Keine Privatisierung des NRW-Casinoanbieter Westspiel

NRW-Casinoanbieter WestspielNachdem der NRW-Casinoanbieter Westspiel in den vergangen Jahren durch einen massiven Verlust in die Schlagzeilen geraten war wurden Gedankenspiele laut, dass das Land das Verlust-Casino veräußern solle. Aus Gedankenspiele wurden konkrete Medienberichte, denen der Finanzminister des Bundeslandes Walter-Borjans von der SPD nunmehr eindeutig widersprochen hat. Insbesondere auf die Behauptung, dass Land würde bereits den Verkauf des Casino-Betreibers vorbereiten, entgegnete Walter-Borjans ein deutliches "nein". Die Privatisierung des Casino-Betreibers ist weder geplant noch gewollt.

Kein Auftrag zur Prüfung

In der "Rheinischen Post" wurde deutlich berichtet, dass der Wirtschaftsminister und Parteifreund von Walter-Borjans - Garrelt Duin - bereits ein Prüfungsverfahren beauftragt habe. Walter-Borjans entgegnete der Zeitung, dass die Landesregierung zwar durchaus ergebnisoffen Prüfungen über die Zukunft des Casino-Anbieters Westspiel betreiber aber die Privatisierung keine Option sei. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk äußerste ein Sprecher des Wirtschaftsministers Duins, dass es sich lediglich um Gedankenspiele handele. Auch der Sprecher widersprach vermeintlichen Plänen zur Privatisierung des Anbieters deutlich. Konkrete Überlegungen bezüglich eines Verkaufs werden sowohl von Norbert Walter-Borjans auch von Garrelt Duin dementiert. Beide unterstrichen jedoch, dass die verschiedensten Gedankenspiele schlussendlich ja nicht verboten seien, jedoch sei die Konsidilierung des Anbieters das vorrangigste Ziel. Die Privatisierung hingegen sei nicht einmal eine Option.

Finanzminister erinnert an den Spielerschutz

Finanzminister Walter-Borjans nutzte die Gelegenheit um daran zu erinnern, dass das Bundesland Nordrhein-Westfalen durchaus in der Pflicht stehe, die Spielsucht zu bekämpfen. In Bezug auf diese Thematik sind die landeseigenen Casino-Anbieter unstrittig erfolgreich unterwegs, was widerum gegen einen Verkauf sprechen würde. Bei einem etwaigen Verkauf von Westspiel würde sich das Land der Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung entziehen. Die Landesregierung habe keineswegs vor, sich den gesellschaftlichen Auftrag zur Bekämpfung der Spielsucht von privaten Käufern aus den Händen nehmen zu lassen. Als formeller Eigentümer des Anbieters Westspiel ist die NRW-Bank eingetragen. Auch die NRW-Bank unterstrich den ordnungspolitischen Auftrag des Casinos, für die Glücksjäger ein verantwortungsvolles Spiel im Rahmen des geltenden Glücksspielvertrages zu gewährleisten. Von Seiten der Bank wurde bezweifelt, ob ein privater Käufer dieser Verantwortung in ausreichendem Maße gerecht werden könne. Aus diesem Grund gäbe es derzeitig auch keine entsprechenden Verkaufsgespräche.

Bundesland NRW ist Eigentümer

Insgesamt betreibt Westspiel im Bundesland Nordrhein-Westfalen in den Städten Bad Oeynhausen, Dortmund, Duisburg sowie Aachen vier Spielbanken. Über die NRW-Bank ist das Bundesland der Eigentümer. In der jüngeren Vergangenheit gab es unschöne Schlagzeilen, da zwei extrem wertvolle Bilder des berühmten Malers Andy Warhol veräussert wurden. Der Erlös des Verkaufsgeschäfts ist für die Sanierung der bereits bestehenden Spielbanken sowie der Errichtung eines zusätzlichen moderneren Casinos in der Rheinmetropole Köln geplant.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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