Daniel Negreanu ist Player of the Year. Bereits zum dritten Mal kann der herausragende Pokerprofi diese begehrte Auszeichnung einheimsen. Bei der World Series of Poker (WSOP) wird in jedem Jahr der beste Spieler ermittelt. Maßgeblich ist dabei, wie viele Punkte die Spieler bei den angebotenen Turnieren sammeln. Daniel Negreanu ist der erste Pokerspieler, der den POY-Award dreimal gewinnen kann.

Starke Leistungen auch ohne Turniersieg

pokerstars NegreanuDie Auszeichnung als Player of the Year bei der WSOP 2019 ist für Daniel Negreanu ein weiterer Meilenstein in einer schon jetzt legendären Karriere. Der herausragende Pokerprofi ist sowohl bei Turnieren als auch bei Cash Games weltweit gefürchtet. Auch in Online Casinos bzw. beim Online-Poker ist Negreanu häufig aktiv. Angesichts der starken Konkurrenz ist es keineswegs selbstverständlich, dass Negreanu bereits zum dritten Mal als Player of the Year ausgezeichnet wird. Besonders kurios: Der beste Spieler der Word Series of Poker 2019 hat kein einziges Turnier bei dieser Veranstaltung gewonnen. Das ist ein Novum. Letztlich ist das aber keine echte Sensation, denn der beste Spieler des Jahres wird ermittelt, indem für die Platzierungen in den einzelnen Turnieren Punkte vergeben werden. Jeder Teilnehmer wird gewertet und am Schluss bekommt der Spieler, der die meisten Punkte bei den unterschiedlichen Turnieren gewonnen hat, die Auszeichnung als Player of the Year. In der Vergangenheit war es allerdings immer so, dass der Sieger wenigstens ein Turnier gewinnen konnte.

In diesem Jahr war es bis kurz vor Schluss knapp. Daniel Negreanu konnte 4.074,88 Punkte erreichen. Der Zweitplatzierte Robert Campbell musste sich knapp geschlagen geben mit 3.961,11 Punkten. Entscheidend für den Sieg von Daniel Negreanu war eine unglaubliche Konstanz bei den verschiedenen Turnieren und Spielvarianten in diesem Jahr. „Kid Poker“ ist bekannt dafür, alle Pokervarianten gut zu beherrschen. Das ist bei der WSOP mit vielen sehr unterschiedlichen Turnieren ein riesiger Vorteil. Aber ein bisschen Glück ist natürlich auch erforderlich, um den ganz großen Wurf zu schaffen. Am knappen Abstand zum Zweiten wird deutlich, dass die Qualität bei den Pokerspielern in der Spitze insgesamt hoch ist. Doch ohne jeden Zweifel ist Daniel Negreanu ein würdiger Gewinner des POY-Awards. Es gibt wohl kaum einen anderen Spieler, der in den letzten Jahren international so positiv gewirkt hat für die ganze Poker-Branche. Der Sympathieträger zeichnet sich nicht nur durch ein freundliches Wesen, sondern auch unglaubliche Fähigkeiten am Pokertisch aus. Besonders wenn es darum geht, die Karten des Gegners richtig zu lesen, ist Negreanu eine echte Sensation.

Wettbewerbsverzerrung durch zu viele Re-Entry-Turniere?

Ein Re-Entry-Turnier ist ein Turnier, bei dem die Spieler die Möglichkeit haben, durch einen zusätzlichen Buy-in ein zweites Mal zu starten. Je nach Turnierregeln kann es auch möglich sein, mehrmals auszuscheiden und dann mit weiteren Buy-ins wieder ins Turnier zu kommen. Diese Variante des Pokerturniers ist schon seit Jahrzehnten bekannt. Aber in diesem Jahr gab es bei der WSOP deutlich mehr Re-Entry-Turniere als in früheren Jahren. Die Idee ist ganz einfach: Wenn die Spieler sich durch zusätzliche Buy-ins einkaufen können nach dem Ausscheiden, ist das gut für die Kasse des Veranstalters. Aber es gibt einen Nachteil, der auch von Daniel Negreanu kritisch gesehen wird: Die finanzstarken Spieler, die sich mehrmals einkaufen und dann am Schluss erfolgreich sind, können sich Erfolge ein Stück weit erkaufen.

Deswegen schlägt Daniel Negreanu vor, dass die Punktezahl bei einem Turnier durch die Anzahl der Re-Entrys geteilt wird. Wer zum Beispiel 300 Punkte bei einem Turnier sammelt und dafür dreimal den Buy-in bezahlt hat, soll am Schluss 100 Punkte für die POY-Wertung bekommen. Das ist eine sinnvolle Idee, die vielleicht schon im nächsten Jahr von den Veranstaltern aufgegriffen wird. Die Turniere würden dadurch für die meisten Teilnehmer nicht weniger interessant werden. Aber die wenigen Spieler, die eine realistische Chance auf die Auszeichnung als Player of the Year haben, müssen sich ganz genau überlegen, ob es sich lohnt, Re-Entrys zu nutzen, um möglichst erfolgreich zu sein. Aber das ändert überhaupt nichts daran, dass Daniel Negreanu in diesem Jahr völlig verdient als Player of the Year ausgezeichnet wird. Die Spielregeln waren für alle gleich und die Spieler auf den nachfolgenden Plätzen hatten allesamt genauso wie Negreanu die Möglichkeit, von den Re-Entry-Turnieren zu profitieren.

Erstaunliche Karriere mit hoher Konstanz

Ein Blick auf die Erfolgsgeschichte von Daniel Negreanu ist immer wieder beeindruckend. Der Top-Spieler konnte bereits 2004 und 2013 die begehrte POY-Trophäe gewinnen. Das Gesamt-Preisgeld in Höhe von 42.024.086 Dollar über die gesamte Karriere belegt, dass Negreanu nicht nur bei der World Series of Poker in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreich war. Wohlgemerkt: Dabei handelt es sich nur um die Turnier-Preisgelder. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Top-Spieler wie Negreanu noch mehr in den sogenannten Side Games verdienen, bei denen es direkt um richtiges Geld geht. Natürlich kann Negreanu auch Turniere gewinnen. Allein bei der WSOP konnte Negreanu im Laufe der Jahre sechs Turniersiege für sich reklamieren. Die Turniersiege werden bei der WSOP mit prestigeträchtigen Bracelets (Armbänder) ausgezeichnet. Es gibt nicht viele Spieler in der Pokergeschichte, die über einen derart langen Zeitraum auf absolutem Top-Niveau unterwegs waren. Aufgrund der Leistungen in den letzten Jahren gibt es auch keinen Grund zu glauben, dass Negreanu nachlassen würde. Immerhin ist der Player of the Year 2019 gerade einmal 45 Jahre alt. Es ist also durchaus denkbar, dass Negreanu noch 20 Jahre oder sogar länger in der Weltspitze bleibt. Vielleicht gewinnt der Kanadier sogar irgendwann noch einen vierten POY-Award.

Live Poker bleibt trotz Online-Poker interessant

Auch bei der diesjährigen WSOP wurde wieder einmal deutlich, dass Live Poker nach wie vor das Maß aller Dinge ist. Alle aufstrebenden Pokerprofis landen früher oder später an den Live-Tischen in Las Vegas oder Macau. Online-Poker hat nach wie vor eine wichtige Bedeutung, vor allem für die aufstrebenden Pokerspieler. Online ist es möglich, sehr viel mehr Hände zu spielen als an einem Tisch in einem echten Casino. Dadurch können junge Spieler sehr schnell einen Erfahrungsschatz aufbauen, der dann später auch für das Live-Spiel interessant wird. Online-Poker bietet zudem nach wie vor die Möglichkeit, viel Geld zu gewinnen. Auch viele Top-Spieler wie Daniel Negreanu lassen sich immer wieder in Online Casinos blicken. Aber die ganz großen Spiele finden in den echten Casinos statt. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Mittlerweile ist Online-Poker vor allem eine Ausbildungsstätte geworden für ambitionierte Pokerspieler und natürlich ein Vergnügungspark für die unzähligen Hobbyspieler weltweit.

Wichtiger Nachtrag: Die WSOP hat ihre Wertung verändert, nachdem ein russischer Journalist bemerkt hat, dass es zu Fehlern bei der Punktevergabe gekommen ist. Daniel Negreanu ist nicht Player of the Year 2019. Den prestigeträchtigen Titel erhält stattdessen Robert Campbell. Für die World Series of Poker ist der Fehler bei der Titelvergabe ein gigantisches PR-Desaster.

Letztes Update am 11.12.2019
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