Paypal weg – Umsatz runter! LeoVegas vermeldet einen Umsatzrückgang in Deutschland im dritten Quartal 2019. Nach Angaben des Glücksspielanbieters im aktuellen Quartalsreport ist dafür vor allem der Verzicht auf die Zahlungsmethode PayPal ursächlich. LeoVegas kann wie viele andere Online Casinos aufgrund einer Änderung der Nutzungsbedingungen PayPal nicht mehr als Zahlungsmethode in Deutschland anbieten.

Bis zu 30 Prozent Umsatzrückgang in Deutschland verzeichnet

Nach Angaben von LeoVegas beträgt der Verlust in Deutschland im dritten Quartal im Vergleich zum vorherigen Quartal etwa 30 Prozent. Das bedeutet, dass bis zu 1,5 Millionen Euro weniger Umsatz erzielt worden sind. Das ist ein dramatischer Rückgang, den der Glücksspielanbieter damit erklärt, dass die Zahlungsmethode PayPal nicht mehr verfügbar ist. Doch was hat LeoVegas dazu gebracht, PayPal aus dem Zahlungsmethoden-Portfolio zu entfernen? Ganz einfach: PayPal hat sich dazu entschieden, die Nutzungsbedingungen zu ändern, sodass Online Casinos in Deutschland diese Zahlungsmethode nicht mehr anbieten können. LeoVegas hatte deswegen überhaupt keine andere Wahl und muss nun damit leben, dass viele Kunden ganz offensichtlich darauf verzichten, echtes Geld bei LeoVegas zu setzen. Auch die Anzahl der Neukunden ist deutlich zurückgegangen. Das ist langfristig vielleicht sogar das größere Problem für den schwedischen Glücksspielanbieter.

PayPal LogoPayPal hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Zahlungsmethoden in Online Casinos entwickelt. Es ist auch leicht zu verstehen, warum das so ist. PayPal ist ein E-Wallet, das von vielen Internetnutzer zum Einkaufen verwendet wird. Wer in einem kleinen Online-Shop bezahlen möchte, kann dafür fast immer PayPal nutzen. Die Kontoeröffnung bei PayPal ist einfach und wenn der Kunde einmal das Bankkonto oder die Kreditkarte mit PayPal verknüpft hat, flutscht der Bezahlvorgang in Online-Shops mit wenigen Klicks. Es ist völlig klar, dass viele Casino-Fans, die PayPal zur Verfügung haben als Zahlungsmethode, auch im Casino mit PayPal bezahlen möchten. Für andere E-Wallets wäre es nötig, ein zusätzliches Konto zu eröffnen. Traditionell haben viele Glücksspiel-Fans zum Beispiel ein Konto bei Skrill oder Neteller. Diese beiden Zahlungsmethoden funktionieren ähnlich wie PayPal, haben aber den großen Nachteil, dass sie für Einkäufe im Internet aufgrund geringer Verbreitung kaum geeignet sind.

Langfristiges Problem oder kurzfristige Delle durch PayPal-Verzicht?

Im aktuellen Quartalsreport von LeoVegas wird nicht erläutert, ob der Umsatzrückgang nur als temporäres Phänomen wahrgenommen wird. Es kann durchaus sein, dass sich die bisherigen PayPal-Nutzer nur ein bisschen Zeit nehmen, um eine andere Zahlungsmethode zu wählen. Alle Erfahrungen sprechen dafür, dass Casino-Besucher nicht einfach auf ihr Hobby verzichten, nur weil eine bestimmte Zahlungsmethode nicht mehr verfügbar ist. Vielleicht sind einige LeoVegas-Kunden auch zu anderen Casinos abgewandert, in denen im dritten Quartal 2019 PayPal als Zahlungsmethode noch zur Verfügung stand. Darüber kann aber nur spekuliert werden zum aktuellen Zeitpunkt Es wird sehr spannend sein zu sehen, ob sich der Umsatz im vierten Quartal 2019 in Deutschland erholen wird. Das wäre dann ein klarer Hinweis darauf, dass die Kunden nach einem kurzfristigen PayPal-Schock wieder zurück zum populären LeoVegas Casino gekommen sind.

Weniger schön für LeoVegas und die gesamte Glücksspielbranche im Internet wäre, wenn der PayPal-Schock dazu führen würde, dass viele Glücksspiel-Fans komplett auf das Spielen im Internet verzichten. Dafür spricht aktuell nicht viel, zumal es viele Alternativen zu diesem E-Wallet gibt. Wer kein Konto bei Skrill oder Neteller eröffnen möchte, kann zum Beispiel auch eine ganz normale Debitkarte von VISA oder MasterCard verwenden, um Einzahlungen und Auszahlungen in einem Online Casino zu machen. Eine sehr beliebte Prepaid- Zahlungsmethode in Online Casinos ist die Paysafecard. Es gibt viele Alternativen zu PayPal, sodass es eher unwahrscheinlich ist, dass LeoVegas langfristig leiden muss. Zudem haben mittlerweile praktisch alle Online Casinos, die in Deutschland verfügbar sind, PayPal nicht mehr als Zahlungsmethode im Programm. Insofern gibt es auch keine Ausweichmöglichkeit mehr für die Glücksspiel-Fans, die eigentlich gerne bei LeoVegas spielen würden, aber im Zweifel dann doch eher ein PayPal-Casino wählen.

Hat niedersächsische Regierung PayPal verjagt?

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die niedersächsische Landesregierung einem nicht genannten Zahlungsanbieter die Auflage gemacht hat, keine Zahlungen von deutschen Kunden an Online Casinos mehr zuzulassen. Zur wurde nie offiziell bestätigt, dass PayPal betroffen war. Aber die Entwicklungen der letzten Monate deuten zumindest darauf hin, dass PayPal sich politischen Druck gebeugt haben könnte. Auf der anderen Seite hat PayPal in den letzten Jahren öfter die Nutzungsbedingungen geändert. Glücksspiel-Veteranen werden sich daran erinnern, dass es auch früher schon Phasen gab, in denen PayPal plötzlich nicht mehr in Online Casinos verfügbar war. Unabhängig davon, ob die niedersächsische Landesregierung den Rückzug von PayPal vom deutschen Casino-Markt bewirkt hat oder nicht: Nicht nur für LeoVegas, sondern auch für alle anderen Online Casinos wird es in naher Zukunft darum gehen, gute Alternativen für die beliebte Zahlungsmethode PayPal anzubieten.

Internationales Geschäft läuft gut für LeoVegas

Auch wenn der deutsche Glücksspielmarkt für LeoVegas ohne jeden Zweifel wichtig ist, ist das Unternehmen international gut aufgestellt, sodass ein Umsatzrückgang in einem einzelnen Markt nicht automatisch zu einem großen Problem führt. Es wäre auch geradezu fahrlässig, einen schwierigen Markt wie Deutschland als Casino-Betreiber exklusiv zu beliefern. Das könnte sich demnächst ändern, wenn in Deutschland eine echte Casino-Lizenz geschaffen wird. Zumindest gibt es zarte Hoffnungen, dass sich Deutschland dazu entschließen könnte, bis Mitte 2021 nicht nur die Sportwetten, sondern auch die Casino-Spiele im Internet komplett neu zu regulieren. Bei den Sportwetten ist schon mehr oder weniger klar, dass es eine umfassende Regulierung und Lizenzierung für seriöse Anbieter geben wird. Bei den Casinos zieren sich nach wie vor einige Bundesländer, vernünftige Regelungen zu schaffen. Das aktuelle PayPal-Desaster bei LeoVegas ist nicht zuletzt auch eine Folge der fehlenden Regulierung in Deutschland.

LeoVegas verwendet eine EU-Lizenz für das deutsche Angebot, die grundsätzlich auch die Nutzung von Zahlungsmethoden wie PayPal ermöglicht. Aber es ist völlig klar, dass ein Zahlungsanbieter wie PayPal auch die nationalen Befindlichkeiten berücksichtigen muss. Der Casino-Markt ist für PayPal nicht nur in Deutschland nur ein Bruchteil des gesamten Marktes. PayPal hat vermutlich nicht viel Geld verloren durch die Änderung der Nutzungsbedingungen zu Ungunsten der Online Casinos. Umgekehrt ist die Situation natürlich schwierige, denn gerade Online Casinos sind darauf angewiesen, gute und vertrauenswürdige Zahlungsmethoden im Programm zu haben. Es wird in jedem Fall spannend bleiben, denn schon in Kürze werden weitere Casino-Betreiber, die in den letzten Monaten Einzahlungen und Auszahlungen mit PayPal abschaffen mussten, ihre Quartalszahlen vorlegen.

Letztes Update am 20.11.2019
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