Für eine Menge Ärger haben in den letzten Jahren die nordrhein westfälischen Spielbanken gesorgt. In den letzten paar Jahren ist der  Ertrag der WestSpiel Casinos sehr zurückgegangen, obwohl die Casinos lange Zeit als echte Goldgrube galten. Die Politik hat daher über eine etwaige Privatisierung der Spielbanken nachgedacht. Jetzt ist aber der Fall eingetreten, dass es wirtschaftlich wieder bergauf geht, und daher wird über eine etwaige Privatisierung schon wieder deutlich stärker diskutiert. 

Spiel Erträge sind um fast elf Millionen angestiegen

Westspiel Casinos

Momentan macht es den Anschein, als ob die WestSpiel Casinos in Nordrhein-Westfalen wieder einen immensen Aufschwung erleben. Nachdem die Spielbanken wegen schwacher geschäftlichen Entwicklungen gewissermaßen in eine Privatisierung gedrängt werden sollten, denken einige Volksvertreter gegenwärtig jedoch wieder über einen Richtungswechsel nach. 2018 wurden die Bruttospielerträge im Vergleich zu 2017 um fast elf Millionen Euro angehoben. Der Trend geht auf jeden Fall wieder in eine sehr starke Richtung. Die Privatisierung sollte ja aufgrund der roten Zahlen angetrieben werden, aber diese sind nicht mehr so stark vorhanden. Deutlich wird dies durch den sogenannten Konzernabschluss, den der NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper vorgelegt hat. 

Die Westdeutsche Spielbanken GmbH konnte ihr Minus von fast sieben Millionen Euro aus dem Vorjahr deutlich halbieren. Im Jahr 2018 lag das Defizit bei ca. 3,58 Millionen Euro. Laut Aussage des Unternehmens sei das Minus in erster Linie der rund 50-prozentigen Abgabe für gemeinnützige Zwecke von der Spielbank zu erklären. 

Hohe Erwartungen 

Dies soll erst der Anfang der jetzigen Entwicklungen sein. Die Casinos rechnen offensichtlich damit, schon in diesem Jahr keine roten Zahlen mehr zu schreiben. 

Den Grund dafür sieht der Finanzminister für die stetig wachsenden Einnahmen der Spielbanken. Laut Rechnung des Ministers sollen im Jahr 2019 die Casinos auf rund 115 Millionen Euro Bruttospielertrag kommen. Dies bedeutet, dass Lienenkämper davon ausgeht, dass die Bruttoerträge der Spielbanken in diesem Jahr um rund 25 Prozent steigen können. Dem Experten scheinen die ersten 6 Monate auch Recht zu geben. Die Bruttospielerträge der vier Casinos lagen im Juni bereits bei mehr als 58 Millionen, das ist somit mehr als die Hälfte der angepeilten 115 Millionen. Die Zahlen sind zwar super, aber dennoch wird dadurch die Lage rund um einen eventuellen Verkauf der Casinos kompliziert. Von Politikern der FDP und der CDU wurde die Privatisierung angetrieben, primär mit dem Argument, dass die Spielbanken wirtschaftlich nicht rentabel seien. 

Allerdings hat sich die Ausgangslage nun im großen und ganzen geändert. Laut SPD heißt es: „Die von der Landesregierung betriebene Privatisierung ist mit der wirtschaftlichen Lage somit nicht mehr zu begründen.“ Weiters: „Unter diesen Voraussetzungen die Privatisierung weiter zu treiben, wäre eine rein ideologische Entscheidung auf Druck der FDP.“

Starke Zuwächse im Automatenspiel

Durch die starken Zuwächse im Automatenspiel läßt sich das satte Plus in der Bilanz der Casinos begründen. Der Gesetzgeber dürfte daran aber nicht ganz unschuldig sein. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Westspiel, Jens Hashagen erklärte hierzu: „Nur einer entscheidet, ob die Spielbanken Plus oder Minus machen: Das ist der Gesetzgeber.“
Der Staat hat den Druck auf die Casinos in den letzten Jahren massiv erhöht. 

Deutlich verschärfte Gesetzesvorgaben müssen in den Casinos, in denen ausschließlich Automatenspiele angeboten werden, eingehalten werden. Das Spiel ist für die Kunden und die Betreiber dadurch unattraktiver geworden. Die Spieler gehen lieber in die staatlichen Casinos und garantieren aufgrund dessen für ein deutliches Plus im Automatenspiel der Spielbanken. Jens Hashagen sieht die Privatisierung dennoch weiterhin als kritisch an, auch deshalb weil vor allem der Staat durch die Gesetze über Misserfolg oder Erfolg entscheidet. Hashagen sei es vor allen Dingen sehr wichtig, daß die Mitarbeiter der Casinos gute Konditionen bekommen. Die Betriebe dürfen sich aber erst noch weiter ins positive entwickeln, bevor sich überhaupt ein ernsthafter Interessent finden lässt. Die meisten Glücksspielunternehmen lehnten in den letzten Monaten ab. Die Gauselmann Gruppe meinte damals, dass die Westspiel Casinos eine Braut seien, die man erst einmal wieder “aufhübschen” müsste. Allerdings scheint dies langsam aber sicher zu erfolgen, und dies dürfte deshalb auch zu einem erhöhten Interesse der Gauselmann Gruppe beitragen.

Auf alle Fälle ist das letzte Wort was eine mögliche Privatisierung angeht hier noch nicht gesprochen. 

WestSpiel Casinos

Das unternehmerische Ziel von WestSpiel Casinos ist, als staatlich konzessionierter Spielbanken Betreiber den ordnungspolitischen Auftrag eines gesellschaftlichen und sozial flankierten Spielangebots attraktiv umzusetzen. Die Westspiel KG umfasst drei Spielbanken in Aachen, Bad Oeynhausen und Dortmund-Hohensyburg. Auch ist sie zu hundert Prozent am Kommanditkapital der Casino Duisburg GmbH & Co. KG beteiligt, über welches das Casino in Duisburg betrieben wird. Die Spielbanken in Bremerhaven und Bremen sind auch ein Teil von der Bremer Spielcasino GmbH & Co. KG. Westspiel ist mit 6 Spielbanken, welche jährlich knapp eine Million Besucher empfangen können, das führende Branchen Unternehmen in Deutschland.