Auf Mallorca werden Spielhallen mittlerweile häufig sanktioniert. Das wird an der neuesten Statistik deutlich, die in der aktuellen Regierungserklärung der Regionalregierung der Balearen bekannt wurde. Demnach wurden seit 2015 die Sanktionen gegen Glücksspiel-Anbieter vervierfacht. Im Zentrum steht dabei der Kampf gegen illegales Glücksspiel. Damit soll nicht zuletzt auch die zahlreichen Touristen auf der beliebten Urlaubsinsel geschützt werden.

Mallorca ParlamentMehr Sanktionen gegen Glücksspiel-Anbieter durch strengere Kontrollen

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 52 Sanktionen gegen Glücksspiel-Anbieter verhängt. Im Jahr 2018 gab es 215 Sanktionen. Das ist kein Zufall, denn die Balearen haben die Anzahl der zuständigen Inspektoren verdoppelt seit 2015. Dadurch ist es möglich, deutlich öfter und strenger zu kontrollieren, als dies früher der Fall war. Mit den Kontrollen soll sichergestellt werden, dass ausschließlich legale Glücksspiele angeboten werden. Zudem spielt der Schutz von Minderjährigen eine große Rolle. Viele Sanktionen wurden verhängt, weil die Glücksspiel-Anbieter nicht in ausreichendem Maß dafür gesorgt hatten, dass Minderjährige keinen Zugang zu den Glücksspielen bekamen.

Ein anderer Faktor ist eine Gesetzesverschärfung aus dem Jahr 2014. Dadurch können die Behörden wesentlich strenger durchgreifen, wenn zum Beispiel ein Kneipenbesitzer nicht dafür sorgt, dass Minderjährige keinen Zugang zu den Spielautomaten haben. Die Sanktionen bestehen in der Regel aus Geldbußen in unterschiedlicher Höhe. Je größer der Verstoß ist, desto empfindlicher wird die Geldbuße. Im Wiederholungsfall sieht das Gesetz vor, dass die Strafe deutlich erhöht wird. Theoretisch wäre es auch möglich, ein Geschäft komplett zu schließen. Das scheint aber bislang nicht passiert zu sein. Jedenfalls gab es bei der aktuellen Regierungserklärung keinen Hinweis in diese Richtung.

Zu lockerer Umgang mit Glücksspiel auf Mallorca

Viele Urlauber, die Mallorca in den letzten Jahren und Jahrzehnten besucht haben, können aus eigener Erfahrung bestätigen, dass der Umgang mit Glücksspiel, insbesondere mit den klassischen Spielautomaten, eher locker ist. Vor allem in gastronomischen Betrieben, in denen es vor allem darum geht, Getränke und Speisen zu verkaufen, war es nicht unüblich, auch Kinder an den Spielautomaten zu sehen. Was früher für viele Menschen kein Problem war, wird mittlerweile etwas anders gesehen. Minderjährige sollten vor Glücksspielen geschützt werden. Nur Erwachsene sollten Zugang zu Spielautomaten und anderen Casino-Spielen haben. Das gilt in typischen Spielhallen und Kasinos ohnehin, aber in der Gastronomie ist diese Trennung nicht immer scharf.

Durch die strengere Gesetzgebung und die engmaschigen Kontrollen kann es sich heute kein Wirt auf Mallorca mehr leisten, Kinder an einen Spielautomaten zu lassen. Eine hohe Geldbuße kann für eine kleine Kneipe unter Umständen sogar existenzbedrohend sein. Zudem hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass viele Inspektoren unterwegs sind und streng kontrolliert wird. Da die Inspektoren ohne Ankündigung kommen, kann es jederzeit passieren, dass ein Gastronomie-Betreiber unangenehm mit mangelndem Jugendschutz auffällt. Aber es sind nicht nur die Minderjährigen, die vielen Glücksspiel-Anbietern zum Verhängnis werden. Auch andere Verstöße können dazu führen, dass Geldbußen verhängt werden.

Fehlende Dokumentation und technische „Auffälligkeiten“

Auch auf den Balearen müssen Spielautomaten und andere Glücksspiele mit einer umfassenden Dokumentation ausgestattet sein. Unter anderem müssen die Betreiber nachweisen können, dass die Spiele fair und gesetzes konform ablaufen. Das ist aber nicht möglich, wenn eine entsprechende Dokumentation des Herstellers nicht vorhanden ist. In der Regel müssen auch Zertifikate vorhanden sein, die bestätigen, dass die Geräte einwandfrei funktionieren. In vielen Fällen ist das jedoch nicht der Fall. Das ist nicht immer böse Absicht, denn oft gibt es alte Automaten die schon seit Jahrzehnten laufen. In diesem Fall muss sich der Betreiber dann um eine neue Dokumentation kümmern, zum Beispiel von einem Unternehmen, das auf Glücksspiel-Zertifizierung spezialisiert ist.

Ein anderes Problem sind technische „Auffälligkeiten“. Was in der Regierungserklärung charmant umschrieben wird, ist nicht selten knallharter Betrug. Wenn ein Spielautomat zum Beispiel deutlich weniger Gewinn auszahlt als gesetzlich vorgeschrieben, liegt die Vermutung nahe, dass eine Manipulation stattgefunden hat. Es mag sein, dass es auch seltene Fälle gibt, in denen die Automaten einfach nicht richtig funktionieren. Aber auch die Inspektoren auf Mallorca wissen, dass klassische Slots anfällig sind für Manipulationen. Es ist kein Zufall, dass die besten Online Casinos mit seriösen Lizenzen und zertifizierten Zufallsgeneratoren mittlerweile bei vielen Glücksspiel-Fans höher im Kurs stehen als die klassischen Spielhallen.