Für die einen ist es der Inbegriff der sportlichen Unvernunft und Quälerei, für die anderen ist es der Wettkampf, um es sich und der Welt zu beweisen. Am 12. Oktober nehmen zum 41. Mal Männer und Frauen auf Hawaii die ganz große Herausforderung an. Sie wollen „den Titel“ gewinnen: Ironman oft the year! - Sportler der Sportler, Grenzenüberwinder, der Härteste unter den Harten, unkaputtbar. Darüber schütteln die „Normalsterblichen“ nur den Kopf. Unsereins freut sich schon, wenn man die Joggingrunde übersteht und das ganz große Ziel ist vielleicht die Teilnahme an einem Marathon oder doch zumindest an einem Halbmarathon. Aber IronMan? Das ist nicht mehr normal: 3,86 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180,2 Kilometer Radfahren und anschließend 42,195 Kilometer laufen. Alles schön hintereinander, an einem Tag. Und wenn man der Beste der Besten ist, braucht man keine acht Stunden dafür, sondern „nur“ 7,35.39. Alles begann 1978 mit einer ausdrücklich als persönliche Herausforderung umschriebene Veranstaltung und nicht als sportlich deklarierter Wettkampf von 15 Männern auf Hawaii. Erster Ironman der Geschichte wurde damals Gordon Haller in 11 Stunden, 46 Minuten und 58 Sekunden. Schnell wurde der Triathlon populär und damit auch immer größer. Nach einem Bericht in der ZDF-Sportreportage stieß der Wettkampf 1982 auch in Deutschland auf Interesse, und es wurden erste Events in Essen, Kehl und Immenstadt organisiert. An der Weltmeisterschaft im Triathlon nahmen immer mehr Nationen teil. In vielen Ländern der Welt fanden Qualifizierungswettkämpfe statt, und 1994 gewann mit dem Australier Greg Welch zum ersten Mal ein Nicht-Amerikaner die Veranstaltung. Bei den Frauenwettbewerben geschah dies schon 1983 durch die Kanadierin Sylviane Puntous. Für die Frauen gilt übrigens dieselbe Distanz bei allen Wettbewerben wir für die Männer. Schnellste Frau ist bisher die britische Triathletin Chrissie Wellington in 8,18,13 Stunden. 

Deutsche Teilnehmer und Dominanz

ironmanIm Jahr 1993 konnte mit Wolfgang Dittrich als Drittplatzierter zum ersten Mal ein deutscher Teilnehmer das Siegerpodest erklimmen und vier Jahre später durfte sich der deutsche Triathlon Meister Thomas Hellriegel „Ironman“ nennen. Von 2004 bis 2006 stellten die deutschen Athleten immer die Gewinner des Wettbewerbs auf Hawaii, und seit den letzten fünf Jahren gab es mit Sebastian Kienle (2014, Jan Frodeno (2015, 2016) und Patrick Lange (2017, 2018) nur deutsche Gewinner. Bei den Frauen erreichte Nina Kraft 2002 als zweitplatzierte das bisher beste Ergebnis. Und dieses Jahr? Natürlich stehen die Teilnehmer aus der BRD auch bei den Sportwettern wieder hoch im Kurs. Bei seriösen Anbietern wie Betsson Casino kann man schon jetzt seine Wetten abgeben und eventuell den ganz großen Gewinn einheimsen. Bisher haben sich 18 männliche Profi-Teilnehmer für die Triathlon Weltmeisterschaft in Kailua-Kona/Hawaii qualifiziert und eine Startberechtigung erhalten. Dabei kommt es in diesem Jahr zu einer Änderung der Qualifizierung.

Statt wie bisher Punkte für eine Teilnahme zu sammeln, müssen sie sich nun, wie die Agegrouper, in einem weltweiten Qualifikationsrennen durchsetzen. Pro Rennen gibt es dabei einen Slot für Kona, bei den kontinentalen Meisterschaften, wie der EM in Frankfurt, mindestens zwei. Die Sieger der letzten fünf Weltmeisterschaften sind nicht automatisch teilnahmeberechtigt, sondern nur, wenn sie in der Saison der jeweiligen WM bei einem Ironman-Rennen finishen. Unsere letzten drei Gewinner haben diese Aufgabe leicht gelöst und gehen damit auch 2019 an den Start. Das Frauenfeld ist traditionell kleiner, und bisher haben sich sechs Profi-Frauen für Kona qualifiziert. Auch Amateure müssen sich in verschieden Ausscheidungswettbewerben für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Dabei hat ein Schweizer Magazin einmal nachgerechnet und dokumentiert, dass eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft kein billiges Vergnügen ist. Um die 40.000 Euro Gesamtkosten entstehen leicht. Für Reisen, Sportgeräte, Ernährung und anderes. Aber für viele ist es halt der Traum einmal am Ironman World Championship teilzunehmen. Dafür wird nicht nur viel Trainingszeit investiert, sondern halt auch viel Geld.

Massenstarts gehören der Vergangenheit an

Die beeindruckenden Bilder - wenn eine große Menschentraube in die Fluten des Pazifiks stürzt - wird es in diesem Jahr auf so eine Art und Weise übrigens nicht mehr geben. So wie es in den vergangenen Jahren üblich war, dass etwa eine halbe Stunde nach dem Start der Profis über 1500 Männer und Frauen aus dem Amateurlager in den Pazifik stürzt, ist nun vorbei. Das Gesamtfeld wird diesmal in elf Startgruppen aufgeteilt. Um 6.25 Uhr starten die Profimänner zum Schwimmen, die Profifrauen folgen ihnen fünf Minuten später. Danach geht es im Fünf-Minuten-Takt weiter. Es folgen die Teilnehmer mit Handicap und dann Männer und Frauen in unterschiedlichen Altersgruppen. Zuletzt starten die Teilnehmer aus dem Legacy-Programm. Notwendig machte diese Änderung die Leistungsdichte der Teilnehmer, die zu einer zunehmenden Pulk-Bildung auf den Rennstrecken geführt hatte und somit größere Gefahren in sich barg. Der deutsche Zuschauer kann übrigens diese Änderung und auch andere bei der ARD live verfolgen. Der öffentlich-rechtliche Sender wird das Spektakel am 12. Oktober ab 23.55 bis 3.45 Uhr live übertragen. Dann können auch die Wetter mit ihren Favoriten mitfiebern und sie zumindest virtuell unterstützen.