Ferrari wird möglicherweise schon bald in den Esport einsteigen. Aktuell denkt das Team darüber nach, ein Esport-Team für Formula 1 zusammenzustellen. Das Computerspiel ist die offizielle Formel-1-Simulation. Schon seit 2017 wird die F1 Esports Series angeboten, aber bislang gehört Ferrari nicht zu den Teilnehmern. Das könnte sich aber bald ändern. Die anderen neuen Teams der aktuellen Formel 1 sind bereits mit eigenen Esport-Teams in der Serie vertreten.

FerrariFerrari würde F1 Esport Series erheblich aufwerten

Es gibt nicht wenige Motorsport-Experten, die behaupten, dass Ferrari die Formel 1 sei. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, denn es gibt auch andere Marken wie Mercedes, Renault oder Red Bull, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Aber ohne Zweifel ist Ferrari die größte und stärkste Marke in der Formel 1. Aus diesem Grund wäre es für die F1 Esports Series wichtig, dass auch Ferrari als letztes Team an diesem modernen Event teilnehmen würde. Der Aufwand wäre wahrscheinlich überschaubar und der Marketing-Effekt bei jungen Motorsport-Fans hoch. Aber noch hat Ferrari keine Entscheidung für oder gegen den Esport getroffen. Aktuell werden jedoch firmenintern Diskussion darüber geführt, ob ein Esport-Engagement gestartet wird. Der Teamchef des Suderia Ferrari, Mattia Binotto, äußerte sich in einem Pressegespräch zwar grundsätzlich interessiert am Esport, wies aber auch darauf hin, dass es bislang noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung gekommen sei. Der zusätzliche finanzielle Aufwand dürfte überschaubar sein. Letztlich geht es wahrscheinlich vor allem um die Frage, ob das Engagement der Marke Ferrari hilft oder nicht. Bei einem Automobilhersteller, der vor allem für Edel-Sportwagen bekannt ist, müssen solche Entscheidungen mit Bedacht getroffen werden. Um Geld geht es wahrscheinlich nicht. Bei der F1 Esport Series geht es um ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar. Dieser Betrag ist fast lächerlich gegenüber dem F1-Budget von Ferrari, das gerüchteweise im Jahr 2019 nahe an der Grenze zu 400 Millionen Euro liegen soll.

Junge Motorsport-Fans mit Esport begeistern?

Für Ferrari und die gesamte Formel eins ist es wichtig, auch bei jungen Menschen Begeisterung auszulösen. Wie könnte das besser gelingen als mit Esport? Formula 1 ist mittlerweile ein recht beliebtes Spiel, das zwar nicht an die ganz großen Esport-Spiele heranreicht, aber doch unter Motorsport-Fans eine große Popularität hat. Der große Reiz dieses Spiels ist, dass es sich um die offizielle Formel-1-Simulation handelt. Dadurch wird eine Authentizität geboten, die andere Autosimulationen nicht haben. Zudem entsteht durch den Esport ein ganz neuer Wettbewerb, der für junge Formel-1-Fans vielleicht langfristig wichtiger ist als der jährliche Besuch eines Rennens. Esport hat sich seit 2017 zu einem Begleiter der Formel 1 entwickelt. Der ganz große Durchbruch ist noch nicht gelungen, doch grundsätzlich sind die Voraussetzungen gut. Das Spiel Formula 1 ist seit Jahren sehr beliebt. Auch die Spiele-Experten können sich für das Game begeistern. Die aktuelle Version, die im Jahr 2018 auf den Markt kam, wurde für diverse Awards von der Spiele-Industrie nominiert. Mit der Teilnahme eines Ferrari-Teams in der F1 Esport Series wäre dieser Event wahrscheinlich mit einem Schlag wesentlich populärer. Aber letztlich wird Ferrari eine Entscheidung treffen, die in erster Linie der Firma und der Marke nützt. Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Ferrari bei vielen Themen eigene Auffassungen vertritt, die nicht unbedingt mit den Auffassungen der Formel-1-Macher übereinstimmen müssen.

Esport und Glücksspiel verschmelzen mit Populärkultur

Esport landet immer mehr in der Populärkultur. Die F1 Esport Series ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine klassische Sportart in die digitale Welt übertragen wird. Auch beim Fußball und vielen anderen Sportarten findet das längst statt. Interessant sind auch die Verknüpfungen des modernen Glücksspiels im Internet mit der Populärkultur. Beispielsweise gibt es viele Musikfans, die eigene Themen-Slots haben. Besonders bekannt ist zum Beispiel der Slot von Motörhead, der vielleicht auch deswegen sehr beliebt ist, weil der leider verstorbene Frontmann Lemmy Kilmister ein glühender Fan von Spielautomaten war. Wer sich in einem modernen Casino wie LeoVegas umschaut, wird viele Slots finden, die sich auf unterschiedlichste Bereiche der Populärkultur beziehen. Die Entscheidungsträger bei Ferrari sollten sich gut überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, die vorhandenen Traditionen in die Moderne zu übertragen.