Es gibt sie also doch: Diese kleinen Geschichten, die einem das Herz erwärmen und wieder an das Gute im Menschen glauben lassen und daran, dass es ab und an dann doch die Richtigen trifft. Ein Stoff aus dem Träume sind – und in Hollywood Filme produziert werden. Kitsch pur und doch soooo schön. 

Die 33-jährige Taylor Russey arbeitet als Barkeeperin und Kellnerin in der „Bleachers Bar“ in O’Fallon im US Bundesstaat Missouri. So weit, so gut und nichts Außergewöhnliches. Viele junge Frauen gehen dieser Beschäftigung nach. Man wird nicht reich mit diesem Job, aber wenn man(n) oder besser gesagt Frau, es gut macht, kann zum relativ niedrigen Grundgehalt noch eine ordentliche Summe an Trinkgeld dazu kommen. In den Vereinigten Staaten sind 15-20 % der Gesamtsumme als Tipp üblich. Taylor Russey macht ihren Job wohl besonders gut. Auf alle Fälle so gut, dass ein Stammgast ihr zum üblichen Trinkgeld noch ein Lotterie-Los dazu gab. Das machte er wohl häufiger, besonders wenn es sich um hohe Jackpots handelt. „Es ist einfach etwas sehr Nettes, das er für uns tut," so die 33-jährige gegenüber der Lotteriegesellschaft Missouri. 

In der Bar, in der sie arbeitet, befindet sich ein Automat, bei dem man die Lose ausdrucken kann. Als Russey das Ticket am nächsten Tag am Schalter der Bar einlösen wollte, stellte sie fest, dass sie vier von fünf Richtigen sowie die Zusatzzahl hatte. Der Automat verständigte sie, dass der Gewinn - wie sonst bei Kleingewinnen - nicht direkt ausgezahlt werden könne, sondern dies an einer Lotterie-Annahmestelle geschehen muss.50.000 US Dollar (umgerechnet 45.000 Euro) war ihr Gewinn.„Ich stand für eine Sekunde da, schaute den Koch an und schaute dann das Ticket an. Ich fing an zu lachen und dann fing ich an zu weinen" so die junge Frau. Ihr erster Anruf galt dem Stammkunden, der sich riesig für sie freute. Natürlich reicht die Summe nicht für ein Leben in Saus und Braus, deswegen wird sie ihren Job auch nicht aufgeben. 

Lotto | Der Stoff aus dem die Filme sind

Das wäre doch genau der Stoff für Hollywood. Arme Kellnerin erhält von einem Gast ein Lotterielos, gewinnt eine Menge Geld und dann….ja ganz genau: dann verlieben sie sich. Ob das mit dem Verlieben auch in Missouri passiert ist, wird nicht berichtet, aber bei uns schrillen alle Alarmglocken. Da gab es doch..... Richtig, den Film gibt es schon. Und der war ganz schön erfolgreich. 1994 kam genau diese Geschichte ins Kino: „It Could Happen to You (Zwei Millionen Dollar Trinkgeld)“. Nicolas Cage spielt einen Polizisten, der einer Kellnerin verspricht den Gewinn eines Lotterie-Loses zu teilen, falls es erfolgreich sein sollte. Was es tatsächlich auch ist. Und dann, nach ein paar Irrungen und Wirrungen, verlieben sich beide tatsächlich ineinander (wer hätte das bei einem Hollywood-Film gedacht) und sind glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Der Film beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. Wobei in der Realität die beiden sich nicht verliebten, sondern gute Freunde wurden und es immer noch sind - und zusätzlich ziemlich reich.

Da gibt es doch noch mehr

Dass die Konstellation – Lottogewinn und dann? – noch mehr hergibt, zeigen zahlreiche Filme aus Hollywood, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. Nicht unbedingt so erfolgreich wie „Zwei Millionen Dollar Trinkgeld“, aber dennoch zum Teil sehenswert.  Da wäre z.B. „Finder´s Fee“ aus dem Jahr 2001. Da findet der Protagonist Tepper (gespielt von Erik Palladino) eine Geldbörse, die nicht nur Geld, sondern auch ein Lotterie-Los beinhaltet, das eine Millionen Dollar wert ist. Er kontaktiert den Besitzer (gespielt von James Earl Jones), doch bevor es zu einer Übergabe kommen kann, treffen seine Pokerfreunde bei ihm ein. Und dieses Mal geht es um mehr als nur ein paar kleine Pokerchips: Das Lotterieticket liegt in der Mitte des Tisches. Zusammen mit dem Mann, dem die Geldtasche gehört, beginnt ein heißes Spiel, bei dem jeder unbedingt gewinnen möchte. Ungemein spannend gemacht!

„29th Street“ beruht auch wieder auf einer wahren Begebenheit und dokumentiert auf eindringliche Weise, welche Konflikte durch einen Lotterie-Gewinn entstehen können. Im Mittelpunkt des Films steht der Schauspieler Frank Pesce jr (gespielt von Anthony LaPaglia), der in seinem Leben irgendwie vom Glück begünstigt war, im Gegensatz zu seinem Vater (Danny Aiello), der zeitlebens hart arbeiten musste und eine eher nüchterne Einstellung zum Leben hat. Zwischen den beiden entbrennt ein Konflikt über Arbeit, Verantwortung und Umgang mit Geld. Der Film aus dem Jahr 1991 beschreibt die wahre Geschichte des Schauspielers Frank Pesce, der den ersten Lotteriegewinn mit einem Jackpot des Bundesstaates New York von mehreren Millionen erzielt hat.

Eher eine Komödie ist der Film „Welcome to Alice“ aus dem Jahr 2015.  Alice gewinnt 100 Millionen Dollar, hat aber leider ein Problem: Sie leidet an der Krankheit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), und in Kombination mit dem Gewinn ergeben sich die skurilsten Situationen. Sie möchte z.B. eine eigene Talk-Show kaufen und Oprah Winfrey Konkurrenz machen.

Also es gibt sie, diese Geschichten, die das Leben schreibt. Und es ist doch schön zu erleben, dass das Glück einen unverhofft treffen kann. Um dem aber ein wenig auf die Sprünge zu helfen, kann man z.B. auch in einem seriösen Online Casino wie spielen, da sind die Chancen auf einen Gewinn nämlich deutlich höher.