Manche Schlagzeilen braucht man einfach nicht. Und manche „Rekorde“ schon gar nicht. Natürlich ist der Hang des Menschen bekannt, sich für Negatives mehr als für Positives zu interessieren, und es gibt sicherlich auch eine psychologische Erklärung dafür, aber manchmal wünscht man sich einfach mal gute Nachrichten. Und die kommen von der Deutschen liebsten Urlaubsinsel in letzter Zeit nicht häufig. Jedenfalls dann, wenn man die Urlauber befragt. Zu teuer, zu schmutzig, zu viel Kriminalität. In der Schinkenstraße darf man noch nicht einmal mehr seiner bevorzugten Freizeitbeschäftigung nachgehen – dem öffentlichen Trinken und Feiern, und jetzt toben auch noch Tornados über Palma – so wie im letzten September. Das entspricht nun wirklich nicht mehr dem Geschmack des „normalen“ Party-Pauschaltouristen, der obendrein auch noch auf sein Geld achten muss. Aber wie reagieren die Urlauber daraufhin? Richtig! Sie bleiben weg. Das ist für viele Bewohner der Baleareninsel Mallorca ein Segen - für mindestens ebenso viele ein Fluch. Gut: vielleicht gibt es dadurch wieder mehr bezahlbaren Wohnraum, das Müllproblem könnte besser kontrolliert werden und auch das Wasser wäre nicht mehr so knapp. Andererseits bringen Touristen viel Geld. Und wenn man nun nur noch auf diejenigen unter ihnen setzt, die fünf Sterne Hotels bevorzugen, Radtouren über die Insel unternehmen und nicht saufen? Mallorca befindet sich am Scheideweg. Aber bis dahin gibt es noch ein paar interne Probleme zu beseitigen. 

Palma de Mallorca erlangt den Spitzenplatz bei Casinos

Casino NallorcaEines dieser internen Probleme ist für die Lokalregierung die rasante Zunahme an Spielhallen in der Hauptstadt. Besonders in den ärmlichen Vororten und Randbezirken der Stadt, in denen es keine attraktiven Sehenswürdigkeiten für Touristen gibt, wächst die Zahl der Wettbüros und Spielhallen in einer für die Behörden besorgniserregend Zahl. Viele Mallorquiner waren gezwungen dorthin zu ziehen, um überhaupt noch eine erschwingliche Wohnung zu ergattern. Und nicht nur der Wohnraum ist dort bezahlbar, sondern auch die Miete für Gewerberäume. Nun ist in diesen Bezirken auch das Glücksspiel auf dem Vormarsch und Palma de Mallorca mit 59 Salas de Juegos und fünf reinen Wettbüros (Casas de Apuestas Deportivas) eine der Städte in Spanien die die höchsten Dichte an Spielhallen aufweist. Das ist für Miguel Piñol, Leiter der Abteilung für Gewerbe der Balearischen Landesregierung, ein Zustand, der so nicht akzeptabel ist. Besonders im Zuge des Jugendschutzes werden nun Maßnahmen ergriffen, um diese Verhältnisse zu regulieren. „Wir werden alles dafür tun, dass die Balearen nicht zu einem Low-Cost-Las-Vegas werden und die Situation überwachen" lautet die Kampfansage von Miguel Piñol. Ansetzen will man zum einen bei den Bauvorschriften bzw. Zulassungen und auf der anderen Seite bei der Einlasskontrolle.

Und jetzt wird hart durchgegriffen

Ähnlich der Situation in Deutschland, gibt es auch auf Mallorca strenge Richtlinien wo und wie Spielhallen angesiedelt werden dürfen. Sie müssen mindestens 100 Meter von Schulen und Spielplätzen sowie 500 Meter voneinander entfernt liegen. Der Besuch einer Spielstätte ist erst ab 18 Jahren gestattet und theoretisch müsste sich jeder Mitarbeiter von einem Gast einen Ausweis zeigen lassen. Und nicht nur Minderjährigen ist der Zutritt verwehrt, auch den 650 Menschen, die sich freiwillig als Spielsüchtige registrieren ließen, muss der Einlass verwehrt werden. „Theoretisch hätte das Personal der Spielsalons sie auch vorher schon kontrollieren sollen, bald ist es aber dazu verpflichtet", so Piñol.

Für die Einhaltung der Gesetze und Richtlinien wird ab November ein Inspektoren-Team sorgen, das täglich zu Kontrollen aufbricht und all die schwarzen Schafe der Branche aufspüren soll. Unterstützung werden die Inspektoren dabei von Beamten der Nationalpolizei erhalten, wenn es sich um besonders schwere Fälle wie Geldwäsche oder illegale Kartenspiele handelt. Diese Beamten hatten schon in der Vergangenheit bei der landesweiten Aktion „Arcade“, (casinobonus360.de berichtete) fast die Hälfte aller Wettbüros und Spielhallen in Spanien kontrolliert und zahlreiche Verstöße geahndet. Und dies kann die Betreiber empfindlich treffen. Strafen von bis zu 700.000 Euro sind möglich. 10.000 Euro kostet es einem Minderjährigen Zutritt zu den Spielstätten zu gewähren und 30.000 Euro werden fällig, wenn diese dann auch noch spielen dürfen. Erste Besserungen scheinen schon zu greifen. So ergaben Stichproben, dass nun mehr auf Verbotsschilder und Aufklärung in den Spielhallen gesetzt wird. Auch soll es zu häufigeren Ausweiskontrollen kommen. 

Vor einem anderen Problem stehen die Behörden, wenn es um Verstöße im Internet geht. „Auch Online Casinos und Sportwetten haben sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Auf diesen Bereich haben wir bislang kaum Einfluss", sagt Miguel Piñol. Die zum teils aggressiven Werbemethoden locken immer mehr junge Menschen mit ihren Smart-Phones auch zu illegalen Anbietern. Da wünscht sich der Mitarbeiter der Landesbehörde eine eindeutigere Gesetzeslage und schärfere Kontrollen von der Bundesregierung in Madrid. Bei seriösen Online Casinos wie z. B. betsson besteht überhaupt keine Gefahr etwas Illegales zu tun oder in etwas hingezogen zu werden. Deswegen können wir nur zum Gaming in seriösen Online Casinos raten. Bis sich die Situation auch in Spanien verändert hat, wird Piñol aber weiterhin seinen täglichen Kampf gegen die unseriösen Spielhallen und Wettbüros in Palma de Mallorca fortführen, und wir hoffen, demnächst wieder positivere Nachrichten von der schönen Balearen-Insel berichten zu können.