Man kann nicht sagen, dass das Box-Jahr für Sportwetter bisher uninteressant gewesen ist. Manche Überraschungen waren dabei und viele Ergebnisse, die so nicht auf dem Zettel standen. Es sei nur mal an den Kampf von Andy Ruiz Jr gegen Anthony Joshua im Juni erinnert. Da nahm der bei allen Experten und Wettern haushoch unterlegene stämmige Mexikaner dem britischen Modellathleten doch tatsächlich seine drei Weltmeistertitel ab. Eine riesige Sensation! Der New Yorker Madison Square Garden tobte. Aber das war noch nicht alles. Auch für den Rest des Jahres hält die Boxwelt noch einige spannende Events bereit, die die Herzen von Kampfsportfans höher schlagen lassen. Dabei ist die Königsklasse des Boxens für viele Zuschauer und Zuschauerinnen immer noch am attraktivsten. Sie zieht das begeisterte Publikum vor die Bildschirme oder direkt an den Ring. Natürlich gibt es auch in anderen Gewichtsklassen hervorragenden Boxsport zu sehen, aber wir konzentrieren uns hier auf das Schwergewicht, weil es dort am Ende des Jahres noch mal zu richtigen Megafights kommen wird. 

Deontay Wilder gegen Luiz Ortis

Boxen SportwettenDen Startschuss feuert der Rückkampf zwischen Deontay Wilder gegen Luiz Ortiz in Las Vegas am 23. November ab. Wieder geht es um den Weltmeistertitel des WBC Boxverbandes, einer der vier großen Verbände international. Es war einer der ganz außergewöhnlichen Kämpfe, die sich beide am 3. März letzten Jahres im Barclays Center in New York geliefert hatten. Für den 32-jährigen US-Amerikaner Wilder war es seine siebte Titelverteidigung, während der 38-jährige Kubaner Ortiz zum ersten Mal in seiner Karriere um einen Weltmeistertitel boxte. Beide gingen ungeschlagen in den Kampf. Ortiz galt als unangenehmer Gegner, der immer hohes Risiko geht und damit als schwer einschätzbar galt. Die ersten Runden des Fights waren relativ ausgeglichen und von einem hohen Tempo und starker Schlagkraft geprägt. Das hatte man dem Mexikaner so gar nicht zugetraut. In der fünften Runde fing sich Ortiz aber eine mächtige Rechte des Amerikaners ein und war sichtlich angeschlagen. Ein Nachsetzten beförderte ihn sogar auf den Boden des Rings. In der sechsten Runde setzte der Champion nach und bereitete Ortiz einige Sorgen. Die waren aber in der siebten Runde wie verflogen und dem Kubaner gelangen sensationelle Schläge gegen den Titelverteidiger, die ihn fast an den Rand eine Niederlage brachten. Aber nur fast. Denn in der zehnten Runde schickte er Ortiz auf die Bretter und gewann den 40. Kampf seiner Profikarriere. Dieser Fight hatte alles, was sich die Boxfans wünschten und so fiebern sie dem Rückkampf natürlich sehnlichst entgegen. Aber auch die beiden Kämpfer können es nicht erwarten sich wieder zu messen. So sagt Ortiz zum Rückkampf: „Ich bin sehr froh darüber, die Möglichkeit für das Rematch bekommen zu haben. Wilder hat den Mut den Rückkampf zu machen, und das ist ein großer Punkt warum er stattfindet. Ich freue mich auf den Kampf und werde das Beste daraus machen,“ und gibt sich zuversichtlich. „Ein Krieger gibt niemals seine Mission auf. Meine Mission ist es, Weltmeister zu werden. Ich habe seit meiner Niederlage sehr hart trainiert und es wird sich alles am 23. November auszahlen. Ich werde diesmal nicht die gleichen Fehler wie im ersten Kampf machen. Ich werde besser vorbereitet, noch aggressiver und stärker in allem sein. Es gab für mich keinen Grund den ersten Kampf nicht zu gewinnen, es ist wie es ist. Wir wussten, dass einer von uns ausgeknockt wird. Ich habe das gleiche Gefühl für den Rückkampf. Dieser Kampf geht nicht über 12 Runden!” 

Sein Konkurrent strotzt nur so vor Selbstbewusstsein: „Ich bin der Beste der Welt. Ich habe es schon mal gesagt, und ich sage es wieder. Ich glaube daran, und ich habe es bewiesen. Ich habe so vielen Menschen bewiesen, dass sie falsch liegen und ich muss es immer noch tun. Das gibt mir die Motivation und den Willen weiterzumachen. Es gab nicht wirklich was, was ich aus dem ersten Kampf gelernt habe, aber er war die Bestätigung für etwas, was ich schon wusste. Ich weiß was ich kann, und ich glaube an mich. Es hat sich nicht so angefühlt, als müsste ich mir selbst etwas beweisen, ich wollte es den anderen beweisen. Wir wollten den Fans den bestmöglichen Kampf liefern. Wir machen es noch einmal so, denn ich will niemanden gehen lassen, ohne dass er eine tolle Zeit und Begeisterung hatte. Wenn ihr noch nie einen Boxkampf gesehen habt, dann bin ich derjenige weswegen ihr einen anschauen solltet!“ 

Wer dann am Ende die Nase vorn hat, wird man sehen.

Anthony Joshua gegen Andy Ruiz jr

Muss man als Boxbegeisterter überhaupt noch etwas zu diesem Kampf sagen oder schreiben? Ist der Austragungsort für den Rückkampf am 7. Dezember auch unumstritten – er findet in Diriyya statt, einem Vorort der saudi-arabischen Hauptstadt Riad – so soll doch der „Clash on the dunes“ ein Riesenspektakel werden. Wir erinnern uns, wie der etwas stämmige, kleine Mexikaner dem britischen Modellathleten und Klitschko-Bezwinger seine drei Weltmeistertitel in einem fulminanten Fight im Juni dieses Jahres entriss. Damit konnte man nun wirklich nicht rechnen. Niemand hatte Andy Ruiz Jr., der auch nur als Ersatzmann in diesem Kampf einsprang, ernsthaft favorisiert. Doch es geschah das schier Unfassbare, was nun, geht es nach Joshua, wieder korrigiert werden soll.  Aber da hat natürlich Ruiz etwas dagegen: „Ich freue mich das Rematch mit Anthony Joshua anzukündigen. Im ersten Kampf schrieb ich Geschichte, als ich der erste mexikanisch-amerikanische Schwergewichtsweltmeister wurde. Ich bin Saudi-Arabien gegenüber dankbar für die Einladung. Ich habe es AJ im Big Apple gegeben und freue mich darauf, seine Karriere in der Wüste zu beenden. Verpasst nicht den Kampf!“ Keine Sorge! Das werden wir ganz sicherlich nicht.

Floyd Mayweather gegen Conor McGregor

Tun sie es, oder tun sie es nicht? Als Boxfan fragt man sich natürlich, ob man es überhaupt zum Boxen zählen kann, oder ob man es nicht einfach als eine Art Jux-Veranstaltung abtun sollte, die mit professionellem Boxen nichts zu tun hat. Es war auf alle Fälle ein Riesenspektakel, als der UFC-Megastar Conor McGregor gegen den ungeschlagenen Floyd Mayweather in Las Vegas antrat und in der zehnten Runde durch technischen Ko verlor. Der MMA Kämpfer hatte sein bekanntes Gebiet verlassen und sich auf einen Kampf nach den klassischen Boxregeln eingelassen. Irgendwie keine gute Idee. Fast war man geneigt in das Phrasenschwein die obligatorischen fünf Euro einzuzahlen und zu sagen: „Schuster bleib bei deinem Leisten!“ Doch: Money makes the World go round! Und genau das wird auch bei einem möglichen Rückkampf vermutlich im Vordergrund stehen. Mayweather hat auf alle Fälle schon mal ein Comeback angekündigt, um ein zweites Mal gegen Manny Pacquiao zu kämpfen. Auch McGregor hat sich ja nicht ganz zur Ruhe gesetzt und ist wieder in den Ring bzw. den Käfig gestiegen. Nix Genaues weiß man. Aber wenn die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien gut verlaufen und man sich auf eine „anständige Summe“ einigt, dann werden wir die Kämpfer wohl noch mal im Ring sehen. Vielleicht noch in diesem Jahr. Bis es soweit ist, kann man getrost und in aller Ruhe in das vielfältige Angebot von Online Casinos hineinschnuppern, oder sich auf einem der vielen Sport-Wetten-Portale, wie beispielsweise betsson, über die aktuellen Wettquoten informieren.