Die Ergebnisse des gestrigen Spieltages im Überblick:
Ukraine – Nordmazedonien 2:1
Dänemark - Belgien 1:2
Niederlande – Österreich 2:0

Seit gestern steht eine weitere Mannschaft definitiv fest, die ins Achtelfinale einziehen wird. Durch den 2:0 Sieg gegen Österreich, das mit einem ungewohnt fehlerhaften David Alaba aufspielte, ist das Weiterkommen für Oranje sicher. Auch Belgien ist durch eine Weltklasse-Leistung von Kevin de Bruyne nicht mehr zu stoppen. Trotz eines starken Auftritts des nordmazedonischen Kaders hat das Team von Trainer Angelovski kaum noch Chancen die K.O.-Runde zu erreichen, und auch die Dänen müssen zittern.

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Ukraine – Nordmazedonien: Zwei verschossene Elfmeter auf beiden Seiten in einer abwechslungsreichen Partie

Ukraine Nordmazedonien EM2021 | Sportwetten

Die Ukraine hat sich durch den knappen Sieg gegen ein kämpferisch starkes Nordmazedonien die Chance auf das Achtelfinale erhalten. Trainer Andriy Shevchenko hatte seine Startelf nach dem 2 : 3-Krimi gegen die Niederlande bei zwei Positionen verändert: Auf der sechs wurde Sydorchuk durch Stepanenko ersetzt und im Mittelfeld spielte Shaparenko statt des verletzten Oleksandr Zubkov. Beide Mannschaften standen nach den verlorenen Partien des ersten Spieltags enorm unter Druck. In der Anfangsphase hatte Nordmazedonien Probleme ins Spiel zu kommen, wurde nach einer Viertelstunde jedoch deutlich besser, allerdings behielt die Ukraine die Kontrolle und kam auch gleich zweimal zum Abschluss. Zum ersten Tor der Begegnung kam es dann in der 29. Minute: Nach einer verlängerten Ecke von Karavaev gelang es Yarmolenko den Ball über die Linie zum 1:0 für die Ukrainer zu drücken. Nur sechs Minuten später war es Yaremchuk, dem das verdiente 2:0 gelang.

Doch auch Nordmazedonien hatte großartige Szenen in der ersten Halbzeit. Pandev konnte sich in der 39. Minute im Strafraum durchsetzen und den Ball über Keeper Bushchan lupfen. Dummerweise stand er dabei im Abseits, so dass dieses Tor nicht zählte. Nach der Pause ging es unverändert weiter: Viele Chancen auf beiden Seiten. Nach einer kuriosen Szene im Strafraum entschied der argentinische Schiedsrichter Rapallini auf Strafstoß für Nordmazedonien. Alioski trat an und scheiterte an Keeper Bushchan, verwandelte dann im Nachschuss aber doch zum 2:1. In der 84. Minute kam es erneut zum Strafstoß wegen eines Handspiels im Strafraum. Der Ukrainer Malinovskyi scheiterte jedoch an Keeper Dimitrievski. Und so blieb es bei einem knappen 2:1 Sieg für die Ukraine, und das nordmazedonische Team um Trainer Angelovski stand wieder mit leeren Händen da. Nordmazedonien muss am kommenden Montag gegen die Niederlande ran und hat nur noch theoretische Chancen auf einen Achtelfinaleinzug. Die Ukraine tritt zeitgleich gegen Österreich an.

Rückkehrer Kevin De Bruyne dreht ein emotionales Spiel zum 2:1 für Belgien

Den Schock des ersten Spieltages dieser EM scheint das dänische Team inzwischen verkraftet zu haben, denn die Mannschaft zeigte in ihrer ersten Partie nach der Tragödie um ihren besten Mann, Christian Eriksen, gegen Belgien eine ausgesprochen starke Leistung. Der Sport scheint in die Köpfe zurückgekehrt zu sein, denn die Dänen legten einen grandiosen Blitzstart hin. Das Spiel war noch keine 2 Minuten alt, als der Leipziger Stürmer Yussuf Poulsen einen Pass im Strafraum erhielt und diesen souverän zum 0:1 verwandelte. Auf den Rängen des mit 25.000 Zuschauern besetzten Stadions in Kopenhagen brach tosender Jubel aus und auch das, was auf dem Rasen passierte, ist mit „Freude“ zu schwach beschrieben. „Berührend“ erklärt die Situation vielleicht eher. Schließlich war es das erste Spiel und der erste Treffer der Dänen nachdem die Mannschaft am vergangenen Samstag im gleichen Stadion um das Leben ihres Teamkollegen Christian Eriksen bangten. „Die Stimmung hier im Parken ist brutal. Und alles, was wir in den letzten Tagen erlebt haben, hat die Atmosphäre noch brutaler gemacht. Natürlich hatten wir Christian im Kopf. Wir hatten heute Morgen noch Kontakt zu ihm,“ sagte der dänische Torschütze nach der Partie in einem Interview. Im weiteren Verlauf der Begegnung war es in erster Linie der ins belgische Team zurückgekehrte Kevin de Bruyne, der wieder einmal seine Weltklasse unter Beweis stellte. Er bescherte seinem Heimatland mit einer grandiosen Vorlage und einem Tor den knappen 2:1-Sieg und damit den ziemlich sicheren Einzug ins Achtelfinale.

Dumfries das zweite Mal zum Man of the Match gekührt

Die Niederlande haben sich bereits im zweiten EM-Gruppenspiel vorzeitig und völlig verdient für das Achtelfinale qualifiziert. Zu verdanken haben sie das nicht zuletzt ihrem defensiven Stabilisator Denzel Dumfries, der – wie schon nach dem 2:0 Auftakt-Sieg gegen die Ukraine – offiziell zum Spieler der Partie gewählt wurde. Dumfries machte ein wirklich starkes Spiel. Zuerst holte er nach einem haarigen Zweikampf mit dem ungewöhnlich schwach spielenden David Alaba einen Elfmeter heraus, den dann Memphis Depay in der 11. Minute verwandelte, und in der 67. Minute gelang ihm selbst der Treffer zum 2:0. Dumfries Stärke kommt für viele überraschend. Giorginio Wijnaldum erklärte nach dem Spiel: „Wir sind wirklich überrascht, dass er so gut spielt", und ergänzte: „In unserem System hat er mehr Freiheiten, nach vorne zu gehen." Die Niederlande stehen durch den gestrigen Sieg bereits im Achtelfinale. Für Österreich wird es eng. Die Mannschaft von Trainer Franco Foda, der das Nationalteam seit 2017 unter seinen Fittichen hat, muss um das Weiterkommen zittern, wenn sie am 21. Juni um 18.00 Uhr gegen die Ukraine auf den Platz läuft.