASA nicht möglich. Deswegen verstößt die Werbeanzeige gegen die Werbevorschriften, die eindeutig darauf hinweisen, dass keine falschen Angaben gemacht werden dürfen. Werbung übertreibt immer ein bisschen. Aber wenn ein grundsätzlich falscher Eindruck erweckt wird, ist das ein Verstoß gegen die Werbevorschriften der ASA. Das Ergebnis ist, dass die Werbeanzeige vom Markt genommen worden ist. 888 musste sich zudem klar positionieren und bestätigen, dass diese Anzeige nicht mehr verwendet wird. Die Idee, mit kostenlosen Spielen riesige Gewinne abzuräumen, begeistert viele Glücksspiel-Fans. Aber in der Praxis ist es nur sehr selten möglich, ganz ohne finanziellen Einsatz einen riesigen Gewinn abzuräumen bei einem Glücksspielanbieter. Auch 888 ist diesbezüglich keine Ausnahme.

Das sollte auch niemanden überraschen, denn nicht einmal beim Lotto sind die Millionengewinne umsonst. Ohne ein Lotterielos kann niemand Millionär werden beim Lotto. Umso unverständlicher ist, dass eine Werbeanzeige geschaltet wird, in der angedeutet wird, dass es möglich sei, mit kostenlosen Free Spins einen riesigen Gewinn zu erzielen. Wäre das möglich, wäre 888 kein Glücksspielanbieter, sondern ein Wohlfahrtsunternehmen.

888 muss Kontrolle der Partner verschärfen

Eine direkte Konsequenz der aktuellen Probleme mit der Advertising Standards Authority ist, dass 888 noch stärker kontrollieren muss, dass die Partner, die zum Teil für 888 werben, sich an die Werbevorschriften handeln. Das ist keine neue Sache und normalerweise achten Glücksspielanbieter wie 888 sehr genau darauf, dass die Partner, die oft aus dem Bereich Affiliate-Marketing kommen, sich minutiös an die geltenden Regeln halten. Insbesondere schreibt 888 allen Partnern vor, dass Werbeanzeigen freigegeben werden müssen, bevor sie genutzt werden. Im aktuellen Fall ist das nach Auskunft von 888 aber wohl nicht passiert. Trotzdem fällt die Verantwortung zurück auf 888, da für eine Marke von 888 geworben worden ist.

Welche Konsequenzen der Verstoß gegen die Werbevorschriften für das Unternehmen hat, das den Werbespot zu verantworten hat, ist nicht bekannt. Aber es ist davon auszugehen, dass 888 sich sehr klar positionieren wird. Ob eine weitere Zusammenarbeit mit dem betroffenen Partner stattfinden wird, ist keineswegs sicher. Wahrscheinlich wird vieles davon abhängen, welche geschäftliche Beziehung 888 zu dem Unternehmen hat, das für den Verstoß verantwortlich ist. Wenn es sich um einen großen und bewährten Partner handelt, ist ein Fehler verzeihlich. Aber es kann auch sein, dass 888 die Zusammenarbeit aufgrund des Verstoßes gegen die Richtlinien der ASA beenden wird.

Werbung für Online-Glücksspiele streng reglementiert

Nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland ist die Werbung für Online-Glücksspiele streng reglementiert. In Deutschland ist es zum Beispiel nicht möglich, zu jeder Tageszeit Werbung für 888 im Fernsehen zu machen. Der Spielerschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Es ist wichtig, dass sich die Glücksspielanbieter an die Regeln halten. In Großbritannien gibt es eine zuständige Behörde, die gegen Verstöße vorgeht. Wie Verstöße gegen Werbung für Online-Glücksspiele in Deutschland in Zukunft behandelt werden, ist noch nicht ganz klar.

Die Glücksspielbehörde, die für die Regulierung des Online-Glücksspiels zuständig ist, befindet sich noch im Aufbau. Deswegen gibt es im Moment auch noch einige Unsicherheiten, in welcher Form Werbung für Online-Spielhallen überhaupt stattfinden darf. Insbesondere bei der TV-Werbung gibt es noch diverse Unklarheiten. Aber auch in Deutschland wird gelten, dass Glücksspielanbieter, die gegen Werbevorschriften verstoßen, schlechte Presse bekommen. Schon aus diesem Grund liegt es im Eigeninteresse der Glücksspielanbieter darauf zu achten, dass auch die Partner sich strikt an die geltenden Werberichtlinien halten. Im Fall von 888 war das nicht der Fall und dafür muss 888 nun mit schlechter Presse bezahlen.