Die Formel 1 fährt demnächst in Las Vegas. Der Geschäftsführer der größten Motorsportserie der Welt, Stefano Domenicali, bestätigte der Weltpresse, dass sich die Formel 1 mit Las Vegas auf eine spektakuläre Kooperation geeinigt habe. Schon im nächsten Jahr sollen die Formel-1-Boliden auf dem legendären Strip fahren. Las Vegas macht keine halben Sachen. Der Deal mit der Formel 1 soll eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Volumen von 1 Milliarde Dollar haben. Das sind spektakuläre Zahlen, sodass verständlich ist, dass bei der Formel 1 die Sektkorken knallen. Bereits in der letzten Saison war deutlich geworden, dass die Motorsport-Fans in den USA deutlich mehr Interesse an der Formel 1 haben als früher. Der Deal zwischen der Formel 1 und Las Vegas kommt somit zur rechten Zeit.

Formel-1-Rennen ab 2023 in Las Vegas

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Zum ersten Mal überhaupt soll die Formel 1 auf einem Stadtkurs durch Las Vegas an den legendären Hotel-Casinos vorbeifahren. Die Rennstrecke soll eine Länge von 6,12 Kilometern haben. Die genaue Kursführung ist noch nicht bekannt. Aber es ist davon auszugehen, dass es sich um eines der spektakulärsten Rennen im Formel-1-Kalender handeln wird. Die Formel 1 erwartet spektakuläre Bilder, wenn die Rennwagen durch die prächtige Kulisse der Unterhaltungsmetropole Las Vegas fahren. Auch an Zuschauern dürfte es nicht mangeln. Las Vegas kalkuliert mit 170.000 Besuchern und 400.000 Übernachtungen. Insgesamt soll ein Umsatz von einer halben Milliarde Dollar an einem Rennwochenende durch die Formel 1 erzielt werden, natürlich auch mit Spielautomaten. Angesichts dieser Zahlen dürfte sich die Investition für beide Seiten lohnen.

Die Formel 1 ist schon einmal in Las Vegas gefahren, allerdings nicht auf dem Las Vegas Strip, sondern in der Mojave-Wüste. Die Rennen in den Jahren 1981 und 1982 fanden aber nicht genügend Anklang, um dauerhaft in Las Vegas zu bleiben. Dieses Mal könnte alles anders werden, denn die Stimmung bezüglich der Formel 1 hat sich in den USA deutlich verändert. Die Formel 1 hatte es traditionell immer schwer gegen die amerikanischen Motorsport-Serien. Viele Jahre lang gab es überhaupt kein Rennen in den USA, weil nicht die nötige Nachfrage vorhanden war. Doch zuletzt hat sich das deutlich geändert und deswegen liegt es nahe, dass nun ein weiteres Formel-1-Rennen in die USA vergeben wird.

Formel-1-Kalender muss kaum verändert werden

Die Formel 1 ist im Laufe des letzten Jahrzehnts erheblich gewachsen. Deswegen sollte es kein Problem darstellen, ein zusätzliches Rennen in den Kalender einzubauen. Zudem spricht einiges dafür, dass das Rennen in Russland in den nächsten Jahren nicht stattfinden wird. Ein Problem könnte das neue Rennen in Las Vegas für die deutschen Rennstrecken bedeuten. Wenn Las Vegas einen Platz im Rennkalender bekommt, bedeutet das auch, dass für den Nürburgring und den Hockenheimring eine Position weniger zur Verfügung steht. Für die deutschen Rennstrecken war es in den letzten Jahren schwierig, in der Formel 1 mitzumischen, da die Fixkosten enorm hoch sind. Für Las Vegas dürfte das aber kein Problem darstellen, insbesondere wenn die Rennen von den Zuschauern gut angenommen werden.

Las Vegas ist in den letzten Jahren zu einer Sportmetropole ausgebaut worden. Die Las Vegas Golden Knights sind seit 2017 in Sin City und waren in den letzten Jahren eines der besten NHL-Teams. Das NFL-Team Las Vegas Raiders ist seit 2020 in Las Vegas ansässig und lockt viele Sportfans in die Hauptstadt des Glücksspiels. Weitere Profiteams könnten bald folgen. Las Vegas macht Ernst beim Sport und deswegen passt es gut, dass auch die Formel 1 als größte Motorsport-Serie der Welt demnächst in Las Vegas sein wird.

Netflix trägt zum Formel-1-Boom bei

Auf Netflix läuft aktuell die Serie „Drive to Survive“, in der es um die Formel 1 geht. Die Siegesserie ist bereits in der vierten Staffel und erstaunlich populär in den USA. Das Interesse der amerikanischen Motorsport-Fans an der Formel 1 wird nicht zuletzt auch durch diese Serie beflügelt. Am Ende wird es aber vor allem darauf ankommen, dass die Formel 1 guten Sport bietet, denn nur dann werden die amerikanischen Motorsport-Fans alljährlich zum Rennen nach Las Vegas pilgern.