Spiel: Niederlande – Österreich

Spielplan: 2. Spieltag der Gruppe C
Datum: 17. Juni 2021
Uhrzeit: 21:00 Uhr
Spielort: Amsterdam Arena

Am zweiten Spieltag der Gruppe C treffen die Niederlande und Österreich aufeinander. Nach Auftaktsiegen können beide Teams ohne dramatischen Druck in die Partie gehen. Die Niederländer sind auf dem Papier der Favorit, aber Österreich ist nicht chancenlos.

Niederlande: brillante Offensive und erschreckend löchrige Abwehr

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Was ist nur mit den Niederländern los? Vor dem Turnier hieß es, dass der Teamgeist am Boden sei. Die Kritik an Bondscoach Frank de Boer war uferlos. Doch im ersten Spiel präsentierten sich die Niederländer als gut funktionierende Einheit, jedenfalls über weite Strecken. Die wilde niederländische Offensive vor allem aber höchst unterhaltsam. Durch ständiges Pressing gelangen den Niederländern viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Allerdings hat die Ukraine auch gezeigt, dass es möglich ist, die Niederlande gerade durch die wilde Offensive immer wieder in schwierigen Situationen zu bringen. Bei gut vorgetragenen Kontern sah das niederländische Team oft nicht gut aus. Gegen ein besseres Team als die Ukraine wären die Niederlande aufgrund der schlechten Abwehrleistung vermutlich heftig unter die Räder gekommen. Doch gegen die Ukraine konnten die Niederlande am Ende knapp die Oberhand behalten, weil die Offensive sehr gut funktioniert. Österreich ist defensiv etwas besser aufgestellt als die Ukraine. Ob das reicht, um die niederländischen Offensivspieler zu bremsen, muss sich zeigen. Georginio Wijnaldum vom FC Liverpool war der überragende Akteur im Spiel gegen die Ukraine.

Der Mittelfeldregisseur war an fast jedem Angriff beteiligt und glänzte durch eine unglaubliche Ballsicherheit. Österreich wäre gut beraten, Wijnaldum ständig unter Druck zu setzen, um den Spielfluss zu stören. In der vordersten Spitze sind die Niederländer mit Memphis Depay und Wout Weghorst sehr gut aufgestellt. Denzel Dumfries wäre beinahe zum tragischen Helden geworden, konnte aber letztlich dann mit einem großartigen Tor den Sieg sichern. Mathijs de Ligt soll für das zweite Spiel wieder verfügbar sein. Der junge Abwehrspieler könnte dazu beitragen, dass die niederländische Abwehr stabiler steht als gegen die Ukraine. Aber wenn die Niederlande genauso offensiv gegen Österreich spielen wie gegen die Ukraine, werden sich auch wieder einige Lücken auftun, die Österreich nutzen kann. Die Frage ist nur, ob Österreich dazu in der Lage ist, die Schwächen der Niederländer gezielt auszunutzen.

Österreich: Alaba als Sinnbild für taktische Unzulänglichkeiten

Im ersten Spiel war David Alaba, der mit Abstand beste österreichische Spieler, als zentraler Abwehrspieler völlig verschenkt. Überhaupt war die Idee, gegen das harmlose Nordmazedonien mit einer defensiven Dreierkette aufgelaufen, vielleicht nicht die beste Idee. Erst nach einer Systemumstellung und der Verschiebung von David Alaba auf die linke Außenseite wurde das Spiel der Österreicher besser. Gegen die Niederlande sollte sich Trainer Franco Foda vielleicht die taktischen Unzulänglichkeiten in der Startaufstellung sparen. Gegen Nordmazedonien war es problemlos möglich, taktische Fehler zu korrigieren. Aber die offensivstarken Niederländer könnten jeden Fehler frühzeitig nutzen und klare Verhältnisse schaffen, bevor Österreich umstellen kann. Besonders wichtig ist, dass David Alaba auf seiner linken Stammposition spielt. Für das Team ist er auf dieser Position optimal eingesetzt. Es ist ein großes Rätsel, warum österreichische Nationaltrainer dazu tendieren, David Alaba überall einzusetzen, nur nicht als linker Verteidiger. Aber zumindest hat Franco Foda den Fehler erkannt und Laufe des ersten Spiels noch korrigiert.

Österreich hat eine gute Mannschaft mit vielen überdurchschnittlichen Spielern. Besonders bemerkenswert ist, dass Österreich auch eine tiefe Bank hat. Das wurde im Spiel gegen Nordmazedonien deutlich. Zwei der drei Torschützen wurden im Laufe des Spiels eingewechselt: Marko „Ich kann dein Leben kaufen“ Arnautovic und Michael Gregoritsch. Österreich kann den Niederländern vor allem durch ein schnelles Umschaltspiel gefährlich werden. Zudem sind die Außenbahn gut besetzt, wenn David Alaba nicht wieder auf einer zentralen Position verschenkt wird. Allerdings fehlt Österreich auf manchen Positionen das Tempo. Doch mit einem geschlossenen Auftreten könnte Österreich für die Niederländer eine unangenehme Bewährungsprobe werden. Besonders wichtig dürfte es sein, defensiv stabil zu stehen, um die wilde niederländische Offensive ausbremsen.

Mein Wett-Tipp: Österreich nutzt niederländischen Abwehrkäse

Österreich gewinnt gegen die Niederlande? Das klingt wie ein Fußballmärchen. Aber nach den Eindrücken aus dem ersten Spiel ist das aus meiner Sicht ein völlig realistisches Ergebnis. Das österreichische Team ist personell stark aufgestellt und hat nun auch das nötige Selbstbewusstsein. Die niederländischen Löcher in der Abwehr wird Österreich nutzen, um am Ende mit einem Tor Vorsprung knapp zu gewinnen. Die Niederländer müssen aufpassen, dass sie vor lauter Offensiv-Feuerwerk nicht früh aus dem Turnier ausscheiden. Österreich könnte die Überraschungsmannschaft des Turniers werden, wenn ein Sieg gegen die Niederlande gelingt.

Hier ist mein Wett-Tipp: Niederlande – Österreich: 2:3

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Herzlichst Ihr
Engelbert Breitner