Losglück soll über Zukunft niedersächsischer Spielbanken entscheiden

Los entscheidet über Spielhallen-Zukunft

Das Inkrafttreten des Glücksspielvertrags hat in Deutschland für ein Raunen unter Spielbanken, Automatenaufstellern und Wettanbietern gesorgt. Während hunderte Spielbanken vor dem Aus stehen, beschäftigen ebenso viele Verfahren die deutschen Gerichte.

Unklar ist für viele Betreiber, wie ihre Zukunft aussehen wird. Das Bundesland Niedersachsen hat sich nun für einen außergewöhnlichen Weg entschieden, um über die Zukunft seiner Spielhallen zu entscheiden. Demnach soll ausgelost werden, welche Betreiber weiterhin agieren dürfen.

Damit wird auch feststehen, welche Hallen schließen müssen. Online Casinos bleiben davon unberührt. Hier können Verbraucher bei Anbietern wie Paypal Casino und Novoline auch weiterhin Casino online spielen.

Bei den regionalen Spielhallen wächst dagegen vor allem auf Seiten der Mitarbeiter die Angst. Sie bangen seit Anfang des Monats um ihre Arbeitsplätze. Wie sich ihre Zukunft gestalten wird, bleibt weiter offen. Schon jetzt sind in vielen Spielbanken die Einschränkungen durch den Glücksspielstaatsvertrag deutlich zu spüren.

So mussten einige Anbieter ihr Angebot erheblich ausdünnen. Sie mussten Räume und damit auch Spielangebote schließen, weil pro niedersächsische Spielstätten jetzt nur noch 12 Automaten erlaubt sind.

Viele Verbraucher weichen auf Online Casinos aus

Die Folgen bekommen die Mitarbeiter und Betreiber der Spielotheken deutlich zu spüren. Die Anzahl der Gäste nimmt ab. Entweder weichen sie auf regionale Anbieter aus, bei denen noch das komplette Angebot zur Verfügung steht oder sie spielen in den Online Casinos. Diese wurden beim deutschen Glücksspielstaatsvertrag nicht berücksichtigt und können ihr Angebot damit weiterhin ohne jegliche Einschränkungen anbieten.

Mit den sinkenden Besucherzahlen stehen die Betreiber der Spielhallen vor einer Frage, vor der sich besonders die Mitarbeiter fürchten. Demnach ist offen, wie viele Angestellte in vielen Spielhallen überhaupt noch benötigt werden. Die Auswirkungen auf die Beschäftigten sind enorm. Allein in Niedersachsen bangen aktuell 3000 Mitarbeiter einer Branche um ihre Arbeitsstätte. Sämtliche Hoffnungen richten sich derzeit an die Gerichte, bei denen sich die Verfahren und Klagen stapeln.

Denn die Betreiber geben nicht auf und hoffen, dass zumindest die Richter zu ihren Gunsten entscheiden werden. Nicht zuletzt deswegen haben sich viele Spielhallenbetreiber dazu entschlossen, niemanden zu entlassen.

Niedersachsen führt umstrittenes Losverfahren ein

Bundesweit stehen die Chancen für Spielhallen schlecht, doch Niedersachsen nimmt hier noch einmal eine besondere Position ein. In dem Bundesland hat es mit Einführung des Glücksspielvertrags keine Härtefallregelung gegeben, die eine mögliche Entlastung hätte schaffen können.

Äußerst umstritten ist das eingeführte Losverfahren, das über die Zukunft der Spielhallen entscheiden soll. Dass der Staat damit über die Zukunft der Unternehmen, aber auch die der Mitarbeiter bestimmt, schien bei der Entscheidung dafür außen vorzubleiben.

Hoffnung schöpfen die betroffenen Unternehmer aktuell vor allem aus den ersten Gerichtsentscheidungen, die es in Lüneburg und ebenso in Osnabrück gegeben hat. Demnach werden von den Richtern die beiden aufgeführten Kritikpunkte ebenso als besonders kritisch betrachtet.

Doch auch wenn Kritik von Seiten der Justiz kommt, fehlt es vor allem an Rechtssicherheit. Demnach gibt es Fälle, in denen die Betriebe zunächst eine sogenannte Duldung erhalten, in anderen werden sie dagegen umgehend geschlossen.

Wann es eine einheitlich gültige Klärung geben wird, bleibt offen. Die Betreiber selbst wissen jedoch, dass bis dahin Monate vergehen können. Entscheidend ist, wie die Urteile der nächsten Instanzen ausfallen. Zunächst handelt es sich dabei um das OVG in Lüneburg. Aber auch danach könne über weitere Instanzen eine Lösung eingeklagt werden.

In Hameln stehen derzeit 16 Spielhallen vor dem gefürchteten Aus. Betroffen von dieser Entscheidung sind nicht nur die Betreiber, sondern auch die Stadt selbst. Müssen alle 16 Hallen schließen, drohen der Stadt Einnahmeverluste von bis zu einer Million Euro.

Neben Niedersachsen zweifeln an diesen Tagen auch andere Bundesländer an dem Glücksspielstaatsvertrag und den damit verbundenen Entscheidungen.

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Von Stefan Hoenig | 27. Juli 2017 | Kategorien: Casinos, Nachrichten |

Über den Autor: Stefan Hoenig

Stefan Hoenig
"Ein Online Casino ist die faire Alternative zu einer Spielhalle". Auszahlungsquoten von 95% und mehr in einer virtuellen Spielbank beweisen das. Auch von daher interessiere ich mich für das Glücksspiel im Internet - und mein Interesse geht sogar soweit, dass ich darüber schreiben kann und werde.

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