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Schweiz: Kontrolleure mit Tausenden illegalen Spielhöllen überfordert

illegalen SpielhöllenÜber viele Jahre konnten die 40 Glücksspielkontrolleure der Schweizer Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) rund um ihren 55-jährigen Chef Jean-Marie Jordan ein mehr oder weniger ausgeglichenes Verhältnis im Kampf gegen das illegale Glücksspiel vorweisen. Doch nun schlägt der Chefkontrolleuer, der mit seinem Team dafür sorgen soll, dass Glücksspiele um Geld ausschließlich in Casinos angeboten werden, Alarm. Er weist darauf hin, dass bestens organisierte Banden aus der Türkei und vom Balkan etwa 2.500 Restaurants, Kebab-Kioske und Bars zu illegalen Spielhöllen umgerüstet hätten. Damit sind die Kontrolleure maßlos überfordert.

Die illegalen Spielhöllen im Visier der Ermittler: Kebab-Kioske!

Jordan sagt: „Wir haben auf der einen Seite die saubere Welt der Casinos und Lotterien. Auf der anderen Seite gibt es diese illegale Welt.“ Für die Spieler sei diese Welt sehr problematisch, da sie dort ins Umfeld organisierter Kriminalität gerieten. „Dort gibt es alles Mögliche: von Drogen über Waffen bis Menschenhandel.“ Wie gefährlich diese Welt durch die Kontrolleure eingeschätzt wird, zeigt die Tatsache, dass sie niemals ohne ein Großaufgebot von 15 bis 20 Polizisten zu Kontrollen gehen.

Beachtenswert ist natürlich ohne Jean-Marie Jordan nah treten zu wollen, dass dieser einen Kebab-Kiosk mal kurzerhand zum Treffpunkt der organisierten Kriminalität abstempelt, in dem neben gefüllten Teigtaschen mit Knoblauchsauce mit Waffen, Menschen und Drogen gehandelt wird. Also bitte Augen auf beim Kebab-Kauf!

Das illegale Glücksspiel hat sich gewandelt

Während vor einigen Jahren die Spieler noch an konventionellen Automaten dem illegalen Glücksspiel nachgingen, spielen sie heutzutage illegal an Computern. Die in Restaurants und Bars aufgestellten Geräte sind mit dem Internet verbunden, sodass das Spielangebot aus dem Ausland bezogen werden kann. Darin liegt für Jordan und sein Team auch das größte Problem. Da der Computer nur das Zugriffsinstrument darstellt, können sie nicht einfach den Stecker ziehen. Damit gingen alle Beweise sofort verloren. Die Ermittler müssen, um einen Beweis in der Hand zu haben, die Spiele vor Ort filmen, was keine leichte Angelegenheit ist.

Auch hier stellt sich die Frage, was den Ermittlern eigentlich wichtig ist. Der Spielerschutz damit die User in der „sauberen Welt der Casinos und Lotterien“ spielen und dort bei geringen Gewinnquoten ihr Geld verzocken oder die Tatsache, dass hier das Land Schweiz an den Einnahmen kräftig mitverdient. Eine Politik, welche leider mehr dem Staat als den Spielern dient.

Die Kontrolleure laufen der Entwicklung hinterher

Trotz intensiver Bemühungen der Kontrolleure, die jährlich zwischen 80 und 120 Lokale ausheben, laufen sie der Entwicklung hoffnungslos hinterher. Laut des Chefkontrolleurs seien in der Schweiz mehrere Banden tätig, die sehr gut vernetzt und leistungsfähig seien. Dabei sind die Chefs durch ein ausgeklügeltes Pyramidensystem kaum zu fassen. Außerdem kümmert es die Wirte wenig, wenn die ESBK-Kontrolleure die Computer beschlagnahmen. Bereits kurze Zeit später stehen neue Geräte da, so Jordan. Das ist bei einem geschätzten Umsatz von mehreren Millionen Schweizer Franken pro Geschäft auch nicht verwunderlich. In der gesamten Schweiz soll es sich nach Expertenmeinung um einen Markt von 150 Millionen Franken handeln.

Spielerschutz ist wichtig. Doch eine Grundlage dafür ist ein fairer Umgang mit allen Beteiligten und Regelungen, welche nicht einzelne Benachteiligt. Solange der Staat nur sich selbst auf der Gewinnerseite sehen möchte wird der Kampf gegen das illegale Glücksspiel ein Kampf gegen Windmühlen bleiben.

Jordan verweist darauf, dass jeder Erfolg sehr hart erarbeitet werden müsse, da die Möglichkeiten der Beamten sehr gering seien: „Heute können wir die Leute nur begrenzt überwachen und können nicht verfolgen, wohin das Geld fließt.“ Er hofft darauf, dass das für 2019 avisierte neue Schweizer Glücksspielgesetz Abhilfe schafft und er damit mehr Kompetenzen erhält.

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Über den Autor:

Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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