Irrsinn: Spielautomat verteidigt sich mit Pfefferspray!

SpielautomatAm  12. Dezember 1981 veröffentlichte der 1995 leider verstorbene Sänger und Liedermacher aus Österreich Falco das Lied „Der Kommissar“ und die älteren unter uns kennen alle den Refrain „Drah' Di net um, oh oh oh schau, schau, der Kommissar geht um!“ Nicht umdrehen hilft nun aber nicht gegen die Finanzpolizei in Österreich, die seitdem das Glücksspielgesetz von 2010 in Kraft getreten ist, die Jagd auf illegale aufgestellte Spielautomaten eröffnet hat. Doch die Betreiber der Geräte wollten sich nicht so leicht geschlagen geben und so mancher liess sich den einen oder anderen Trick einfallen, damit der Kommissar den Spielautomaten nicht so einfach mitnehmen konnte …

Von Beton, Metallbügeln und Pfefferspray

Nach Aussage des Finanzpolizei-Chefs von Wien Wilfried Lehner begannen die Betreiber zu Anfang der Razzien und Beschlagnahmungen, die Spielautomaten mittels Metallbügeln am Boden zu verankern. Dies war für die Polizei natürlich kaum ein Problem – verfügen die Beamten doch über die passenden Werkzeuge, die Metallbügel einfach zu durchtrennen. Die neuste Masche ist laut Lehner nun der Versuch der Betreiber die Automaten einzubetonieren – der untere Sockel der Slots wird in Beton gegossen. Aber auch hiervon lassen sich die Einsatzkräfte nicht abschrecken. Die Automaten werden herausgerissen. Was aber nicht ohne Folgen bleibt: Einige Betreiber haben nun sogar Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen die Finanzpolizei gestellt.

Spielautomat wehrt sich mit Chemie!

Während das Einbetonieren und das Verankern der Spielautomaten noch als „pfiffige“ Ideen durchgehen, ging bei einem weiteren Spielautomaten der Betreiber deutlich zu weit. Unter dem Vorwand des „Diebstahlschutzes“ montierte er am Slot eine Vorrichtung, die einen Pfefferspray auslöste, als die Beamten versuchten das Gerät abzutransportieren. Die Finanzpolizei wusste vor dem Einsatz aber von der chemischen Keule und lief mit Schutzmasken zum Einsatz auf.

Das Glücksspielgesetz gefährdet Existenzen

Über das Glücksspielgesetz in Österreich und speziell in Wien haben wir schon berichtet. Wie immer bei konsequenten Verboten zeigt sich aber leider auch hier, dass es besser ist, auf Kompromisse zu setzen. Denn ein totales Verbot sorgt nur dafür, dass Betreiber und Kunden für ein lockeres Spiel am Automaten in die Kriminalität getrieben werden.

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Irrsinn: Spielautomat verteidigt sich mit Pfefferspray!
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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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