Die European Gaming and Betting Association überwacht während der Europameisterschaft 2021 die Werbung aller Mitglieder. Bei der Fußball-EM werden traditionell sehr viele Sportwetten platziert. Gerade aufgrund der hohen Aufmerksamkeit für Sportwetten ist es besonders wichtig, dass sich die Buchmacher an die geltenden Richtlinien in allen europäischen Ländern halten. Die ersten Erkenntnisse der EGBA zeigen, dass sich die Mitglieder des renommierten Branchenverbandes durchweg gut verhalten. Für das Image der Sportwettenbranche ist es enorm wichtig, dass keine öffentlichen Angriffsflächen geboten werden. Auch kleine Fehltritte können große Auswirkungen haben, denn bei Sportwetten wird ganz genau hingeschaut, insbesondere wenn es um Werbung geht.

Faire und korrekte Werbung für Sportwetten wichtig

European Gaming and Betting Association (EGBA)

Jede Werbung für Sportwetten muss so gestaltet sein, dass die geltenden Gesetze jeweiligen Landes beachtet werden. Doch die Mitglieder der European Gaming and Betting Association Game über dieses Mindestmaß hinaus und haben sich zu einem Code of Conduct verpflichtet, um die Sportwetten-Werbung insgesamt auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Worum geht es? Sportwetten-Werbung soll nach dem Willen der EGBA so gestaltet werden, dass ausschließlich Personen angesprochen werden, die Sportwetten nutzen dürfen. Beispielsweise wäre es nicht akzeptabel, Zielgruppe anzusprechen, die das nötige Mindestalter nicht haben. Zudem darf Sportwetten-Werbung nicht suggerieren, dass es möglich sei, mit Sportwetten regelmäßig Geld zu gewinnen. Die meisten Sportwetten-Fans wissen, dass es sich bei den Angeboten der Buchmacher um Freizeitunterhaltung handelt. Wer ein paar Sportwetten platziert, geht in der Regel nicht davon aus, dass eine Strategie dazu führt, dass auf jeden Fall ein Gewinn entsteht. Aber für das Image der Branche ist es wichtig, dass in der Werbung gar nicht erst angedeutet wird, dass etwas anderes der Fall sein könnte. Wer Sportwetten nutzt, sollte wissen, dass es einen hohen Glücksfaktor gibt. Am Ende geht es vor allem darum, ein bisschen Spaß zu haben und ein paar spannende Momente zu erleben. Während der Fußball-Europameisterschaft ist es besonders einfach, Spaß zu haben mit Sportwetten, da viele Spiele stattfinden.

Aber Sportwetten sind auch ohne große Turnieren enorm beliebt. Wenn die Bundesliga spielt, tippen beispielsweise viele Fußballfans auf Ihren Lieblingsclub. Manche Sportwetten-Fans tippen auch auf einen ganzen Spieltag und machen eine Kombiwette aus sämtlichen Partien. Es gibt darüber hinaus die Systemwetten, mit denen es möglich ist, mehrere Wetten auf eine interessante Weise zu verknüpfen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. In Deutschland sind die Online-Sportwetten in den letzten Jahren sehr populär geworden. Das bedeutet auch, dass die EGBA sich um die Werbung im Internet kümmern muss bei der Fußball-Europameisterschaft. Die Ansprüche an die Online-Werbung unterscheiden sich dabei nicht von der Werbung, die im Stadion, auf Plakaten oder im Fernsehen gemacht wird. Es geht immer darum, verantwortungsvoll für ein Produkt zu werben, das sehr vielen Menschen Freude macht. Aber die Sportwettenanbieter müssen auch immer in Betracht ziehen, dass es Menschen gibt, die nicht gut mit Sportwetten und Glücksspielen umgehen. Diese Menschen sollen nicht motiviert werden durch Werbung. Der Spielerschutz ist ein großes Thema für die European Gaming and Betting Association, auch wenn es um die Werbung für Sportwetten geht.

Starker Glücksspielverband wichtig für Branche

Mit der European Gaming and Betting Association gibt es schon seit einigen Jahren einen starken Verband in der europäischen Glücksspielbranche. Es ist enorm wichtig, dass die EGBA immer wieder die Interessen der Glücksspielanbieter in Europa vertritt. Dabei beschränkt sich die European Gaming and Betting Association nicht darauf, nur auf europäischer Ebene in die politischen Debatten einzugreifen. Auch bei der Regulierung des Glücksspiels in einzelnen Ländern ergreift die European Gaming and Betting Association immer wieder öffentlich Position im Namen ihrer Mitglieder. Beispielsweise hat sich die European Gaming and Betting Association auch zur neuen Glücksspielregulierung in Deutschland mehrfach geäußert. Unter anderem hat Maarten Haijer, der Generalsekretär der EGBA, die neue Glücksspielsteuer in Deutschland scharf kritisiert. Auf der anderen Seite setzt sich die European Gaming and Betting Association aber dafür ein, den Spielerschutz auf vernünftige Weise zu stärken.

Unter anderem unterstützt die EGBA den Vorschlag, eine elektronische Identifizierung in Europa einzuführen, mit der alle EU-Bürger sich bei auch in Online Casinos und bei Online-Buchmachern anmelden könnten. Mit einer europäischen ID wäre es sehr einfach für Anbieter, die Identifizierung ihrer Kunden zu bewerkstelligen. Das ist besonders wichtig, denn beim Glücksspiel muss sichergestellt werden, dass ausschließlich Kunden zugelassen werden, die rechtlich dazu befugt sind, das Angebot zu nutzen. Die European Gaming and Betting Association hat sich in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht durch vernünftige Vorschläge und sachliche Diskussionsbeiträge. Im Gegensatz zu diversen anderen Glücksspielverbänden Europa hat die European Gaming and Betting Association zudem auch das Online-Glücksspiel und die Online-Sportwetten auf dem Radar. Trotzdem wäre es wohl eine gute Sache, wenn in Zukunft auch in Deutschland ein Glücksspielverband vorhanden wäre, der sich in erster Linie um das Online-Glücksspiel und die Online-Sportwetten kümmern würde. Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) leistet gute Arbeit, ist aber nicht ausschließlich auf das Online-Glücksspiel fokussiert. Als Vorbild für gute Verbandsarbeit lohnt es sich in jedem Fall immer, zur European Gaming and Betting Association zu schauen, auch wenn es um Werbung für Sportwetten während großer Events geht.