Landbased Casinos seit 2007 erstmals wieder im Aufwärtstrend

Landbased CasinoDie deutschen öffentlich-rechtlich betriebenen Casinos hatten es die letzten Jahre wirklich nicht leicht. Schwindende Besucherzahlen, Misswirtschaft, altbackene Konzepte und vor allem die Online Casinos in Deutschland setzten ihnen gehörig zu. In Sachsen-Anhalt verschwanden sogar über Nacht sämtliche, dem Bundesland gehörende Spielhallen und so wurde das Flächenland zum weißen Fleck der Glücksspielbranche. In NRW mussten die enormen Verluste, die der Betreiber WestSpiel von Jahr zu Jahr angehäuft hatte, mit dem Verkauf zweier Andy Warhol Bilder kompensiert werden. Dies führte zu der grundlegenden Frage, warum staatliche Casinos, die eigentlich den Haushalt der Länder mit Gewinnen unter die Arme greifen sollen, ihre Verluste mit dem Verkauf staatlichen Besitzes ausgleichen. In Sachsen-Anhalt hatten die politischen Entscheidungsträger wenigstens ein Einsehen und schickten das von ihnen selbst betriebene Unternehmen in die Insolvenz, um den Steuerzahler wenigstens vor unnötigen Ausgaben zu schützen. Doch wie eine jetzt herausgegebene Studie aufzeigt, scheint nun endlich die Talsohle der Negativentwicklung überschritten zu sein.

Das Wachstum soll auch die nächsten Jahre anhalten

Die neue Studie, des in Berlin ansässigen Instituts Goldmedia mit dem vielsagenden Namen “The German Gambling Market 2016 Status Quo 2015 and Market Outlook 2016,”  beleuchtet die Entwicklung der Casino- und Automatenbranche in Deutschland, dabei stellten sie fest, das im letzten Jahr die betriebenen Casinos ein sattes Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 erwirtschaftet haben. Damit stiegen die Erlöse um 52 Millionen Euro auf jetzt 641 Millionen Euro. Berechnet wird der Bruttospielertrag an Hand der in den Casinos getätigten Einsätze, abzüglich der ausgezahlten Gewinne an die Gambler. Somit konnten die großen Spielhallen erstmals wieder ein Wachstum verzeichnen, schließlich ging es seit dem 2007 nur noch bergab. Die Experten aus Berlin gehen auch davon aus, dass dies nicht nur eine kurzfristige Erholung bedeutet, sondern es sich um eine nachhaltige Entwicklung handelt. Als Grund für den Optimismus führen sie die stabilen Besucherzahlen an und steigenden Bruttospielertrag pro Spieler. In diesem Jahr erwarten sie ebenfalls ein Wachstum, dass mit 4,5 Prozent allerdings deutlich kleiner als im Vorjahr ausfallen dürfte. Der größte Motor für die positive Entwicklung, war laut Studie, der Bereich der klassischen Casinos Spiele, darunter vor allem Roulette und BlackJack. Dies ist sicherlich nicht verwunderlich, den in diesem Bereich, wenn der Zocker nicht gerade auf ein Online Casinos ausweicht, sind die großen Casinos gegenüber den Spielotheken klar im Vorteil.

Das neue Abstandgesetz wird die staatlichen Casinos klar bevorteilen

Ein weiter entscheidender Punkt für den positiven Ausblick der landbased Casinos in Deutschland für die nächsten Jahre, dürfte die Einführung der neuen Abstandsregel für Spielotheken sein. Die Automatenwirtschaft sieht zwischen 60 Prozent und 80 Prozent der klassischen Zockerbuden vor dem Aus. Mit den restriktiven Gesetzen der einzelnen Bundesländer, müssen zahlreiche Spielotheken schließen, da sie nicht mehr zu nah beieinander oder in der Nähe von Schulen betrieben werden dürfen. Für die Liebhaber von Slot Automatenspielen, die nicht auf Online Casinos ausweichen wollen, bleibt somit am Ende nur noch der Weg zu einem der großen Casinos. Hier ergibt sich für die Länder natürlich ein einfacher Weg die unliebsame Konkurrenz mit einem Federstrich loszuwerden und die staatlich betriebenen Casinos ordentlich zu pushen, denn die Automatenwirtschaft verzeichnet in Deutschland seit Jahren steigende Zahlen. So konnte auch im letzten Jahr ein Wachstum von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, im gewerblichen Automatenspiel erzielt und ein Gesamterlös von 5,8 Milliarden erwirtschaftet werden. Die momentanen Machtverhältnisse und warum der Staat diese gern zu seinen Gunsten ändern würde, werden deutlich, wenn der Marktanteil der beiden Bereiche verglichen wird. So können die landbased Casinos auf einen Anteil von 5,4 Prozent des Kuchens verweisen, wohingegen die gewerbliche Automatenwirtschaft auf 48,8 Prozent kommt. Durch den bundesweiten Kahlschlag bei den Spielotheken werden die Gambler in Zukunft quasi gezwungen in die Casinos abzuwandern, zumindest diejenigen denen das Flair eines echten physischen Automatenspiels wichtig ist. Der zweite Akteur im Bunde, der sich die Hände reiben dürfte, sind die seriösen Online Casinos in Deutschland, denn ihnen werden, ohne wirklich dafür etwas tun zu müssen, tausende Gambler in die Arme getrieben.

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Landbased Casinos seit 2007 erstmals wieder im Aufwärtstrend
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Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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