Na, wer das nicht kennt...: Das eigene Hobby zum Beruf machen! 

Wem es nicht gelungen ist, der hat ganz sicher schon mal davon geträumt. Viele Menschen schaffen es tatsächlich, sich diesen Traum zu erfüllen – wenigstens eine Zeit lang. Nehmen wir zum Beispiel die ganzen Profi-Sportler. Sie haben in der Regel als Kind begonnen Sport zu treiben. Irgendwann wurde ihr Talent entdeckt und kurz darauf erhielten sie eine gezielte Förderung. Als junge Erwachsene nehmen sie dann an internationalen Wettbewerben teil, werden bestenfalls sogar Olympiasieger, Europa- oder Weltmeister oder gewinnen mit ihrem Team ein Champions League Finale. Auch wenn die aktive Karriere begrenzt ist, so bleiben doch viele Ex-Profis bei ihrem Sport und verdienen bis ins hohe Alter damit Geld. Sie werden Trainer, Funktionär oder sind als TV-Experten gefragt. Dass man überhaupt so weit kommt erfordert jedoch sehr viel Selbstdisziplin und ein hohes Maß an harter Arbeit. Das gilt für alle Bereiche, in denen es möglich ist, ein Hobby zum Beruf zu machen – auch für das Glücksspiel. 

Langfristig Erfolge sichern

Poker Stars Liv BoereePhil Ivey, Dan Bolzerian und Sam Farha sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, dass es möglich ist, vom Hobby-Gamer in die Profi-Liga zu wechseln. Diese Drei sind durch Poker zu Multi-Millionären geworden und gehören zu einer langen Liste von professionellen Spielern, die inzwischen ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und damit sehr viel Geld verdienen. So einfach, wie es sich im ersten Moment anhört, ist es allerdings nicht. Das Risiko, alles was man hat zu verlieren, ist hoch. Nur den klügsten und trickreichsten Spielern gelingt es, dieses Risiko gering zu halten. Hinzu kommt, dass längst nicht jedes Glücksspiel dafür geeignet ist, professionell betrieben zu werden. Ein Großteil der Casino Spiele verfügt über einen sogenannten eingebauten Hausvorteil. Diesen zu überwinden ist so gut wie unmöglich. Daher wird man unter den Profi-Spielern auch keine Gamer finden, die an Spielautomaten sitzen. Ein Berufsspieler kann es sich nicht leisten, sich auf sein Glück zu verlassen. Profis wählen Spielarten, die Strategien erfordern, mit denen sie ihre Chancen beeinflussen können, und sie wählen Spiele gegen „richtige“ Gegner. Das Zocken gegen Maschinen und Computer ist hier tabu. Als beste Beispiele dienen Poker und Sportwetten. In beiden Fällen ist es möglich, seinen Erfolg durch Können und Wissen zu manipulieren. Und zwar langfristig. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade bei diesen beiden Spielarten die meisten Profis zu finden sind. 

Eine gute Finanzplanung ist das A und O

Natürlich gibt es „Profi-Spieler“ nicht als Ausbildungsberuf. Jeder erfolgreiche Berufsspieler hat sich bis zu seinem Ziel durchkämpfen müssen, durch sehr viel Übung, ein profundes Selbststudium und das Sammeln von Erfahrungen. Selbstkontrolle und Disziplin sind hierbei die wichtigsten Faktoren, damit das Spielen nicht zur Sucht wird. Wem das passiert, der hat verloren, und mit der erhofften Profikarriere ist es vorbei. Wichtig ist eine solide und realistische Finanzplanung im Vorfeld, da man als Berufsspieler über kein geregeltes Einkommen verfügt. Bevor man professionell einsteigt, empfiehlt es sich, ein gewisses finanzielles Polster im Rücken zu haben, denn auch Profis haben mitunter Pechsträhnen und fahren über Wochen keine Gewinne ein, sondern Verluste. Derlei Schwankungen sind absolut normal und sollten einen Spieler auf keinen Fall in den Ruin treiben. Langfristig müssen natürlich die Gewinne die Verluste wieder ausgleichen, bzw sogar übersteigen. Am besten ist es sicherlich, wenn man – gerade zu Anfang – zweigleisig fährt. Das heißt: man geht einem sogenannten Brotberuf nach, der finanzielle Sicherheit bietet und versucht sich nebenbei als Semi-Profi. 

Traum oder Albtraum?

Selbstkontrolle und Disziplin sind längst nicht alles, was man als angehender Berufsspieler beherrschen sollte. Hinzu kommen noch andere wichtige Eigenschaften, wie beispielsweise Geduld, eine gute Menschenkenntnis, Nervenstärke und ein gewisses mathematisches Verständnis. Schließlich geht es um Geld, und da sind labilere Charaktere eher ungeeignet. Wer bei hohen Summen schnell ins Schwitzen gerät, kann seinen Einsatz verlieren oder auch die Chance vorüberziehen lassen, einen noch höheren Gewinn zu erzielen. Besonders beim Poker ist es ungemein wichtig, seine Mitspieler gut einschätzen zu können. Wer in Online Casinos spielt, der sollte darauf achten, wiederkehrende Muster zu finden und daraus Rückschlüsse zu ziehen.

Bei großen Pokerturnieren vergehen oft viele Stunden, ohne dass man eine gute Hand hat. Wer dann mit schlechten Karten ungeduldig setzt, riskiert finanzielle Verluste. Gelegentlich ist es sogar von Vorteil, einfach mal auszusteigen. Eine langfristige finanzielle Planung als Berufsspieler macht nur dann Sinn, wenn man sich selbst die richtigen Grenzen setzt. Wahrscheinlichkeiten, und ein gutes bis sehr gutes mathematisches Verständnis, das diese abwägen kann, spielen beim Glücksspiel eine große und sehr wichtige Rolle. Die Entwicklung vom Hobby-Spieler zum Gaming Profi ist demnach durchaus machbar, aber es verhält sich auch hier, wie überall im Leben: Ohne eine gute und realistische Planung sowie harte Arbeit kann der Traum vom Berufsspieler auch schnell zum Albtraum werden.