Kriminalstatistik 2015 – mehr Diebstähle aus Spielautomaten

Diebstähle aus SpielautomatenDie Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) hat es nun offenbart. Im Jahr 2015 gab es weniger Überfälle auf Spielhallen, als noch das Jahr zuvor. Ob das aber wirklich ein Grund zum Jubeln ist, bleibt wohl fraglich.

Zahl der Diebstähle aus Spielautomaten explodiert

Am Montag wurde vom Innenminister Thomas de Maizière und dem saarländischen Innenminister Klaus Bouillon, der auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder ist, (IMK) die jährliche Polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt. Das Jahr 2015 hat sich dabei aber nur scheinbar gut gezeigt. Denn alles Verbrechen, die im Zusammenhang mit Spielautomaten stehen, sind dort auch gesondert erfasst, was zu einem eindeutigen Ergebnis führt.

Im Jahr 2015 gab es eine starke Zunahme der Diebstähle aus beziehungsweise von Automaten. Schon diese Nachricht in Kürze ist nicht gerade berauschend. Wenn man dabei aber noch die Informationen bekommt, dass es insgesamt 18.611 solcher Diebstähle gab, dann wird es langsam beunruhigender. Denn dies bedeutet leide auch, dass die Zahl der Diebstähle von beziehungsweise aus Automaten um elf Prozent zum Vorjahr gestiegen ist. Die Kriminalstatistik begründet dies jedoch mit der Steigerung von schweren Diebstählen in diesem Bereich, was die Sache jetzt aber auch nicht gerade besser macht. Denn allein bei den schweren Diebstählen wurden 1.827 Fälle mehr zur Anzeige gebracht, als noch im Jahr 2014.

Allerdings muss man wirklich zugestehen, dass in diesen Bereich auch Bankautomaten oder Wechselgeldautomaten in Spielhallen etc. erfasst werden. Und allein durch die Medien ist schließlich jedem aufgefallen, dass es mehr aufgesprengte Bankautomaten gab. Trotzdem ist dieses Bild nicht gerade sehr gut. Zwar ist die Aufklärungsquote solcher Diebstähle im Bereich der Automaten minimal von 26,8 auf 28,4 Prozent angestiegen. Doch damit wird immer noch nicht einmal jeder dritte Fall aufgeklärt, was die Täter wahrscheinlich auch noch zusätzlich motivieren dürfte.

Weniger Raubüberfälle auf Spielhallen

Währen der Diebstahlbereich mit steigenden Zahlen zu kämpfen hat, ist die Zahl der Raubüberfälle auf Spielhallen im Jahr 2015 gesunken. Gab es 2014 noch 815 Raubüberfälle, waren es im letzten Jahr noch 628. Natürlich ist es gut zu hören, dass die Zahl um fast 200 Delikte zurückgegangen ist. Das darf aber dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch mehr als 1,7 Raubüberfälle täglich auf deutsche Spielhallen gibt.

Zudem gab es schon in den Jahren zuvor einen starken Rückgang der Raubüberfälle auf Spielbanken. Denn bereits 2014 sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Eine Aufklärungsquote dieser Raubüberfälle wurde allerdings nicht präsentiert. Da kann sich nun jeder seine eigenen Gedanken zu machen.

Unerlaubtes Glückspiel im Sinkflug

Auch beim unerlaubten Glücksspiel ging die Zahl deutlich zurück. So wurden 2015 502 Fälle erfasst, was einen Rückgang von 35 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Hier muss jedoch wirklich angemerkt werden, dass die Dunkelziffer sicherlich weitaus höher liegen dürfte. Denn unerlaubtes Glücksspiel muss ja auch erst einmal aufgedeckt werden, was halt im Jahr 2015 nicht ganz so oft geschah. Was also wirklich von den zahlen zum unerlaubten Glücksspiel zu halten ist, bleibt offen und muss jeder für sich selbst interpretieren.

Fakt ist jedenfalls, dass die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2015 ein Bild vermitteln, das vielleicht nur auf eine Verschiebung der Straftaten im Bereich des Glücksspiels hindeuten kann.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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