Kampf gegen illegale Casinos in Vorarlberg

Kampf gegen illegale CasinosIm österreichischen Vorarlberg ist das illegale Glücksspiel scheinbar noch auf einem deutlichen Hoch. Das Bundesland möchte daher nun aggressiver gegen diese Form von Glücksspiel vorgehen. Mit den Sicherheitsbehörden ist man dabei auf einem gleichen Nenner angekommen. Jedoch sind die Lokalbetreiber ein großes Problem. So seien diese nämlich sehr streitlustig und das mache es sehr schwierig, wirklich effektiv gegen sie vorzugehen.

Nur zwei legale Casinos in Vorarlberg, aber viele illegale Casinos

Genaue Zahlen über illegale Spielcasinos gibt es in Vorarlberg natürlich nicht. Aber es gibt Schätzungen, die auch durch die Sicherheitsbehörden zustande kommen und danach scheinen es sehr viele illegale Spielbetriebe in Vorarlberg zu geben. Scheint irgendwie auch nachvollziehbar. Denn im gesamten Bundesland gibt es an sich nur zwei legale Casinos, nämlich die Casinos Austria in Bregenz und in Kleinwalsertal. Dass da viele illegale Anbieter ihre Chance sehen, sich auch noch ein goldenes Näschen zu verdienen, ist wohl sehr natürlich, wenn auch illegal und absolut verboten.

Dass es einige, wenn nicht sogar sehr viele illegale Spielbetriebe in Vorarlberg gibt, wird auch ständig bei kriminellen Geschehnissen offensichtlich. Denn oft geraten genau diese illegalen Spielcasinos in den Fokus der Öffentlichkeit, wenn es dort zu Überfällen oder anderen schwerwiegenden Straftaten kommt. So rückte erst kürzlich ein Wett- und Spiellokal in Bregenz in die Nachrichten, als es von einem 19-jährigen Belgier überfallen wurde. Und somit steigt dann halt auch die Kriminalitätsrate, die im Zusammenhang mit illegalen Spiellokalen steht. Für die Sicherheitsbehörden und die Politik ist das natürlich ein untragbarer Zustand, der dringend geändert werden muss.

Lücke wird ausgenutzt und man nennt sich "Wettlokal"

Wetten sind in Österreich landesweit noch erlaubt. Daher ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass es sehr viele Wettlokale in ganz Österreich und natürlich auch in Vorarlberg gibt. Allerdings wird doch sehr stark vermutet, dass die Wetten nur ein vorgeschobener Grund sind, um ein Lokal betreiben zu dürfen und es sich in Wirklichkeit oftmals um Betriebe mit illegalem Glücksspiel handelt. Schon seit langer Zeit ist dieses Problem bekannt, aber der Nachweis ist tatsächlich auch nicht ganz leicht zu erbringen. Zudem ist es für die Betreiber der Wettlokale natürlich noch ein sehr lukratives Geschäft. Schließlich lässt sich mit dem illegalen Glücksspiel sehr viel Geld machen, besonders, weil keine Abgaben gezahlt werden müssen.

Kein konkreter Verdacht bedeutet kein Zutritt

Sehr eingeschränkt ist die Rolle der Finanzpolizei in diesem Spiel. Denn auch wenn eigentlich viele wissen, dass sich in den Wettlokalen auch illegales Glücksspiel befindet, haben die Beamten kaum eine Möglichkeit, dem einen Riegel vorzuschieben. Denn solange kein konkreter Verdacht besteht, müssen die Betreiber die Beamten nicht in die Räumlichkeiten lassen und verweigern daher auch regelmäßig den Zutritt zu ihren Wettlokalen. Daher versucht man mittlerweile bei den Behörden sogar, aufgrund von anderen Rechtsvorschriften jenseits des Glücksspielgesetzes Zutritt zu den Wettlokalen zu bekommen. Da wird dann auch schon einmal das Arbeitnehmerschutzgesetz oder das Baurecht zu Hilfe gezogen, um aufgrund von baurechtlichen Vorschriften einen Einblick zu den Räumlichkeiten zu erhaschen. Wirklich sinnvoll und effektiv ist das natürlich nicht, wenn aber manchmal die einzige Möglichkeit der Beamten.

Der Erfolg hält sich in Grenzen

Wie gesagt, die Effektivität der Finanzpolizei bleibt so natürlich deutlich auf der Strecke und hält sich sehr in Grenzen. So konnten in den letzten Jahren zwar mehr als 2.000 Spielautomaten beschlagnahmt werden, aber nur etwa 50 Prozent von denen wurde auch vernichtet. Der andere Teil ging aufgrund der Gesetzeslage wieder zurück an die Eigentümer. Da kann man sich ja leicht vorstellen, dass die zurückgegebenen Spielautomaten nicht im Keller verstauben, sondern sicherlich wieder erneut eingesetzt werden. Und damit ist dann auch eine Art Teufelskreis geschaffen.

Zudem ist es für die Behörden auch noch schwierig, richtig konsequent vorzugehen, dass die Betreiber von illegalem Glücksspiel meist sehr gut juristisch vertreten werden. Und da wird dann selbstverständlich mit allen juristischen Tricks gearbeitet, die den Behörden das Leben schwer machen.

Aber wer weiß, wie lange die Behörden noch gegen illegales Glücksspiel in diesem Umfang vorgehen müssen. Denn aktuell wird geprüft, ob das Glücksspielgesetz mit seiner Monopolisierung überhaupt mit dem EU-Recht vereinbar ist. Wenn nicht, dann dürfte aus dem illegalen Glücksspiel schnell wieder legales Glücksspiel werden.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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