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O. Fischer / pixelio.de

Es ist ja ziemlich kompliziert mit dem Glücksspiel in den USA. Eigentlich ist online alles verboten, vom Casino über das Pokern. Außer in gewissen Indianerreservaten oder Las Vegas. Aber halt nicht online. Mann kann sich gar nicht vorstellen, dass ca. 300 Millionen Amerikaner keinem online Glücksspiel nachgehen. Deswegen sind auch die Slot-Spiele auf Facebook so beliebt, weil es einfach für viele kaum andere Möglichkeiten gibt, die Spielautomaten klimpern zu lassen. Oder in New Jersey ist die teilweise Legalisierung des online Pokers schon lange im Gespräch. Wir erinnern uns an dieser Stelle an die Ereignisse bei Pokerstars, wo ja viele von uns, sagen wir mal, Geld liegen gelassen haben.

Auch in den amerikanischen Sport-Profi-Ligen, wie der NHL (Eishockey), NFL (American Football) oder NBA (Korbjäger) gehörten Sportwetten nicht zum guten Ton. Das könnte die Integrität des Spiels gefährden, hieß es. Wer jedoch die NBA im speziellen verfolgt, kann sich vielleicht noch gut an verschiedene Wettskandale von Schiedsrichtern oder auch Spielern erinnern. Jedenfalls ist nun Adam Slilver, der noch relativ neue Chef der NBA und Nachfolger des legendären David Stern (ein Josef Blatter des Basketballs) ans Rampenlicht getreten und hat die Berührungsängste der Branche mit den Sportwetten in Frage gestellt. Ein mutiger und durchaus sinnvoller Schritt, so denken wir. Denn gewettet wird ja trotzdem und der Wettumsatz steigt, woran sich derzeit nur illegale Anbieter (die natürlich keine Steuern zahlen) erfreuen. Oder Fantasy Ligen, wo nicht um reales Geld gewettet wird.

Sportwetten für alle US - Profiligen öffnen

"Der beste Weg für uns, die Integrität überwachen zu können, ist es, Sportwetten in die Richtung legaler Wett-Organisationen zu bewegen, damit man es verfolgen kann. Das ist ein pragmatisches Vorgehen" meint Adam Silver. Er wird dabei von Marc Cuban, dem Eigentümer der Dallas Mavericks und Busenfreund von unserem Dirk Novitzki unterstützt. Ja, denn Marc versteht ja was vom Business, nicht umsonst hat er die Firma Broadcast.com gegründet und diese im jahr 1999 um fast zarte 6 Millionen Dollar an Yahoo verkauft. Also diese beiden Herren unterstützen das Vorhaben, was die Erfolgsausichten des Projekts sicherlich verbessern wird.

Der amerikanische Sportwettenmarkt ist gigantisch

Bereits vier Bundestaaten - New Jersey, New York, Indiana und South Carolina - haben Ihr Interesse bekundet, Sportwetten anzubieten. Der Markt dafür ist enorm. Angeblich wurden letztes Jahr 1,05 Milliarden Dollar legal auf NBA- und College-Basketballspiele verwettet, während der illegale Markt auf mehr als hundertmal so groß geschätzt wird. Wir sind neugierig, ob diese Entwicklungen auch die online Sportwetten einschließen werden.