Dass die teilweise Legalisierung des Glücksspiels in Japan keine einfache Sache ist, zeigt sich immer mehr. Es ist ja nicht damit getan, zu sagen, dann spielt mal fröhlich drauf los! Nein, viel zu viele Dinge gilt es dabei zu beachten. Casinobonus360.de berichtete schon ausführlich über die Schwierigkeit geeignete Standorte für Casino Ressorts zu finden, und auch der Spielerschutz ist ein immer wiederkehrendes Thema bei der Legalisierung von Glücksspielen im Land der aufgehenden Sonne. Jetzt beschäftigt sich die Regierung mit einem weiteren Thema, das nicht ganz unerheblich ist: Steuern! Glücksspielgewinne sollen und müssen versteuert werden. Schließlich ist das ja auch ein Grundgedanke hinter der teilweisen Erlaubnis des Glücksspiels in Japan. Doch wie kommt man an Steuereinnahmen von den ausländischen Spielerinnen und Spieler heran, die ja vielleicht nur ein paar Tage in Nippons Reich weilen? Da wird es schwierig. Deswegen denkt die Regierung jetzt darüber nach, ein besonderes Steuersystem bei den Gewinnen der Ausländer anzuwenden. Dabei soll die Steuer direkt in den Casinos einbehalten werden. Dies soll aber nur für Ausländer gelten, die keinen festen Wohnsitz in Japan haben. Als Vorbild dient hierfür die Quellensteuer, die bereits in den Vereinigten Staaten und Südkorea eingesetzt wird. 

Japan | Wie genau soll das Steuersystem funktionieren?

Japan CasinoZuerst einmal ist es wichtig, alle Chips-Verkäufe und Gewinnauszahlungen zu registrieren und aufzuzeichnen. Der Gewinn wird dann ähnlich wie bei Pferdewetten besteuert. Als Wert zur Steuerberechnung wird die Differenz zwischen gekauften Chips und tatsächlich ausgezahltem Bargeld oder Schecks genommen. Diese Differenz wird dann besteuert. Wie hoch der Steuersatz tatsächlich ausfallen soll, ist noch nicht bekannt. Dazu ist aber, wie oben erwähnt, eine ganz genaue Dokumentation von Nöten. Und auch eine Art von Personalisierung, sprich Kennzeichnung der Chips. Es soll nämlich verhindert werden, das gekaufte Chips als gewonnene ausgegeben werden. Zudem soll zusätzlich verhindert werden, dass man seine Chips anderen Personen überlässt, um die Steuerlast zu drücken. Ein Regierungsbeamter erklärte dazu, dass ein fehlender Rahmen für den Bereich die Investitionsentscheidung von Betreibern beeinflussen könnte.

Konkret ist man mit diesen Plänen schon so weit, dass sie Bestandteil der Steuerreform für das Jahr 2020 sind, die letzten Monat fertiggestellt wurden. Eine Umsetzung der Reform ist für April 2021 geplant, falls es zu keinen gravierenden Abweichungen kommen sollte. 

Zwingend notwendige Einnahmen

Wie sehr Japan die zusätzlichen Einnahmen benötigt, zeigt ein Blick auf die Gesamtwirtschaft der drittgrößtenVolkswirtschaft der Welt. Der sieht nämlich alles andere als rosig aus. Da geht aktuell die Angst vor einem großen Crash um, wie er zuletzt vor über 20 Jahren das Land der aufgehenden Sonne erschütterte. Japan leidet im Moment unter einer schwachen Binnennachfrage und auch der Export, ein ähnlich wichtiger Pfeiler der Gesamtwirtschaft wie in Deutschland, schwächelt extrem. Im letzten Quartal schrumpfte die Wirtschaft sogar um 0,3 Prozent. Dies hat mannigfache Ursachen, aber vor allem die verlangsamte Konjunktur in China und der Handelskrieg der USA mit dem Reich der Mitte zeigen auch für Japan Auswirkungen. Zudem sind Löhne und Gehälter nur in einem ganz bescheidenen Maße gewachsen, was besonders hinderlich für die Binnennachfrage ist. 

Und gerade im nächsten Jahr wird die Welt wieder verstärkt nach Japan blicken. Mit der Austragung der Olympischen Spiele in Tokio soll der Weltengemeinschaft dokumentiert werden, zu welchen Leistungen das Land möglich ist. Nach 1964 ist es schon das zweite Mal, dass die Spiele in Japan stattfinden. Doch auch heute scheint es viele „hausgemachte“ Problem zu geben. Dabei verzichtet man diesmal auf prestigeträchtige Megabauten oder Projekte. Vielmehr sollen die Maßnahmen für Olympia diesmal eine sinnvolle Ergänzung zum Entwicklungsplan Tokios sein. Hatte man 1964 noch mit einem Super-Schnellzug geprotzt, so fällt diesmal alles etwas bescheidener aus. Der derzeit amtierende japanische Ministerpräsident Abe hat somit auch den ursprünglich geplanten futuristischen Bau mit geschätzten Kosten von drei Milliarden Euro kurz vor Baubeginn noch gestoppt. Umso schockierender sind die neusten Nachrichten des japanischen Rechnungshofes, die besagen, dass die Spiele doppelt so teuer werden, wie veranschlagt. Dies scheint vor allem der Regierung anzulasten zu sein, die neben Tokio und dem olympischen Komitee die Kosten für die Spiele trägt. Bisher hat man schon 6,2 Milliarden Euro ausgegeben. Der Rechnungshof bemängelt dabei, dass, um die Spiele kostengünstig erscheinen zu lassen, notwendige Ausgaben an anderer Stelle verbucht oder nicht genannt worden sind. 

Japan steht vor großen Herausforderungen

So wird auch immer mehr ersichtlich, warum es auf der einen Seite zu einer Lockerung des Glücksspiels gekommen ist und auf der anderen Seite intensiv darüber nachgedacht wird, wie dies bestmöglich für den Staatshaushalt zu nutzen ist. Es geht ja nicht nur um den Bau der Casinos Ressort und deren Betrieb, es geht ja auch um die vielen ausländischen Besucher, die Geld in die Kassen spülen sollen. Mit den Olympischen Spielen will man sich weltoffen zeigen und zu dieser „Modernisierung“ gehören sicherlich auch die kommenden Casino Ressorts. Beim Online Gaming greift die Modernisierung und Weltoffenheit jedoch nicht. Online Casinos sind in Japan nach wie vor verboten. Eine Ausnahme bilden staatliche Lotterien und Sportwetten. Aber auch im Bereich Sportwetten muss man aufpassen. Legal sind derzeit ausschließlich Pferderennen, Motorboot- und Motorradrennen. Es bleibt abzuwarten, wann sich die japanische Regierung entschließt, auch weltweit agierende seriöse Online Casinos zu legalisieren.

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