Manchmal ist das Gefühl besonders stark. Das Gefühl der Einsamkeit und des Alleinseins. Gerade zu Weihnachten verspüren viele Senioren Unwohlsein oder Angst vor diesen Tagen, die eigentlich besinnlich sein sollen, die die Familien zusammenbringen und freudvoll gefeiert werden. Doch viele ältere Menschen haben keine Verbindung mehr zu ihren Familien, haben kaum soziale Kontakte und hadern mit ihrer knappen Rente, die das Überleben gerade so ermöglicht. Ein Zeichen für diese Menschen setzen will die Aktion „Weihnachten für alle“ in Berlin-Spandau. Bereits seit 2005 packt die Initiative Weihnachtspakete für ältere Menschen in dem Hauptstadtbezirk. In diesem Jahr erhält sie eine großzügige Unterstützung der Spielbank Berlin, die 1.500 Euro für das Projekt beisteuert. „Weihnachten ist die Zeit im Jahr, in der die Menschen einmal ihre Sorgen vergessen und mit Freude und Optimismus in die Zukunft blicken sollten“, so der Standortleiter der Spielbank Berlin, Guido Blessin. „Wenn wir einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dann erfüllt uns das mit Stolz und Freude.“ Insgesamt 1.600 Pakete werden die Helferinnen und Helfer von „Weihnachten für alle“ in diesem Jahr für Senioren packen und verteilen. Dabei spielt die Nationalität, das Geschlecht oder die Religionszugehörigkeit keine Rolle. Wer bedürftig ist, kann sich über eine kleine Geste freuen. Für viele Senioren, die solch ein unerwartetes Paket bekommen, ist es der einzige Lichtblick, den sie über die Weihnachtstage haben und kann dazu beitragen, die Einsamkeit und das Gefühl des Ausgestoßen seins ein wenig zu mildern. Initiator Kessling betont aber: „Die Initiative „Weihnachten für Alle“ ist ohne Unterstützung nicht möglich, und besonders in diesem Jahr sind mit den vielen Paketen auch die Kosten gestiegen, die wir aus eigener Kraft nicht hätten schultern können. Wir freuen uns daher über die Unterstützung der Spielbank Berlin und bedanken uns herzlich für die großzügige Spende.“ Natürlich ist er auch dankbar für die vielen freiwilligen Helfer, die die Pakete packen und verteilen und einen Teil ihrer Freizeit in der Bruno-Gehrke-Halle in Spandau verbringen. 

Weihnachten in Berlin | Ein Fest für alle

BerlinUnter dem Motto „Weihnacht für alle“ finden in Berlin auch weitere zahlreiche Projekte und Veranstaltungen statt. So veranstaltet der Schau- und Puppenspieler Christian Bahrmann, der vielen Berlinerinnen und Berlinern als der „Prenzlkasper“ oder als Christian, dem Partner des blauen KIKAninchens, bekannt ist, eine Aktion, die bedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt und in diesem Jahr besonders die Arbeit des Kinder- und Jugendhaus Bolle vom Straßenkinder e.V. fördert. Auch unter dem Motto „Weihnacht für alle“ sammelt er seit 2012 Geschenke für bedürftige Kinder und Jugendliche im Berliner Bezirk Winzviertel. Die Präsente werden am 24. Dezember bei einer großen Weihnachtsfeier mit Benefizessen für Familien mit einem geringen Einkommen verteilt.

Auch andere zahlreiche Initiativen und Projekte sorgen unter dem Motto „Weihnachten für alle“ im ganzen Stadtgebiet dafür, dass Bedürftige an Weihnachten einen kleinen Lichtblick erleben dürfen und ein wenig Wärme, Zuneigung und Hoffnung verspüren.

Die eigene Person steht weit hinten 

Eine der bekanntesten Projekte zu Weihnachten in der Hauptstadt ist sicherlich „Weihnachten mit Frank Zander – Ein Fest für Obdachlose und Bedürftige“. Frank Zander, den Älteren sicherlich noch bekannt als „Schlagersänger“ mit oft humorigen und etwas schrägen Liedern wie z.B. „Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein“ oder „Ich trink auf dein Wohl, Marie“ startete im Jahr 1995 diese Aktion. Inspiriert von Bruce Springsteen, der in seiner Heimatstadt Freehold, New Jersey, zu seiner damaligen Präsentation einer neuen CD nicht die üblichen Promis oder Berühmtheiten einlud, sondern die ärmsten der Armen. Ihm nachmachen wollte es auch Frank Zander und lud zur Präsentation seiner neuen CD 300 Obdachlose auf Schloss Diedersdorf/Berlin ein. Was vielleicht als Marketingcoup geplant war, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Herzensangelegenheit des Sängers, der schon länger nicht mehr das Rampenlicht der Bühne in dem Maße sucht. Im zweiten Jahr waren es schon 1.300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen die diesmal im Berliner Estrel Hotel ein Gänseessen spendiert bekamen. Für seine Aktion konnte und kann er zahlreiche Freunde aus der Musikbranche und andere Prominente gewinnen wie z.B. Reinhard Mey, Axel Schulz, Laurenz Meyer, Andrea Fischer oder Oli P. Diese servieren das Essen während auf den Bühnen Künstler wie Frank Schöbel, das Ensemble vom Theater des Westens, Ayman, Achim Mentzel, Catlén, Gebrüder Blattschuss, Bernhard Brink und Flashback die Gäste unterhalten. Dabei sind sie aber nicht nur Künstler, sondern „auch ganz normale Menschen“, mit denen man am Tisch sitzen und erzählen kann und sich auch mal den Frust von der Seele reden. Es gibt keine Berührungsängste und Barrieren. Menschen helfen einfach anderen Menschen in Not. Frank Zander ist für sein Engagement mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet worden. Und die Aktion dient als Vorbild für ähnliche Aktion, die über die ganze Republik verteilt zu Weihnachten stattfinden. Dabei ist die Tafel mal etwas kleiner oder vielleicht auch etwas größer, aber was immer zählt, ist der Wunsch Bedürftige, die von der Gesellschaft warum auch immer, benachteiligt wurden, eine Freude zu vermitteln und ihnen vielleicht auch ein Zeichen zu geben, dass sie nicht vergessen sind. 

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